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Kreispolizeibehörde Unna: Neuer Puppenbus vorgestellt

Das Team vor dem Puppenbus. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Im Jahr 1984 wurde zum ersten Mal im Kreis Unna ein Linienbus zur mobilen Polizeipuppenbühne umgebaut und mit unterschiedlichen Nachfolgern bis zum Beginn der Corona Pandemie eingesetzt. Jetzt hat Landrat und Behördenleiter der Kreispolizeibehörde Unna einen neuen Bus vorgestellt.

Der „neue“ Bus, Modell Mercedes Benz O 530, Erstzulassung: 9. Juli 2007, wurde zunächst 11 Jahre im Linienverkehr für den Regionalverkehr Ruhr-Lippe in Lippstadt eingesetzt. Nach der Überführung des Fahrzeuges in den Kreis Unna im Januar 2018 wurden die größten Umbaumaßnahmen mit der Unterstützung durch externe Firmen durchgeführt.

Verkehrssicherheit im Fokus
„Seit 37 Jahren bewährt sich der Puppenbus im Kreis Unna – er ist zu einem wichtigen Mittel der polizeilichen Aufklärungsarbeit geworden und ich freue mich, dass die Polizei jetzt mit diesem schönen Bus auf spielerische Art und Weise Wissen über die Sicherheit im Straßenverkehr vermitteln kann“, so Landrat Löhr.

Mit dem Bus erreichen die Verkehrssicherheitsberater der Polizei in jedem Jahr alle Schulanfänger (ca. 2800 Kinder) in den 48 Grundschulen des Kreises Unna. Außerdem lernt jedes Kind in seiner Kindergartenzeit die Polizeipuppenbühne Unna kennen, da diese Einrichtungen (150 Kindergärten) regelmäßig im Zweijahresrhythmus besucht werden. Der Erstkontakt mit der Polizei findet für die Kindergartenkinder dabei in einer angstfreien und positiv belegten Situation statt, was zur Folge hat, dass die Kinder die folgenden Lerninhalte des Puppenspieles länger in Erinnerung bleiben:

Sicheres Überqueren der Fahrbahn mit dem Kernsatz: „Vor dem Bordstein ist halt!“
Der Kindersitz im Auto wird bei jeder Autofahrt benutzt und ist ein „Schutzengel“.
Der Fahrradhelm schützt unseren Kopf super. Beweis: Demonstration mit Hühnerei im Mini-Helm.
Der Polizei-Notruf: 110; jedes Kind lernt diesen Notruf im Bus kennen und direkt im Puppenspiel muss ein Kind die Polizei über 110 anrufen.
Kein Küsschen auf Kommando; Kinder entscheiden, ob sie einen Kuss geben oder annehmen wollen.
Stärkung positiven Sozialverhaltens: Anderen helfen / zusammen kann man mehr erreichen.

Durch den Einsatz des Polizeibusses seit 1984 ist dieser zu einem echten „Markenzeichen“ für die Polizei Unna geworden und die Hauptfigur, Polizeihund „Wuschel“, ist dabei der größte Sympathieträger.  Immer wieder hören die Polizeibeamten den Satz von Eltern an ihre Kinder: „In diesem Polizeibus war ich als Kind auch schon!“ PK | PKU




Börsenwissen digital erwerben: Das Planspiel Börse der Sparkassen startet in eine neue Ära

Ein Klassiker verändert sich. Seit 39 Jahren überzeugt das Planspiel Börse der Sparkassen als Lernprojekt für Schüler, Studierende und Börseninteressierte. Nun wandelt es sich zum App-basierten Onlinespiel. Am 4. Oktober 2021 startet die nächste Spielrunde, die erstmals über die Jahreswende bis zum 28. Januar 2022 läuft. Eine Konstante wird es aber weiterhin geben: Wie in den Vorjahren werden auch Teilnehmende aus Frankreich, Italien, Schweden und Übersee erwartet. Die Gewinner dürfen sich auf attraktive Preise freuen. Die Sparkasse Bergkamen-Bönen nimmt bereits seit einigen Jahren am Planspiel Börse teil.

Erstmals wird das Planspiel Börse ausschließlich über eine App-durchgeführt. Dafür steht allen Teilnehmenden ab 20. September 2021 die komplett neu entwickelte App „Planspiel Börse 2021“ (für IOS und Android) zur Verfügung. Mittels eines Registrierungscodes, den die Teilnehmenden bei ihren Lehrkräften oder bei ihrer Sparkasse (planspiel-boerse@spk-bergkamen-boenen.de) erhalten, erfolgt die Registrierung. Siebzehn Wochen lang können die Teilnehmenden nun risikolos die Marktmechanismen des Börsenhandels kennenlernen. Das eröffnete Depot ist mit einem virtuellen Startguthaben von 50.000 Euro bestückt. Zudem stehen den Teilnehmenden nun eine breitere Auswahl an handelbaren Wertpapieren zur Verfügung.

Doch nicht nur der Gewinn zählt. Das Planspiel Börse will die Teilnehmenden auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld sensibilisieren. Deshalb gibt es zusätzlich zur Depotgesamtwertung eine separate Nachhaltigkeitsbewertung mit eigenem Ranking. Dabei werden Aktien von Unternehmen, die im Global Challenges Index gelistet sind, und spezielle Fonds in der Wertpapierliste mit dem Planspiel Börse-Nachhaltigkeitssymbol gekennzeichnet. So kann gezielt auf Nachhaltigkeit gesetzt werden. Die Erträge mit diesen Wertpapieren werden addiert und als Ranking dargestellt.

In der neuen Planspiel Börse-App stehen den Teilnehmenden nicht nur die Spielfunktionen zur Verfügung, sondern sie erhalten auch vielfältige Informationen zu aktuellen Wirtschaftslage, den Wertpapieren und den Kursen. Zudem gibt es Grundlageninformationen in Form eines Börsenlexikons oder Erklärvideos. Ab Dezember steht den Teilnehmenden eine weitere Neuerung zur Verfügung: über interaktive Lernquizze kann so das eigene Wirtschafts- und Börsenwissen erweitert und gefestigt werden.

Auch in den Social-Media-Kanälen wird zum Planspiel Börse einiges geboten! Neben aktuellen Informationen zum Spiel gibt es Tipps, Infos und viel Interessantes zur eigenen Anlageentscheidung und rund um die bunte Welt der Börse.

Die bundesweit besten Schülerteams und Studierenden in der Depotgesamtwertung sowie in der Nachhaltigkeitswertung werden zur exklusiven Planspiel-Börse-Gala mit mehrtägigem Rahmenprogramm im Frühjahr 2022 nach Frankfurt a. M. eingeladen. Außerdem gewinnen die betreuenden Schulen einen erlebnisreichen Aktionstag zur finanziellen Bildung. Die studentischen Gewinner dürfen sich über eine finanzielle Unterstützung für ihr Studium freuen.

Die Teilnahme am Planspiel Börse ist kostenlos. Eine Registrierung ist bis zur Spielmitte am 17. November 2021 möglich. Spielende ist der 28. Januar 2022. Weitere Informationen bei ihrer Sparkasse Bergkamen-Bönen. (www.spk-bergkamen-boenen.de oder www.planspiel-boerse.de)

Das Planspiel Börse ist ein Lernprojekt der Sparkassen in Deutschland und Europa zur Förderung der finanziellen Bildung. Seit 1983 findet




Nach der SPD votiert auch die CDU für den neuen Netto plus Getränkemarkt am Häupenweg

Derr alte Netto-Standort in Weddinghofen an der Schulstraße.

Die GROKO in Berlin ist offensichtlich Geschichte, in Sachen „neuer Netto für Weddinghofen“ gab es im Bergkamener Ausschuss für Bauen und Verkehr am Dienstag eine kleine Wiederauferstehung, als es darum ging, die für dieses Projekt notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. WD 127 „Nahversorgungsstandort Häupenweg“ anzustoßen. Im bisherigen FNP ist die Fläche bisher für Wohnungsbau ausgewiesen. Sie soll nun eine Sonderfläche „Einzelhandel“ mit der Einschränkung „nur für die Nahversorgung“ werden. Neben Netto soll noch ein Getränkemarkt errichtet werden.

„Wir finden die Sache gut“, erklärte der Sprecher der CDU Thomas Eder. Die Union wolle hier den Schulterschluss mit der SPD eingehen. Die Ratsfraktion der Sozialdemokraten hatte in der vergangenen Woche ihre Zustimmung erklärt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass am Donnerstag der Stadtrat mit dieser Mehrheit für die beiden Aufstellungsbeschlüsse stimmen wird.

Das heißt aber nicht, dass der neue Netto und ein Getränkemarkt tatsächlich am Häupenweg gebaut werden könnte. Erstellten werden müssen verschiedene Gutachten. Auch werden die Bürgerinnen und Bürger zu diesem Projekt gefragt, bevor es zu einer Entscheidung im Stadtrat kommt.

Widerstand gegen den neuen Netto an dieser Stelle gibt es von Bündnis 90 / Die Grünen. Sie kritisierten unter anderem den erneuten Verbrauch von Freiflächen durch ein Bauprojekt. Auch vermissten sie die Prüfung von Alternativstandorten.

Die Prüfung sei erfolgt, erklärte 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters. Die aber mit negativem Ergebnis. Zu diesen Alternativen zählt auch die Grimberg 3/4-Fläche. Hierhin wolle Netto aber wegen der Abgeschiedenheit nicht umziehen, erklärte er. Ein anderer denkbarer Standort, das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule komme wegen der verkehrlichen Situation auf der Schulstraße nicht infrage




Auftakt der Interkulturellen Woche mit bunten Waffeln und Luftballon-Tieren

Buntes Treiben zwischen Rathaus und Ratstrakt zum Auftakt der Interkulturellen Woche in Bergkamen-

Mit einem bunten Umzug starteten am Dienstag die Bergkamener Aktivitäten im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche 2021. Die Initiative „Bergkamen for all“ lud an drei Stationen, HausFrieden auf dem Nordberg, Busbahnhof / Rathaus und VHS-Treffpunkt, zu Waffel-Essen ein. Beliebt bei den Kindern war der Clown, der vor ihren Augen aus Luftballons Tiere und auch Musikinstrumente schuf. Es gab außerdem zahlreiche Gespräche mit den Eltern zum Thema „Vielfalt in Bergkamen“.

Dicht umdrängt der Waffelstand.

Am Dienstagabend hatte das Multikulturelle Forum zu einem Online-Film mit anschließender Diskussion mit Experten ein. Die Macher des Dokumentarfilms „Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen“ begleitete Angehörige und Hinterbliebene des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020.

Was gibt es noch

Am heutigen Mittwoch ist von 14.00-16.00 Uhr die Stadtbibliothek am Marktplatz Schauplatz der Interkulturellen Woche. Unter dem Motto: „Bibliothek mal anders – Bücher auspacken, Schirmchen aufstellen und es gemütlich machen“ kommt das Book-Bike in bzw. vor die Stadtbibliothek (je nach Wetterlage) und bringt verschiedene Bilderbücher für Vor- und Grundschulkinder mit. Nach dem Lesen kann noch mit Straßenmalkreide gemalt oder auf gemütlichen Kissen entspannt werden.

Zur musikalischen Weltreise lädt der Verein der schönen Künste am Donnerstag ins Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6, ein. Ein Nachmittag des Austauschs voller Unterhaltung, Informationen, Tanz und Gesang erwartet die Besucher hier. Beginn ist um 16.00 Uhr, Ende gegen 20.00 Uhr.

Der Abschluss der Interkulturellen Woche in Bergkamen findet dann am Donnerstag, 1. Oktober, von 9 bis 11 Uhr in der AWO-Kita „Schatzinsel“, Marie-Juchacz-Straße 3, statt. Hier lädt das Team der Kita zu einem kostenlosen, türkischen Frühstück mit verschieden Spezialitäten wie Börek und Simit ein. Eine Anmeldung unter 02307/9246655 oder schatzinsel@awo-rle.de ist erwünscht.

Die Interkulturelle Woche bietet einen wichtigen Rahmen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen aufeinandertreffen. Ihr Grundanliegen lässt sich dabei an den drei Begriffen „Begegnung“, „Teilhabe“ und „Integration“ festmachen. Gerade in Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus setzt die Interkulturelle Woche ein Zeichen für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander. Sie ist die geeignete Plattform, um migrationspolitische Themen zu diskutieren und lebendig werden zu lassen.

Koordiniert durch das städtische Integrationsmanagement beteiligen sich in Bergkamen zahlreiche Bergkamener Vereine, Organisationen und Privatpersonen an der Gestaltung der Interkulturellen Woche vor Ort.




Gastro-Beschäftigte im Kreis Unna beim Einkommen 40 Prozent unterm Schnitt

Wenn das Glas eher halb leer als halb voll ist: Ein Großteil der Beschäftigten in Restaurants, Cafés und Hotels arbeitet zu Niedriglöhnen – und hat wegen Corona schlechte Job- Perspektiven, kritisiert die NGG. Die Gewerkschaft ruft die Arbeitgeber der Branche dazu auf, sich zu tariflichen Standards zu bekennen. Foto: NGG | Alireza Khalili

Sie arbeiten dann, wenn andere frei haben, kommen mit ihrem Lohn aber kaum über die Runden: Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte verdienen im Kreis Unna weit unterdurchschnittlich – und könnten aus Geldsorgen ihrer Branche immer häufiger den Rücken kehren. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und verweist auf eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung, die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet hat. Demnach kommen Beschäftigte aus dem Gastgewerbe, die eine Vollzeitstelle haben, im Kreis Unna auf ein mittleres Monatseinkommen von aktuell nur 1.894 Euro brutto. Zum Vergleich: Branchenübergreifend liegt der Median bei Vollzeit im Kreis bei 3.171 Euro.

„Wenn Hotel- und Gastro-Beschäftigte 40 Prozent weniger verdienen als der Schnitt, dann darf sich keiner darüber wundern, dass sie sich in Zeiten der Corona-Krise einen neuen Job suchen. Denn viele von ihnen mussten monatelang mit dem Kurzarbeitergeld auskommen, ein Teil der Beschäftigten ist noch immer darauf angewiesen. Das sind harte Einbußen bei einem ohnehin niedrigen Einkommen“, betont Torsten Gebehart, Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund. Obwohl die Wirte und Hoteliers ebenfalls stark von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen seien, müsse nun alles dafür getan werden, Löhne und Arbeitsbedingungen attraktiver zu machen. Gelinge das nicht, dürfte es in vielen Hotels, Gaststätten und Cafés schon bald nicht mehr genügend Personal geben, warnt der Gewerkschafter.

An den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Nordrhein-Westfalen appelliert die NGG, die Branche über einen neuen Tarifvertrag für die Zukunft aufzustellen. „Die Arbeitgeber klagen selbst über die anhaltende Personalabwanderung. Dabei haben viele Probleme lange vor der Pandemie existiert – von unbezahlten Überstunden und langen Arbeitszeiten bis hin zu einem rauen Umgangston hinter den Kulissen“, betont Gebehart. Bei den für diesen Herbst geplanten Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft habe der Dehoga NRW die Chance, die Betriebe gegen den Fachkräftemangel zu wappnen. Über tarifliche Standards müsse das Lohn-Niveau angehoben und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Die Gewerkschaft verweist darauf, dass seit anderthalb Jahren keine Tarifverhandlungen mehr für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe stattgefunden haben. Mehrere Gesprächsangebote seien unter Verweis auf die Corona-Pandemie abgelehnt worden. „Umso wichtiger ist es jetzt, am Verhandlungstisch zu Lösungen zu kommen, damit die Beschäftigten nach dieser schwierigen Zeit endlich eine Perspektive haben“, betont Gebehart. Dazu gehörten armutsfeste Löhne „deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn“ – auch wenn dieser je nach Ausgang der Koalitionsverhandlungen im Bund auf zwölf Euro pro Stunde steigen sollte. Nur durch eine bessere Bezahlung könnten Hotels und Gaststätten auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig sein, so die NGG.

„Ein wichtiger Punkt ist dabei, das Personal nach der fachlichen Qualifikation zu bezahlen“, sagt Gebehart. Viele Berufsbezeichnungen wie „Demi Chef de Cuisine“ oder „Concierge“ seien veraltet und führten dazu, dass Beschäftigte in einer Lohngruppe landeten, in der sie weniger verdienten, als ihnen zustehe.

Außerdem sollten die Unternehmen die weiterhin verbreitete Kurzarbeit nutzen, um ihre Beschäftigten weiterzubilden und etwa in puncto Digitalisierung fit zu machen. Bei der Berufsausbildung müsse mehr für die Qualität getan werden: „Wenn der Azubi das Auto des Chefs waschen muss, statt in der Küche zu lernen oder die Ausbilderin im Homeoffice ist, statt dem Nachwuchs etwas beizubringen, dann kann es nicht überraschen, dass viele junge Menschen die Lehre hinschmeißen“, so Gebehart.

Darüber hinaus müsse die Tarifbindung gestärkt werden. „Eine Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband sollte nur dann möglich sein, wenn die Tarifverträge akzeptiert werden, die man gemeinsam ausgehandelt hat.“ Nach Beobachtung der NGG kommt es immer häufiger zu sogenannten Mitgliedschaften „ohne Tarifbindung“. Dieser Trend müsse gestoppt werden, um flächendeckend nicht nur faire Arbeitsbedingungen für das Personal zu haben – sondern auch faire Wettbewerbsbedingungen für die Firmen.




„Erntedank wie am See Genezareth“ im Naturfreibad Heil

„Erntedank wie am See Genezareth“, unter diesem Thema findet das Erntedankfest am kommenden Sonntag in  Heil im Naturfreibad statt.

Mehr als  in den Jahren zuvor soll das Ambiente der Badeanstalt in  das Erntedankfest integriert werden. Bei akzeptablen Wetterbedingungen wird der Gottesdienst direkt am Ufer stattfinden. Mitglieder des Schwimmvereins und Heiler Bürgerinnen und Bürger geben ihr Bestes um dem Fest einen schönen Rahmen zu verleihen. Nach dem Gottesdienst gibt es die Möglichkeit Grillwürstchen und Kaltgetränke zu genießen sowie Schnittchen mit Luthergold, dem selbstgeimkerten Honig der Kirchengemeinde und heißen Kaffee.

Termin: Sonntag, 03.10.2021, 15 Uhr, Naturfreibad Heil

Es gelten die 3G Regeln




Sprachstandserhebung in der Kita: Pilotprojekt „DiVA“ gestartet

Projektleiterin Dorothée Schackmann (l.), Softwareentwickler Volker Sassenberg (Mitte) und Prof. Monika Kil (Wissenschaftliche Begleitung) stellten das Projekt vor. Foto: Pascal Sturm – Der Paritätische

Gute sprachliche Fähigkeiten sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Deshalb ist jetzt im Kreis Unna und in der Stadt Hamm ein Pilotprojekt gestartet, bei dem die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern im Vorschulalter mittels eines digitalen Verfahrens ermittelt werden. „DiVA“ heißt das Projekt, von dem sich Landrat Mario Löhr jetzt ein Bild machte.

Vorgestellt wurde das Projekt „DiVA – Digitales Verfahren zur mehrsprachigen Bildungs- und Sprachdiagnostik und nachhaltigen Anwendung“ auf der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen. Begonnen hat es bereits im August in einigen Kindertageseinrichtungen und integrativen Einrichtungen des Paritätischen NRW.

„Sprache ist nicht nur das Werkzeug zur Kommunikation und Verständigung, sondern auch wichtige Grundlage, um als Schulkind in allen Fächern mitarbeiten zu können“, unterstreicht Lisa Harhoff, beim Kreis Unna für Bildung integriert Kreis Unna (BiKU) zuständig. „Wer kein Deutsch sprechen und verstehen kann, kann nicht mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern sprechen und ist beim Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fächern schnell abgehängt.“

Sprachförderung wichtiger Baustein in der Kita
Die Grundlagen für sprachliche Fähigkeiten im Erwachsenalter werden bereits in der frühen Kindheit erworben. Daher gehört die Förderung sprachlicher Fähigkeiten von Kindern auch zum Bestandteil der Kindertageseinrichtung. „Weil die Kitas während der Corona-Zeit geschlossen waren, ist leider vielfach auch im Bereich der Sprachstandserhebung und Sprachförderung eine Lücke entstanden“, berichtet Projektleiterin Dorothée Schackmann. Sie ist Geschäftsführerin der Paritätischen Kreisgruppe Unna.

„DiVA“ soll nun die Sprachstandstests erleichtern. In den teilnehmenden Einrichtungen wird eine Software eingeführt, die den Test mobil und digital möglich macht. Genutzt werden bereits erprobte digitale Werkzeuge vom LOGmedia Institut für Digitale Bildung. Zu der Steuerungsgruppe gehören Leitungskräfte aus den Verwaltungen der Stadt Hamm und des Kreises Unna.

Weitere Informationen unter www.kreis-unna.de/biku.  PK | PKU




TuS Weddinghofen startet nach langer Corona-Pause voll durch und hat neue Sportangebote

Der TuS Weddinghofen kann seine Sport- und Gesundheitsangebote wieder komplett anbieten und sogar erweitern (unter Einhaltung der gültigen Corona-Richtlinien). Bald starten  Yoga und Qi Gong. Bei Yoga handelt es sich um ein Kursangebot mit jeweils 5 Einheiten, bei Qi Gong um ein fortlaufendes Sportangebot. Eine Anmeldung (unter der unten stehenden E-Mail-Adresse) im Vorfeld ist für beide Sportangebote dringend notwendig.

Yoga beginnt bereits am 4. Oktober im Zeitraum von 19:00 bis 20:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Kindergartens Springmäuse in Bergkamen-Weddinghofen und findet dann wöchentlich statt. Für diesen Kurs sollten eine kleine Matte, bequeme Kleidung sowie Turnschuhe oder rutschfeste Socken mitgebracht werden.

Qi Gong startet am 7. Oktober im Zeitraum von 17:30 bis 18:30 Uhr ebenfalls in den Räumlichkeiten des Kindergartens Springmäuse und findet wöchentlich statt. Dieser Kurs ist ebenfalls für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut geeignet.

Außerdem findet das Sportangebot Ritmo do Brazil nun donnerstags von 18:30 bis 19:30 Uhr in der Turnhalle 1 des Gymnasiums Bergkamen statt.

Weitere Infos: www.tus-weddinghofen.de oder info@tus-weddinghofen.de!




Bilanz des Impfzentrums des Kreises Unna: Fast eine halbe Million Impfungen im Kreis Unna

Von links: Holger Gutzeit, Leiter Service und Logistik, Landrat Mario Löhr, Katja Sträde (Koordination mobiles Impfen), Sandra Pflanz (Koordination Impfzentrum), Dr. Jürgen Wentzek (ärztliches Leitungsteam Impfzentrum) und Uwe Hasche (Gesundheitsdezernent Kreis Unna). Foto Max Rolke Kreis Unna

Am 30. September schließt das Impfzentrum Kreis Unna die Türen. Dann übernehmen die niedergelassenen Ärzte die Corona-Impfungen. Zeit, um auf die vergangenen acht Monate zurückzublicken, in denen Ärzte in der Kreissporthalle an der Platanenallee geimpft haben und Bilanz zu ziehen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit im Impfzentrum – gerade auch unter den Bedingungen. Denn die Lage war äußerst dynamisch. Vor allem dadurch, dass das Land in der Laufzeit des Impfzentrums immer wieder unsere Arbeitsgrundlage geändert hat“, so Dezernent Uwe Hasche. „40 Impferlasse gab es in der Zeit von Anfang Dezember 2020 bis September 2021, die uns immer wieder dazu zwangen, kurzfristig Abläufe anzupassen. Und an der Stelle muss ich mich bei unseren Mitarbeitern und allen, die mitgeholfen haben, das Mammut-Projekt zu stemmen, bedanken – sie haben hier einen super Job gemacht.“

Zu Spitzenzeiten arbeiteten pro Schicht (es gab zwei Tagesschichten) rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am reibungslosen Ablauf: von der Impfhotline über die Terminvergabe bis zur Anmeldung, Impfung, Nachbeobachtung bis hin zur Reinigung und dem Sicherheitsdienst.

Start im Februar
Die ersten Impfungen gab es am 27. Dezember 2020 für Seniorinnen und Senioren in drei Pflegeeinrichtungen in Lünen, Schwerte und Unna. Eröffnet wurde das Impfzentrum dann am 8. Februar – zunächst nach Impfpriorisierung für die über 80-Jährigen. Auf fünf Impfstraßen impften die Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sieben Tage in der Woche. Die Nachfrage nach Terminen war hoch, sodass die Kapazität zum 27. April zunächst auf sechs Impfstraßen und nach einem Umbau auch auf zehn Impfstraßen erhöht werden konnte.

Nach den 80-Jährigen rückten nach und nach weitere berechtigte Personengruppen auf, bis im Juni die Priorisierung ganz aufgehoben wurde. Durch das Gesundheitsamt wurden unter anderem auch die Impfungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Pflegediensten und Arztpraxen im Impfzentrum organisiert. Darüber hinaus wurden die Impfungen in den diversen Einrichtungen im Kreis Unna – unter anderem in Alten- und Pflegeheimen – durch das Gesundheitsamt koordiniert. Auch die Impfstoffbestellungen für diese Impfungen erfolgten durch das Gesundheitsamt.

Mitte Juli starteten dann die mobilen Impfungen – vor Ort sollten noch mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen. Anfang September ließ die Nachfrage nach dem Impfstoff dann stark nach, sodass die Öffnungszeiten eingeschränkt wurden. Jetzt schließt das Impfzentrum Kreis Unna wie alle Zentren in NRW am 30. September komplett.

Zahlen, Daten, Fakten
497.385 Impfungen sind insgesamt im Kreis Unna dokumentiert (Stand: 20. September). 211.017 davon im Impfzentrum, 218.852 in Arztpraxen, 14.244 im Krankenhaus und 53.272 durch mobile Teams. Insgesamt sind 248.329 Erstimpfungen, 235.411 Zweitimpfungen und 1.685 Booster-Impfungen verteilt worden. Komplett geimpft (inklusive Johnson&Johnson) gelten 247.371 Menschen im Kreis Unna. Das entspricht einem Anteil von 62,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (393.618).

Impfstärkster Monat war der Juni mit 112.528 Impfungen, als die Priorisierung aufgehoben wurde. Der mit Abstand am häufigsten verimpfte Impfstoff war der von BioNTech (rund 80 Prozent), gefolgt von AstraZeneca (rund 13 Prozent), Moderna (rund 5 Prozent) und Johnson&Johnson (rund 2 Prozent). Im Impfzentrum selbst (211.017 Impfungen) sieht es ähnlich aus: Am öftesten wurden die Spritzen mit dem Vakzin von BioNTech aufgefüllt (81,9 Prozent), gefolgt von AstraZeneca (8,9 Prozent), Moderna (8,7 Prozent und Johnson&Johnson (0,4 Prozent).

Zusätzlich fanden in den Kommunen von März bis Juni Impfaktionen statt – damals noch nach Priorisierung etwa für Beschäftigte in den Kitas und Schulen sowie für Vorerkrankte. „An der Stelle müssen wir uns bei allen zehn Kommunen im Kreis bedanken, die uns teils sehr kurzfristig, flexibel und unbürokratisch bei der Umsetzung der Impfaktionen vor Ort unterstützt haben“, so Dezernent Hasche. Rund 28.000 Personen haben durch die mobilen Teams eine Impfung erhalten. Im Juli startete dann der Impfbus und die mobilen Impfangebote vor Ort. 85 Stationen in allen zehn Städten und Gemeinden gab es – 7.520 Menschen erhielten so eine Impfung.

Weiternutzung der Halle
Genutzt wurde als Impfzentrum die neue Kreissporthalle II. In der alten Kreissporthalle I ist das Testzentrum sowie der Nachbeobachtungsraum untergebracht. Künftig soll das Testzentrum in eine Hälfte der neuen Kreissporthalle II transferiert werden. Die alte Kreissporthalle I soll dann wieder durch die Schulen genutzt werden können.

Kreis stellt COVID-Impfeinheit (KoCI) auf
Das Land hat einen Plan vorgelegt, wie es für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW weitergeht: Ab dem 1. Oktober 2021 sollen sogenannten Koordinierenden COVID-Impfeinheiten (KoCI) eingerichtet werden. Diese Einheit besteht aus zwölf Personen, die schon vorher im Impfzentrum und seit Monaten mit der Bekämpfung der Pandemie beschäftigt waren.

Sie sollen in Zukunft sicherstellen, dass jede interessierte Person in einem Pflegeheim eine Auffrischungsimpfung erhält. Zudem sind die KoCIs als Vermittler zwischen Impflingen und Ärzten tätig und sie organisieren niederschwellige Impfangebote – aktuell ist also geplant, die mobilen Aktionen vor Ort weiter fortsetzen zu können. PK | PKU




Polizei sucht mit Lichtbildern nach Eigentümern von sichergestelltem Diebesgut

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Wie bereits polizeilich berichtet, hatte die Polizei im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Beschuldigten eines laufenden Ermittlungsverfahrens Mitte September umfangreiches Diebesgut sichergestellt. Wie angekündigt, sucht die Polizei nun mit Lichtbildern von den entwendeten Gegenständen nach den rechtmäßigen Eigentümern.

Geschädigte eines Diebstahls in den vergangenen Wochen, die ihre Gegenstände auf den Fotos wiedererkennen und einen Eigentumsnachweis vorbringen können, werden gebeten, sich an die Polizeiwache Kamen unter der Rufnummer 02307-921 3220 oder 9120 zu wenden.

Foto 1: Elektrischer Rasenmäher GARDENA Power Max Foto 2: Multibrush Speedcontrol Foto 3: Pumpe „Heating + Bubble“ Lay – Z – Spa Modell #54174 Foto 4: SUP Chillroy mit Paddel in Packsack Foto 5: Schlauchboot InShore III gelb/petrol in Packsack Foto 6: Motorradhelm IXS grün-schwarz-weiß Größe M Foto 7: German sports gun Sportgewehr GSG Modell AN500 Kal 4,5 1720220145022092D Foto 8: Sportgewehr Umarex 4,5 mm, braun M17296 Foto 9: Sportgewehr Diana Mod. 25D 4,5 mm braun

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Foto: Kreispolizeibehörde Unna




Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna: Neuer Geschäftsführer vorgestellt

V.l.: Landrat Mario Löhr mit den neuen Geschäftsführer Sascha Dorday und Dr. Michael Dannebom. Foto: Anika Wetzlar WFG

Es stehen mit dem Kohleausstieg wirtschaftlich große Herausforderungen im Kreis Unna an – ein Strukturwandel, den vor allem auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) gestalten soll. Eine große Aufgabe und viel Verantwortung für Sascha Dorday, den künftigen Geschäftsführer der WFG.

Dorday löst Dr. Michael Dannebom zum 1. Januar 2022 ab, der seit 31 Jahren die Gesellschaft führte. Landrat Löhr dankt ihm für seine Arbeit: „Dr. Dannebom hat die WFG von einer Projektgesellschaft zu einer modernden Dienstleistungsgesellschaft weiterentwickelt und die Entwicklung des Kreises Unna zum führenden Logistikstandort entscheidend mitgeprägt. Eine großartige Arbeit, für die ich mich bedanke.“ Dannebom verabschiedet sich in 2022 in den Ruhestand. Bis dahin begleitet er mit seiner Fachexpertise weitere Projekte im Zusammenhang mit der Wirtschaftsförderung im Kreis Unna.

Dorday übernimmt
Jetzt übernimmt Sascha Dorday. Er ist 1978 in Berlin geboren und hat an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster Geographie, Politikwissenschaften und Öffentliches Recht studiert. Er ist ausgebildeter Systemischer Business Coach und seit 2012 als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH und als Vorstandsmitglied der Stiftung Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen tätig.  Zuvor wirkte er mehrere Jahre als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungen in Schwelm sowie in Schmallenberg.

Er engagiert sich in der Lehre mit Lehraufträgen am Institut für Geographie der WWU Münster und als Lehrbeauftragter im Studiengang BWL-Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Am Technologiestandort Sindelfingen ist Sascha Dorday Treiber eines Gründungsökosystems mit besonderem Fokus auf die Diversifizierung der Wirtschaft. Seine Verbundenheit zu Nordrhein-Westfalen führt ihn nun zurück in seine Wahlheimat.

Strukturwandel ist auch eine Chance
„Der Kreis Unna steht insbesondere mit dem Strukturwandel in der Kohleindustrie vor großen Herausforderungen und damit besonderen Chancen, die ich anpacken will. Neben einer aktiven Gewerbeflächenentwicklung und der Ansiedlung innovativer Unternehmen sind mir die Zukunftsthemen grüne Energie, Digitalisierungskompetenz und Fachkräftesicherung besonders wichtig und geeignet, den Wirtschaftsstandort Kreis Unna zukunftsfest zu machen“, sagt Sascha Dorday und ergänzt: „Ich freue mich sehr darauf, an diesen Themen gemeinsam mit dem Team der WFG und unseren Partnern in Kommunen, Verbänden und Unternehmen zu arbeiten.“

Landrat Löhr wünscht dabei viel Erfolg: „Ich bin froh, dass wir mit Dorday einen so geeigneten Kandidaten gewinnen konnten und sich der Aufsichtsrat einstimmig für ihn entschieden hat. Ich wünsche ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg!“ PK | PKU