Teilsperrung Präsidentenstraße: VKU-Linien C11 und S20 fahren eine Umleitung

Ab Montag, 1. August, können die Linien C11 und S20 der VKU Busse aufgrund von
Bauarbeiten auf der Präsidentenstraße nicht so fahren wie gewohnt. Es entfallen die Haltestellen „Stadion“, „Nordberg Ebertstraße“ und „Am Stadtmarkt“. Eine Ersatzhaltestelle befindet sich auf der
Landwehrstraße Höhe Penny-Markt. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis 03.08.2022.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale
fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder
0800 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, kostenlos aus allen deutschen
Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser
Download im Google Play Store oder im App Store).




Sperrung Kreisverkehr Landwehrstr./Töddinghauser Str. in Richtung Bergkamen

Ab dem 02.08. können die Linien R11, R81, T11 und T81 der VKU Busse
aufgrund von Bauarbeiten nicht so fahren wie gewohnt. Es entfällt die Haltestelle „Bergkamen
Sonnenapotheke“ und „Gedächtnisstraße“. Die Haltestellen „Am Wasserpark“ und
„Bergkamen Busbahnhof“ dienen als Ersatz. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis
03.08.2022.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale
fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder
0800 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, kostenlos aus allen deutschen
Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser
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GSW-Kundencenter öffnen wieder ab Montag, 1. August

Die Kundencenter der Gemeinschaftsstadtwerke in Kamen, Bönen und Bergkamen öffnen am Montag (1. August) wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten. Foto: GSW

Willkommen zurück! Die Kundencenter der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen öffnen am Montag (1. August) wieder für Besuche. Nach drei Wochen krankheitsbedingter Schließung stehen die Kundenberaterinnen und Kundenberater in den drei Standorten im Versorgungsgebiet wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für die persönliche Beratung vor Ort zur Verfügung. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, bitten die GSW ihre Kundinnen und Kunden darum, Anfragen möglichst telefonisch oder auf digitalem Wege zu stellen. Die Mitarbeiter in den Kundencentern sind unter der Rufnummer 02307/978-2222 sowie per E-Mail an kundenbetreuung@gsw-kamen.de erreichbar.

Aufgrund eines personellen Engpasses – darunter auch Corona-Erkrankungen – waren die Verantwortlichen der GSW dazu gezwungen, die Kundencenter zwischenzeitlich zu schließen. Die Kundenberaterinnen und -berater waren weiter telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. Zudem stehen im Online-Kundencenter unter www.gsw-kamen.de viele Funktionen rund um die Uhr individuell zur Verfügung.




Mord am Hellweg in Bergkamen: auf der Santa Monika II und mit viel Blues im Thorheim

Mord an Bord gibt es auf der Santa Monika II ab Marina Rünthe.

Wie seit 2002 gewohnt wurde auch für die aktuelle Jubiläumsausgabe von „Mord am Hellweg“ ein hochspannendes Programm zusammengestellt, das vom 17. September bis 12. November 2022 einen guten Überblick über das aktuelle Krimigenre und seiner Akteure gibt. In den vergangenen Monaten ist das Festivalprogramm kontinuierlich gewachsen und präsentiert sich im Herbst mit mehr als 180 Lesungen und 400 Mitwirkenden an über 100 verschiedenen, teilweise außergewöhnlichen Veranstaltungsorten. Ab sofort befinden sich nun alle Veranstaltungen des diesjährigen Programms im Vorverkauf. Die lange Kriminacht in der Trauerhalle des Parkfriedhofs in Bergkamen ist allerdings ausverkauft.

Zahlreiche Stars der Krimiszene aus aller Welt kommen im Herbst an den Hellweg. Krimifans dürfen sich auf die neu in den Vorverkauf hinzugekommenen Sololesungen u.a. mit Takis Würger, Yrsa Sigurðardóttir, Chris Carter, Carla Berling, Ulrich Wickert, Eberhard Michaely, Mona Nikolay, Jörg Juretzka, Jens Henrik Jensen, Anna Schneider, Ingrid Noll, Sebastian Fitzek, Thorsten Schleif, Sunil Mann, Petra Hammesfahr, Volker Kutscher, Jean-Luc Bannalec, Dora Heldt, Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo, Mons Kallentoft und Jürgen Kehrer freuen.

Auch 2022 ist „Mord am Hellweg“ zudem wieder ein Festival der Kriminächte. So sorgen am 02.11. im Haus Opherdicke Titus Müller sowie Hartmut Palmer bei einer „Spionagenacht“ für politische Komplotts und Intrigen. Jens LubbadehSeraina Kobler und Robert Fuhr werfen am 07.10. in Soest bei der „Kriminacht 2.0“ einen Blick auf so manche Schattenseite der neuen Technologien. Ein Hauch von Skandinavien bringen am 09.10. Pascal EngmanKerstin Signe Danielsson und Roman Voosen sowie Åsa Larsson zur „Skandinavischen Nacht“ nach Schwerte mit. Zurück in die 20er Jahre geht es am 15.10. in Erwitte mit Michael JensenThomas ZiebulaCharlotte Blum und Britta HabekostJan BeckVincent Kliesch und Marc Raabe bestreiten am 23.09. in Wickede den „Gentlemen’s Thrill“. „Großstadt-Thrill de Luxe“ bieten am 26.10. in Lünen Linus GeschkeEllen Dunne und Constanze Scheib. Und bei der „Südamerikanisch-spanischen Nacht“ am 14.10. in Gelsenkirchen sind Mercedes RosendeBerna Gonzáles Harbour und Pere Cervantes zu Gast.

Anlässlich seines Jubiläums lässt das Festival beliebte Crime Specials wieder aufleben, so im Rahmen der Reihe „Revival days“ zu Halloween in Iserlohn am 31.10. auch die große Crime-Mystery-Night, die letztmalig 2010 veranstaltet wurde. Bereits zum zweiten Mal sorgen die „Blind Crime Dates“ für fünf aufregende Überraschungslesungen an fünf verführerischen musealen Orten. Erneut ist auch die internationale Museumsnacht in Hagen am 22.10. mit dabei und hat in diesem Jahr die Dänin Anna Grue, das Finnenduo A. M. Ollikainen sowie die schwedische Autorin Tina Frennstedt und den Finnen Max Seeck zu Gast in der Stadt an der Volme.

„Mord am Hellweg“ feiert dann am 12.11. in Schwerte mit den Krimigrößen Arne DahlSimon BeckettHåkan Nesser und Sebastian Fitzek seinen fulminanten „Final Criminal Act“.

Veranstaltungen in Bergkamen

Mord an Bord

Sonntag 2. Oktober, 11:00 BIS 17:00 UHR

Alle Krimibegeisterten an Bord und Leinen los! An diesem Morgen verlässt die Santa Monika im Rahmen der „MaH-Jubiläums-Revival Days“ ihren Hafen in Bergkamen und nimmt Sie mit auf eine Schiffsreise der besonderen Art. Nach langer Pause – letztmalig 2012 – ist die Schiffstour wieder im Angebot. Ein ganz spezieller Nervenkitzel entlang des Datteln-Hamm-Kanals! Während der Fahrt werden Sie von den Krimiautor*innen Peter Gerdes (Leer), Kathrin Heinrichs (Menden) und Peter Godazgar (Halle an der Saale) unterhalten. Ihre Lesungen begleiten zwischendurch Pantomimen Christoph Gilsbach und der Musiker und Entertainer Norbert Labatzki. Moderiert wird das kriminelle Schiffserlebnis vom Bremer Krimi-Kapitän und Ehrenglauser-Preisträger Jürgen Alberts. Und natürlich ist mit einem kleinem Buffet mittags und Kuchen/Kaffee/Tee nachmittags (beides im Preis inbegriffen) auch an das leibliche Wohl gedacht. Ein Muss für alle Krimi- und Wasserratten!

Karten/Infos: Stadt Bergkamen, Kulturreferat (02307) 96 54 64, i-Punkt Unna (02303) 10 37 77, Westf. Literaturbüro in Unna e.V. (02303) 96 38 50 und in unserem pretix-Ticketshop.

Ticketpreise
Vorverkauf: 47,90 €

MORDSHÄPPCHEN an BLUESVARIATIONEN

SONNTAG, 16. Oktober, 18 Uhr

Spannende Mordshäppchen gepaart mit Bluesvariationen haben bei „Mord am Hellweg“ Tradition, waren aber lange nicht mehr im Programm. Anlässlich des 10. Jubiläums lässt das Festival im Thorheim das spannende Krimi-trifft-Blues-Format wiederaufleben. Für ein 5-Sterne „All you can read“-Buffet sorgen die österreichische Autorin Isabella Archan, Kurzkrimi-Spezialistin Tatjana Kruse und der Multikulti-Satiriker Osman Engin. Für die Blueshäppchen ist die Jimmy-Reiter-Band verantwortlich, eine der besten Bluesbands Deutschlands! Auch Schauspieler, Entertainer und Blues-Urgestein Ron Williams wird an diesem Abend – wie schon 2010 – mit von der Partie sein und für unvergessliche Momente sorgen.

Karten/Infos: Stadt Bergkamen, Kulturreferat (02307) 96 54 64, i-Punkt Unna (02303) 10 37 77, Westf. Literaturbüro in Unna e.V. (02303) 96 38 50 und in unserem pretix-Ticketshop.

Ticketpreise
Vorverkauf: 25,90 € / ermäßigt* 22,90 €
Abendkasse: 30,00 € / ermäßigt* 26,00 €

LANGE „MORD AM HELLWEG“-THRILLER-NACHT“ ausverkauft

Sonntag, 23. Oktober, 18:00 UHR

Eine lange Thrillernacht mit hochkarätiger Besetzung in einzigartiger Atmosphäre: Thrill im Bestattungsinstitut. Max Bentow hat sich seit seinem Debütroman „Der Federmann“ als einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren etabliert, alle seine Bücher waren große SPIEGEL-Bestseller-Erfolge. Ein weiterer Starautor, Arno Strobel, dessen Thriller auch vor den dunkelsten Ecken der menschlichen Seele keinen Halt machen, ist ebenfalls zu Gast. Das illustre Trio an diesem Abend rundet Romy Hausmann ab, die sich mit ihrem Debüt „Liebes Kind“ sogleich an die Spitze der deutschen Spannungsliteratur geschrieben hat und von dort auch nicht mehr wegzudenken ist. Man darf also hochgespannt sein! Moderation: Matthias Bongard. Musik: Jörg Budde.




Wegen Inflation: Haushalte im Kreis Unna verlieren 177 Millionen Euro

Von jedem Zehner bleiben längst nicht mehr zehn Euro übrig: Die hohe Inflation belastet insbesondere Menschen mit kleinem Portemonnaie. Die Gewerkschaft NGG fordert gezielte Entlastungen für Geringverdienende. Foto: NGG | Alireza Khalili

Inflation frisst Einkommen auf: Wegen rasant steigender Preise gehen den Haushalten im Kreis Unna in diesem Jahr rund 176,9 Millionen Euro an Kaufkraft verloren – vorausgesetzt, die bisherige Teuerungsrate zieht nicht noch weiter an. Allein bei Lebensmitteln müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher mit Mehrausgaben von 83,1 Millionen Euro rechnen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich hierbei auf eine regionale Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts (Hannover). Danach sind Menschen mit schmalem Portemonnaie besonders betroffen: In den 65.700 Haushalten, in denen im Kreis Unna Alleinerziehende und Singles mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2.000 Euro leben, belaufen sich die hochgerechneten Kaufkraftverluste – vom Heizen bis zum Einkauf im Supermarkt – bis Jahresende auf 40,4 Millionen Euro.

NGG-Regionalgeschäftsführer Torsten Gebehart spricht von „alarmierenden Zahlen“. Durch die Preissteigerungen drohten soziale Verwerfungen, wenn die Politik nicht durch weitere, gezielte Entlastungen gegensteuere. „Vom Kellner bis zur Bäckereifachverkäuferin – Beschäftigte, die keine Spitzenverdiener sind, müssen derzeit jeden Cent zweimal umdrehen. Wer ohnehin schauen muss, wie er bis zum Monatsende durchkommt, bei dem schlagen die aktuellen Mehrausgaben enorm zu Buche“, so Gebehart. Laut Pestel-Institut sind die gestiegenen Lebensmittelpreise ein besonderer Inflationstreiber: Der durchschnittliche Haushalt im Kreis Unna hat in der ersten Jahreshälfte allein bei Nahrungsmitteln eine Zusatzbelastung von 37 Euro im Monat zu tragen. Die Mehrausgaben für Energie belaufen sich auf monatlich 33 Euro, Mobilität verteuerte sich um neun Euro.

Nach Beobachtung der NGG treffen die Preissprünge im Supermarkt „ausgerechnet die Menschen besonders stark, die selbst mit Lebensmitteln arbeiten – ob im Restaurant, in der Brauerei oder in der Backwarenfabrik“. Zwar sei es der Gewerkschaft in diesem Jahr gelungen, durch Tarifabschlüsse etwa im Gastgewerbe kräftige Lohnerhöhungen zu erzielen. Die Inflation drohe jedoch, diese zunichte zu machen. „Was wir jetzt brauchen, sind spezielle Hilfen für Beschäftigte mit geringen Einkommen. Aber auch für Rentnerinnen und Rentner, Studierende und Arbeitsuchende. Die bisherigen Entlastungspakete der Bundesregierung reichen nicht aus. Die Ampel muss nachlegen“, fordert Gebehart.

Der Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund spricht sich für einen „Energiepreisdeckel“ aus, um Privathaushalte vor explodierenden Kosten für Gas und Strom zu schützen. Dabei müssten alle Entlastungen sozial ausgewogen sein. Gebehart: „Starke Schultern können mehr tragen als schwache. Deshalb wäre es auch konsequent, Reiche stärker an der Finanzierung der Krisenlasten zu beteiligen – zum Beispiel durch eine einmalige Vermögensabgabe.“




Ausbildung im Inklusionsunternehmen DasDies – eine Erfolgsgeschichte: Glückwünsche für Melih-CanMert, Marcel Neuhaus und Nico Kardelka 

DasDies-Geschäftsführer Maciej Kozlowski (r.) und Betriebsleiter Ahmir Halilovic (l.) gratulieren Melih-Can Mert (2.v.l.) und Marcel Neuhaus zu den guten Prüfungsergebnissen. Foto: DasDies Service GmbH

Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen arbeiten in dem inklusiven Dienstleistungsunternehmen DasDies Service GmbH zusammen. Die AWO-Tochter bietet dabei nicht nur sichere Arbeitsplätze, zum Beispiel in den Radstationen, im Menüservice, beim Hausnotruf oder in den Secondhand-Kaufhäusern „Stöberei“. Sie schafft auch Ausbildungsplätze für junge Männer und Frauen mit Benachteiligungen. Sie werden bis zur Abschlussprüfung intensiv begleitet. Melih-Can Mert und Marcel Neuhaus beweisen, dass das bestens funktioniert. Sie haben ihre dreijährige Ausbildung mit einem guten IHK-Abschluss beendet und nun als Einzelhandelskaufmann und Bürokaufmann einen Anschlussvertrag erhalten.

„Jeder hat Schwächen. Im Team ist es leichter, diese Schwächen aufzufangen und abzubauen“, betonen Geschäftsführer Maciej Kozlowski und Betriebsleiter Ahmir Halilovic. „Ein Inklusionsunternehmen lebt vom Miteinander und Füreinander. Bei uns bringen sich ganz unterschiedliche Menschen mit ihren Stärken und Kompetenzen ein.“

Fünf weitere Auszubildende zählt die DasDies Service GmbH zurzeit im kaufmännischen Bereich und in der Logistik. Melih-Can Mert und Marcel Neuhaus sind zwei Beispiele für zahlreiche Erfolgsgeschichten des Unternehmens. Nico Kardelka ist ein weiteres. Er hat seine Ausbildung zur Fachkraft für Logistik genutzt, um nun in ein anderes Unternehmen zu wechseln.

Seit 18 Jahren setzt sich DasDies für die Förderung der Integration und Beschäftigung schwer vermittelbarer Arbeitnehmer*innen ein. Wichtige Bausteine im Gesamtkonzept sind eine individuell angepasste sozialpädagogische und arbeitstherapeutische Betreuung der Mitarbeiter*innen. Ziel ist immer ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis, so wie es die beiden frischgebackenen Kaufleute und Nico Kardelka nun haben. Sie sind stolz auf die Perspektiven, die sich für ihr weiteres Leben eröffnen und die neuen beruflichen Herausforderungen. „Inklusion ist viel mehr als die nächste barrierefreie Baumaßnahme“, so Maciej Kozlowski. „Das Bewusstsein dafür müssen wir weiter schärfen.“




Erdüberlastungstag noch nie so früh wie 2022: Umweltzentrum Westfalen erinnert an die schleichende Krise der Ausbeutung des Planeten

Die Ökologiestation mit dem gelben Gästehaus. Foto: Oliver Nauditt

Die Menschheit verbraucht jedes Jahr mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Der Tag an dem die Menge an Ressourcen verbraucht ist, die unser Planet in einem Jahr erneuern kann, wird als „Erdüberlastungstag“ bezeichnet. In 2022 ist dieser Tag heute (28. Juli), so früh erreicht wie nie.

Konkret bedeutet das: Ab heute verbrauchen wir alle mehr Rohstoffe als in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Das ergaben Berechnungen des Global Footprint Networks mit Sitz in den USA und der Schweiz.

Oliver Wendenkampf vom Umweltzentrum Westfalen stellt dazu fest: „Ab heute leben war auf Pump und plündern die Rohstoffspeicher unserer Kinder und Enkelkinder“.

Und in der Tat: Momentan verbraucht laut Global Footprint Networks, die Menschheit rechnerisch 1,75 Erden. „Die Konsequenzen dieser Übernutzung wird in erster Linie die Geringverdiener heute und die nachfolgenden Generationen zu spüren bekommen – und das mit wachsender Intensität“, so Wendenkampf weiter.

Erdüberlastungstag 2022 früher als 2021

In diesem Jahr liegt der Erdüberlastungstag früher als noch im vergangenen Jahr. Nach Angaben von Germanwatch übersteig der Verbrauch 1970 zum ersten Mal die vorhandenen Ressourcen. Bis 2000 wanderte der Erdüberlastungstag bereits vom Dezember in den September. Seit 2018 fällt der Erdüberlastungstag auf Ende Juli – mit Ausnahme von 2020, als die Corona-Pandemie kurzzeitig für weniger Ressourcenverbrauch sorgte.

Betrachtet man nur Deutschland, wäre der dem Land zustehende Vorrat an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr schon Anfang Mai aufgebraucht gewesen. Würden alle Länder so haushalten wie Deutschland, wären nicht nur 1,75, sondern etwa drei Erden nötig.




Fahrräder für ukrainische Geflüchtete übergeben – Kinderräder als Spende gesucht

Die AWO und ihre DasDies-Radstationen mobilisieren Geflüchtete aus der Ukraine: Über 30 Spenden-Räder hat der Arbeitskreis humanitäre Hilfe der AWO für Geflüchtete gesammelt. Nach einem Check durch den Leiter der AWO-DasDies-Radstationen, Stefan Rose, konnten jetzt Michael Jäger und Jürgen Senne vom Arbeitskreis direkt die ersten Fahrräder an Ukrainerinnen und Ukrainer übergeben.

Peter Resler, Sprecher des Arbeitskreises: „Wir danke allen Spenderinnen und Spendern!“ Was jetzt noch fehlt: Kinderfahrräder. Spenderinnen und Spender können Kinderräder im Sozialkaufhaus der DasDies, der Stöberei in 59174 Kamen, Unnaer Str.39 (Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-15 Uhr geöffnet) abgeben. Oder sich an den Arbeitskreis Humanitäre Hilfe der AWO wenden unter akhh@awo-rle.de. Die Räder werden dann abgeholt oder nach Rücksprache direkt vermittelt.




Wohnraumförderung im Kreis Unna: Für bezahlbares Wohnen

ohnen wird immer teurer, schon längst kann sich nicht mehr jeder ein eigenes Haus leisten. Auch die Mieten steigen vielerorts. Damit Wohnen weiterhin bezahlbar bleibt, stellt das Land NRW über den Kreis Unna verschiedene Fördermöglichkeiten bereit. Zum Beispiel für den Bau oder den Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum. Dafür stehen zum Beispiel 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

„Die Anträge laufen über den Kreis Unna, wir sind die Bewilligungsbehörde“, so Sabine Leiße, Leiterin in der Wohnraumförderung. „Unser Job ist es vor allem zu beraten. Wer also nicht so genau weiß, ob er Wohnraumfördermittel des Landes  für seinVorhaben nutzen kann, der kann unsere Berater kontaktieren. Wollen sie dann einen Antrag stellen, ist das ebenfalls problemlos bei den Beratern möglich.“

Neue Internetseite hilft
Grundsätzlich gibt es drei Förderoptionen:

  • Kaufen oder Bauen (Eigentumsförderung)
  • Wohnungen bauen (Mietwohnraum-Förderung)

Umbauen und Renovieren von Mietwohnungen und selbstgenutzten Eigenheimen (Förderung von Modernisierungsmaßnahmen)

Alle drei Optionen sind kurz auf einer neuen Internetseite unter www.kreis-unna.de/wohnraumfoerderung skizziert. Dort ist nachzulesen, wer die Förderung beantragen kann, was gefördert wird und wie die Förderung aussieht. Sollte eine Option interessant sein, kann Kontakt zu den Beratern aufgenommen werden. Diese gehen Schritt für Schritt den Antrag durch und klären über Einkommensgrenzen und weitere Möglichkeiten auf.

Förderung in Zahlen
„In den vergangenen Jahren sind die Fördertöpfe fast vollständig ausgeschöpft worden“, so Leiße. „Wir wollen, dass weiterhin möglichst viele Menschen davon profitieren.“ Neun Eigenheimprojekte mit einem Volumen von 1,2 Millionen Euro sind 2021 genehmig worden (2020: 1,04 Millionen Euro). In diesem Jahr stehen 1,6 Millionen Euro bereit. 2021 sind 70 Mietwohnungsprojekte gefördert worden. Insgesamt sind rund 12,8 Millionen Euro geflossen (2020: 22,8 Millionen Euro). Zur Verfügung stehen in diesem Jahr 12 Millionen Euro. Für sechs Modernisierungsmaßnahmen sind 2021 557.500 Euro abgerufen worden (2020: 118.590 Euro). Zur Verfügung stehen dieses Jahr 2,2 Millionen Euro. PK | PKU




Nordrhein-Westfalen verlängert Corona-Regelungen bis zum 25. August

Nordrhein-Westfalen verlängert Corona-Regelungen

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Corona-Schutzverordnung und die Test- und Quarantäneverordnung bis zum 25. August 2022 verlängert. Hintergrund sind die nach wie vor hohen Infektionszahlen in allen Altersklassen sowie die weiterhin hohe Zahl von Patientinnen und Patienten mit einer Coronainfektion in den Krankenhäusern.

Nach der Corona-Schutzverordnung gilt in Nordrhein-Westfalen also weiterhin:

  • Die Maskenpflicht im ÖPNV bleibt analog zu den bundesrechtlich geregelten Maskenpflichten im überregionalen Schienenverkehr erhalten.
  • Bestehen bleiben außerdem die Maskenpflichten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen, um ältere und gesundheitlich vorerkrankte Menschen besonders zu schützen.
  • Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (zum Beispiel Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen.
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen zudem von Besucherinnen und Besuchern nach wie vor nur mit einem aktuellen negativen Testnachweis betreten werden. Auch die bisher geltenden Testpflichten für Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen werden fortgeführt.
  • In Asyl- und Flüchtlingsunterkünften kann für vollständig immunisierte Personen auf einen Test verzichtet werden. Gleiches gilt in Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen.

Die Test-und-Quarantäneverordnung wurde ebenfalls verlängert. Auch künftig gilt: Wer positiv getestet ist, muss grundsätzlich zehn Tage in Isolation. Nach fünf Tagen besteht jedoch die Möglichkeit der Freitestung. In Nordrhein-Westfalen ist hierfür weiterhin ein negativer offizieller Coronaschnelltest oder ein PCR-Test (negativ oder mit einem Ct-Wert > 30) erforderlich. Ein selbst durchgeführter Test reicht nicht aus. Die Freitestung bleibt nach den bundesrechtlichen Regelungen auch zukünftig kostenfrei.

Die Änderungsverordnung mit den Verlängerungen tritt formal am 28. Juli 2022 in Kraft, so dass die Verordnungen jeweils ohne Unterbrechung fortgelten




Beim Kinga-Fest in Wieliczka bot die Bergkamener Delegation westfälische Spezialitäten an

Traditionell gab es beim Bergkamener Stand in Wieliczka westfälische Spezialitäten. Foto: Stadt Bergkamen

Es ist bereits Tradition, dass die polnische Partnerstadt Wieliczka eine Delegation aus dem Bergkamener Rathaus zu den sogenannten „KINGA-Tagen“ – einem Stadtfest zu Ehren der heiligen Kinga, der Schutzpatronin der dortigen Bergleute – einlädt.

Unter der Leitung von Bürgermeister Bernd Schäfer folgte am letzten Wochenende eine Abordnung dieser Einladung. Nach zwei Jahren Unterbrechung besetzte sie einen Stand bei dieser Veranstaltung und bot westfälische Spezialitäten zur Verköstigung an. Mit dabei: Altbürgermeister Roland Schäfer, der diesen Anlass nutzte, sich von seinen langjährigen Freunden zu verabschieden.

Darüber hinaus bot dieser Besuch dem polnischen Bürgermeister Artur Kozioł die Gelegenheit, sich persönlich bei seinem deutschen Amtskollegen für die Lieferung von Hilfsgütern zur Versorgung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine zu bedanken. Gemeinsam besuchten sie das von der Gemeinde Wieliczka betriebene Hilfszentrum Grabie. „Die Dankbarkeit der Ukrainer war unmittelbar spürbar“, so Bernd Schäfer.