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Pflege- und Wohnberatung: Kurzzeitig nur eingeschränkt erreichbar

Die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna ist in der Zeit vom 7. bis zum 18. Juni nicht durchgehend besetzt. Pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige und andere Ratsuchende können sich in dieser Zeit telefonisch unter Tel. 0 23 07 / 28 99 06 0 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei) an die Beratungsstelle wenden.

Es ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der regelmäßig abgehört wird, so dass Beratungsanfragen zeitnah beantwortet werden. Ebenfalls ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail an pwb@kreis-unna.de möglich. Die Beratung erfolgt kostenfrei und anbieterunabhängig.

Hintergrund
Die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna bietet:

Informationen über die Leistungen der Pflegeversicherung
Hilfen bei der Antragstellung
Vorbereitung auf die Begutachtung zur Feststellung eines Pflegegrades
Information über Betreuungs- und Pflegeangebote im Kreis Unna und deren Kosten
Beratung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige
Information über Hilfsmittel wie z.B. Herdüberwachung oder Treppensteighilfen
Beratung bei barrierefreien Umbaumaßnahmen

PK | PKU




Anträge auf Elterngeld: Bearbeitung dauert bis zu acht Wochen

Die Elterngeldstelle beim Fachbereich Familie und Jugend muss auf einen langfristigen personellen Engpass reagieren. Das teilt der Kreis Unna mit. Um den Eltern das dringend benötigte Geld schnellstmöglich überweisen zu können, ist die Elterngeldstelle ab morgen, Dienstag, 1. Juni bis auf Weiteres telefonisch nicht mehr zu erreichen.

Der Fachbereich Familie und Jugend ist für alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet für die Auszahlung von Elterngeld zuständig. Aktuell dauert die Bearbeitung der Anträge bis zu acht Wochen. Damit die Bescheide möglichst schnell wieder zügiger verschickt werden, müssen zunächst Rückstände abgearbeitet werden.

Mit Anfragen überflutet
„Wir können gut verstehen, dass junge Eltern sich gerade jetzt nach dem Bearbeitungsstand erkundigen“, unterstreicht Fachbereichsleiterin Katja Schuon. „Derzeit wird die Elterngeldstelle jedoch mit telefonischen Anfragen überflutet – was dazu führt, dass sich die Bearbeitungszeiten weiter verlängern.“

Deshalb wird die Elterngeldstelle zunächst telefonisch nicht mehr erreichbar sein. Eltern werden gebeten, sich mit eiligen Fragen, die nicht den Bearbeitungsstand betreffen, per E-Mail an elterngeld@kreis-unna.de zu wenden. Sie erhalten dann eine schnellstmögliche Antwort.

Hilfreiche Tipps im Internet
Viele Antworten auf Fragen rund ums Elterngeld sind in einer FAQ-Liste zusammengefasst. Sie findet sich auf www.kreis-unna.de/elterngeld. Hier gibt es unter anderem auch Antragsvordrucke, einen Elterngeldrechner und viele hilfreiche Links. PK | PKU




Coronavirus: 14 neue Fälle über Pfingsten in Bergkamen – Inzidenz für den Kreis Unna bei 70,9

Heute ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist eine 68-jährige Frau aus Lünen am 22. Mai.

56 neue Fälle sind heute und über das Pfingst-Wochenende gemeldet worden, 14 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 18.697 Fälle gemeldet worden, 1817 in Bergkamen. 237 Personen mehr gelten als wieder genesen, 16 n Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 974, in Bergkamen bei 171.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 70,9 (Datenstand 25. Mai 2021 – 3:12 Uhr).

Seit Samstag, 22. Mai sind Lockerungen in Kraft. Damit darf unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem wieder die Außengastronomie öffnen. Bedingung ist in der Gastronomie – wie übrigens auch an vielen weiteren Stellen – ein aktuelles negatives Testergebnis. Der Test darf dann bis zu 48 Stunden alt sein. Nur wer vollständig geimpft oder genesen ist, braucht keinen negativen Test. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ersetzt den Nachweis eines negativen Testergebnisses.

Einzelhandel

Getestet, geimpft oder genesen – das gilt auch für Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen. Die Kundenanzahl muss auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter begrenzt werden. Unabhängig von Tests & Co. besucht werden dürfen natürlich weiterhin Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Optiker oder Blumengeschäfte.

Kultur und Sport

Lockerungen gibt es auch in Sport und Kultur: So ist unter anderem der Besuch von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen nach vorheriger Terminbuchung möglich. Kontaktfreier Sport darf draußen jetzt wieder mit bis zu 20 Personen ausgeübt werden.

Kontakte

Kontaktbeschränkungen bleiben, solange noch nicht alle geimpft sind, das A und O der Pandemiebekämpfung. Erlaubt sind Treffen im öffentlichen und privaten Raum von Personen des eigenen Haushalts plus einer weiteren Person oder wieder fünf Personen aus zwei Haushalten. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Diese und weitere Regeln für die jeweiligen Inzidenzen finden sich in einer Übersicht des Landes unter:  www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw.

Weitere Informationen zu den aktuell geltenden Regeln




Peuckmanns neuer Krimi „Buchempfehlung der Woche“

Heinrich Peuckmann

Eine ehrenvolle Anerkennung hat Heinrich Peuckmanns neuer Krimi „Sprung von der Brücke“ erfahren, denn er ist zur „Buchempfehlung der Woche“ bei der größten Krimiautorenvereinigung Europas, dem „Syndikat“, gewählt worden. Dort wird auf der Startseite der Homepage auf den Krimi hingewiesen, ergänzt werden die Angaben durch ein Interview mit dem Autor.

„Sprung von der Brücke“ ist für Peuckmann ein Jubiläumsband, denn er ist der zehnte Krimi in seiner Reihe mit dem pensionierten Kommissar Bernhard Völkel. Peuckmann freut sich über dieses Jubiläum, denn er merkt, dass das Interesse an Völkel ungebrochen ist. „Es gibt Fans, die warten schon auf das nächste Abenteuer von ihm“, sagt er.

Ein Mann springt zu Beginn des Romans von einer Brücke. Spuren von Gewalt sind nicht erkennbar, also muss es sich um einen Selbstmord handeln, denkt die Polizei. Aber Ehefrau und Tochter des Toten wollen das nicht glauben. Sie bitten Bernhard Völkel nachzuforschen. Der Tote war viel zu optimistisch, warum sollte er sich umbringen? Völkel beginnt zögerlich zu recherchieren, als aber kurz darauf wieder ein Mann von einer Brücke springt, merkt er, dass mehr dahintersteckt. Nach und nach wird eine tragische, schreckliche Geschichte erkennbar, die längst vergessen schien.

„Sprung von der Brücke“ hat bisher viel Aufmerksamkeit erfahren. Vor gut einer Woche erschien eine lange, äußerst positive Besprechung in der großen Leipziger Volkszeitung. „Das Syndikat“ hat nun also mit seiner „Buchempfehlung der Woche“ nachgezogen. Weitere Besprechungen sind verabredet. Bald wird es das Ende des Lockdowns möglich machen, dass Peuckmann mit dem neuen Roman auf Lesetour geht, worauf er sich freut. „Das Gespräch mit den Zuhörern hat immer eine besondere Qualität“, sagt er.

Heinrich Peuckmann: Sprung von Brücke. Lychatz Verlag Leipzig, 9.95 Euro




Erfolg für Merle Steinberg: Schülerin der Musikschule Bergkamen gewinnt zweiten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert

Merle Steinberg gewann mit ihrer Querflöte den 2. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert. Foto: Frauke Steinberg

Merle Steinberg beeindruckte mit ihrem Flötenspiel die Jury beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, der dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie als Videowettbewerb stattfand.

Die Schülerin der Musikschule Bergkamen überzeugte mit einem auswendig gespielten Programm von 20 Minuten Länge und gewann mit 23 Punkten einen zweiten Preis. Extra für den Bundeswettbewerb hatte sie ein neues Konzertprogramm einstudiert und präsentierte Werke aus dem Rokoko, der Romantik und der Moderne. „Durch Corona hatte ich mehr Zeit als sonst im regulären Schulbetrieb und hatte Lust, neue Stücke kennenzulernen. Die Musikschule hat mich bei den Proben und der nötigen Videoaufnahme sehr unterstützt“, sagt die junge Preisträgerin.

„Merle hat aus den schwierigen Arbeitsbedingungen dieses Halbjahres wirklich das Beste herausgeholt. Ich gratuliere ihr im Namen der Musikschule Bergkamen zu dem Erfolg“, sagt Anne Horstmann, die ihre talentierte Schülerin seit drei Jahren als Flötenlehrerin an der Musikschule Bergkamen betreut. „Ich wünsche ihr und allen Musikerinnen und Musikern bald wieder live auftreten und zusammen spielen zu können!“

Der diesjährige Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fand als Videowettbewerb statt. Die Teilnehmer mussten eine Videoaufnahme ihres Programmes einschicken und vier Wochen auf die Ergebnisse warten. Am Pfingstwochenende wurden die Wertungen bekannt gegeben. Drei Wochen zuvor hatte Merle Steinberg bereits den Jugendkulturpreis der Stadt Wuppertal in einem live gespielten Wettbewerb gewonnen.




Jahresausstellung Wegmarke Rhythmus der „kunstwerkstatt sohle 1“ ab Sonntag online

Ebbe – Flut

Tag – Nacht

Sommer – Winter

Der Rhythmus ihres Wechsels ist vorhersehbar.

Nicht vorhersehbar dagegen ist, was den Mitgliedern der kunstwerkstatt sohle 1 zum Thema Rhythmus einfällt.“

So ist die Ausstellung, die eigentlich am 30. 5. in der Galerie Sohle 1 beginnen sollte im Heft „Kultur in Bergkamen“ angekündigt. Nicht vorhersehbar war allerdings auch, dass die Pandemie uns noch immer recht fest im Griff hat, wenngleich langsam die Hoffnung auf Besserung berechtigt ist. Und ebenso wenig waren die  Verzögerungen u. ä. der Baumaßnahmen an und im Gebäude des Museums und der Galerie vorher zu sehen.

Um dennoch das Ergebnis der Arbeit an dem Thema Rhythmus in die Öffentlichkeit bringen zu können, haben sich die Mitglieder der kunstwerkstatt sohle 1 einiges einfallen lassen:

Zunächst einmal kann jeder Kunstinteressierte, der über ein entsprechendes Endgerät verfügt, sich einen Eindruck von der Ausstellung in digitaler Form machen: Entweder über die Homepage der kunstwerkstatt, https://kunstwerkstatt-sohle1.jimdofree.com/,  die ihn weiter zu YouTube leitet oder über die Seite der Galerie www.galerie-sohle1.de (vom 30. Mai unter bis zum 4. Juni). Hier ist von jedem teilnehmenden Künstler zumindest ein Werk zu sehen. Nahezu vollständig ist die Werkschau im diesjährigen wieder von Thea Holzer gestalteten Katalog zu finden, der für 5,- € im Kulturreferat (Rathausplatz 4) zu erwerben ist. Nicht nur die Werke sind abgebildet, auch Hintergrundinformationen und Gedanken zum Werk sind auf den über 70 Seiten enthalten. Wer jedoch auch beide von Marij Neumann gestalteten Filmchen sehen und alle Werke direkt auf sich wirken lassen möchte, der sollte sich das letzte Wochenende im Oktober vormerken. Am 30./31. Oktober wollen die beteiligten Künstlerinnen und Künstler die jährliche Kunstlese dazu nutzen, ihre Werke in der Ökologiestation präsentieren. Und auch dort wird es den Katalog natürlich noch geben.

Ob es gelingen wird, zu diesem Termin auch die Gastkünstlerinnen aus Hettstedt nach Bergkamen zu locken, ist noch nicht gewiss, aber die Werke sollen schon gezeigt werden. Anlässlich des Jubiläums der 25. Jahresausstellung waren nämlich Kunstschaffende aus Hettstedt eingeladen, sich an der Ausstellung zu beteiligen und zu zeigen, was ihnen zum Thema Rhythmus eingefallen ist – und vier Künstlerinnen haben mitgemacht. Im Katalog und im Video sind sie auf jeden Fall vertreten.




Stadtbibliothek Bergkamen ab kommenden Donnerstag wieder geöffnet

Die Stadtbibliothek Bergkamen wird am kommenden Donnerstag (27.05.2021) endlich wieder öffnen. Entsprechend der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW und des Infektionsschutzgesetzes darf sie unter Einhaltung der Hygienebestimmungen (u.a. AHA-Regeln, einfache Rückverfolgbarkeit) wieder für die Ausleihe und Rückgabe von Medien öffnen. Um den Kontakt zu minimieren, bietet die Stadtbibliothek weiterhin die Bestellung von „Medien zur Abholung“ an. Dabei können telefonisch (02307/983500) oder per eMail (stadtbibliothek@bergkamen.de) Medien bestellt werden, die nach Absprache zum nächsten Öffnungstag während der Öffnungszeit fertig verpackt und auf den Bibliotheksausweis verbucht abgeholt werden können. Für den Besuch ist kein Termin nötig!

Die Öffnungszeiten werden zunächst wie folgt sein

Dienstag              10-12 und 14-18 Uhr
Mittwoch            10-12 und 14-18 Uhr
Donnerstag        14-18 Uhr
Freitag                 10-14 Uhr
Samstag               10-12.30 Uhr

Die Mittagssschließung ist weiterhin nötig, um eine Zwischenreinigung mit der Desinfektion aller Kontaktflächen durchzuführen.

Besonders mit den Öffnungszeiten bis 18 Uhr und dem geöffneten Samstag möchte die Stadtbibliothek möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern wieder den Zugang zu Medien ermöglichen.

Bei der Nutzung der Stadtbibliothek gelten folgende Regeln

  • Ein Zugang zur Stadtbibliothek erfolgt nur für Besucher mit einem gültigen Büchereiausweis bzw. für Besucher, die Ihren Ausweis verlängern oder einen neuen Büchereiausweis ausstellen lassen möchten,
  • Es ist ein Abstand von 2 Metern einzuhalten,
  • Das Tragen von medizinischen Masken des Mund-Nasen-Schutzes ist im gesamten Publikumsbereich der Stadtbibliothek während der Öffnungszeiten für Besucher und Mitarbeiter Pflicht.
  • Die Anzahl der gleichzeitig im Publikumsbereich der Stadtbibliothek befindlichen Besucher ist auf 20 Personen eingeschränkt Die Steuerung des Zutritts erfolgt über die Ausgabe von Bibliothekskörben, die nach Verwendung desinfiziert werden.
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen die Stadtbibliothek momentan leider nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten.
  • Der Aufenthalt ist auf maximal 20 Minuten begrenzt, damit möglichst vielen Besuchern der Zugang ermöglicht wird,
  • Die Nutzung der Stadtbibliothek ist derzeit zu Recherchezwecken an den vorhandenen Katalog-PCs und zur Rückgabe bzw. Ausleihe von Medien möglich
  • Die Internet-PCs, die Arbeitstische und Sitzmöglichkeiten dürfen nicht genutzt werden,
  • Alle Medien werden nach der Rückgabe in einem gekennzeichneten Bereich für minimal drei Tage einer Quarantäne ausgesetzt. Erst nach Ablauf dieser Quarantäne werden die Medien zurückgebucht und anderen Besuchern wieder zur Ausleihe zur Verfügung gestellt.

Entsprechend der Coronschutzverordnung ist die Stadtbibliothek u.a. verpflichtet, die einfache Rückverfolgbarkeit zu leisten. Diese besagt, dass von allen Besuchern folgende Daten zu erfassen sind:  Name, Adresse, Telefonnummer und Zeitraum des Aufenthalts. Diese Daten werden für vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet.

Die Leihfristen der Medien werden durch das Team der Stadtbibliothek zunächst noch automatisch bis Ende Juni verlängert.

Das Team der Stadtbibliothek war auch während des letzten Lockdowns nicht untätig. So wurden die Romane weiter umgearbeitet und stehen jetzt in Interessenkreisen wie z.B. Liebe, Historisches, Familie, Frauen. Auch im Kinderbereich wurden neue Möbel angeschafft, die jetzt die Medien ganz anders präsentieren. Auch der Bestand an Tonie-Figuren wurde ausgebaut. Und natürlich hat die Stadtbibliothek laufend aktuelle Medien angeschafft, die jetzt zur Ausleihe bereit stehen.




Beschädigten Golf nach nächtlichem Verkehrsunfall auf der Jahnstraße zurückgelassen – mutmaßlicher Fahren offensichtlich angetrunken

Am frühen Samstagmorgen gegen 02:10 Uhr wurde der Polizeileitstelle Unna gemeldet, dass auf der Jahnstraße ein Pkw verunfallt und eine Person in Richtung Pantenweg weggelaufen sei. Eintreffende Polizeikräfte fanden einen beschädigten VW Golf, zugelassen auf eine Autovermietungsfirma, mit ausgelösten Airbags vor. Insassen waren nicht mehr im Fahrzeug oder in der Umgebung anzutreffen.

Anhand der vorgefundenen Spurenlage dürfte der PKW in Kurvenbereich aus zunächst nicht abschließend geklärten Gründen von der Fahrbahn abgekommen sein, mit einem Holzzaun und einem Metallzaun zweier Privat-Grundstücke und einem Verkehrszeichen kollidiert sein und dann nach einer Drehung zum Stehen gekommen sein. Im Fahrzeug wurden Hinweise auf die Identität des Fahrzeugführers, eines 23-jährigen Mannes aus Bergkamen, entdeckt. Als Einsatzkräfte seine Anschrift aufsuchten, kehrte er offensichtlich gerade nach Hause zurück.

Da sich Anzeichen für eine Alkoholisierung ergaben, wurde er zur Polizeiwache Kamen gebracht, wo ihm durch einen Arzt ein Blutprobe entnommen wurde. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er anschließend entlassen. Der verunfallte Pkw wurde sichergestellt. Der entstandene Sachschaden am Pkw wird auf etwa 32.000 Euro, die Schäden an den beiden Zäunen und dem Verkehrszeichen werden auf insgesamt etwa 2.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss und unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie zum Hergang des Unfalls dauern an.




22. Mai: Tag der Artenvielfalt – Anzahl der Wasserinsektenarten in der Lippe ist um das 11-fache gestiegen

Blauflügel-Prachtlibelle. Foto: P. Achenbach / EGLV

Käfern & Co. geht es schlecht. Der Verlust von Lebensräumen, Belastungen durch Pestizide, Bedrohung durch invasive Arten und der Klimawandel sorgen für ein drastisches Insektensterben. Dass man aktiv gegensteuern kann, zeigt eine neue Untersuchung des Lippeverbandes, die am „Tag der Artenvielfalt“ (22. Mai) hoffnungsvoll stimmt: Seit den 1970-Jahren haben die Modernisierung von Kläranlagen und Renaturierungen die Wasserqualität der Lippe so deutlich verbessert, dass es heute elfmal so viele Wasserinsektenarten gibt wie noch vor 50 Jahren. Auch die reine Anzahl an Einzeltieren hat erheblich zugenommen.

Vor den 1970-Jahren galt die Lippe als nahezu toter Fluss. Dass sie heute – auch dank des Programms „Lebendige Lippe“ – wieder ein wertvoller Lebensraum ist, belegen Daten, die in den letzten 50 Jahren durch standardisierte Beprobungen erhoben worden sind. Während zwischen den Jahren 1970 bis 1975 nur rund 13 verschiedene Insektenarten in der Lippe nachgewiesen wurden, ist die Zahl zwischen 2015 bis 2020 auf regelmäßig 150 Arten gestiegen!

Investitionen in Gewässergüte lohnen

„Die Untersuchung zeigt, dass Investitionen in Maßnahmen zur Steigerung der Gewässergüte lohnenswert sind für Mensch und Natur. Ökologisch intakte Gewässer sind Hotspots der Biodiversität. Dennoch bleibt viel zu tun: Der externe Eintrag an Phosphat und Nitrat in die Gewässer ist noch immer zu hoch“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Damit nimmt er Bezug auf die Geschichte des längsten Flusses in Nordrhein-Westfalen als „Arbeitstier“. Besonders industrielle Einleitungen haben der Lippe in der Vergangenheit zugesetzt. Die Belastung durch Einleitungen von erwärmtem Kühlwasser ist heute zwar weitestgehend zurückgegangen, aber dennoch präsent. Auch das hat die Ausbreitung von sogenannten Neozoen, also eingewanderten oder eingeschleppten Tierarten begünstigt. Sie fühlen sich im warmen Wasser besonders wohl und verdrängen häufig die heimische Flussfauna. Flussbegradigungen, Laufverkürzungen und Uferbefestigungen haben sich zusätzlich negativ auf die Gewässergüte ausgewirkt – es entstand eine einförmige, schnell strömende, eher lebensfeindliche Unterwasserwelt.

„Der Zuwachs weiterer Arten stimmt uns hoffnungsvoll!“

„Mehrere Studien haben belegt, dass Erholung und Neubesiedlung von wasserlebenden Organismen nach beendeten Maßnahmen nicht innerhalb kurzer Zeiträume, sondern in Abhängigkeit der herrschenden Bedingungen teilweise sehr lange dauern können“, weiß der Biologe Dr. Mario Sommerhäuser vom Lippeverband. Während Anfang der 1970er-Jahre nur widerstandsfähige Nicht-Insektenarten wie die Wasserassel oder die Gemeine Schnauzenschnecke in der Lippe überlebten, kehrten dann zunächst Arten zurück, die eher tolerant auf Belastungen reagieren. „Der Zuwachs weiterer Arten der Libellen, Eintags- und Köcherfliegen stimmt uns hoffnungsvoll. Je mehr Lebensräume wir in der Lippe reaktivieren können, umso besser für die Artenvielfalt.“ Abgestorbene Baumstämme im Uferbereich, naturbelassene Uferkanten, flache Auenbereiche – all dies zahlt auf die Gewässerqualität ein.

Lippeverband erwartet weitere positive Effekte

Bestes Beispiel ist Wesel: Hier konnten nach der 2014 abgeschlossenen Renaturierung des Mündungsbereichs zwei Jahre später bereits rund 600 Tier- und 425 Pflanzenarten im Fluss und besonders in der Aue nachgewiesen werden. Die abgeschlossene Umgestaltung der Lippe im Bereich Datteln und Olfen beobachtet der Lippeverband aktuell noch. Derzeitige Maßnahmen wie der Erlebensraum Lippeauen in Hamm, die Deichrückverlegung HaLiMa zwischen Haltern und Marl oder die anstehende Renaturierung zwischen Werne und Lünen werden langfristig weitere positive Effekte für die Lippe mit sich bringen.

Dramatik des Insektensterbens bleibt

„Es muss aber auch betont werden: Die Studie zur Entwicklung der Wasserinsekten in der Lippe entkräftet die Dramatik des Insektensterbens in keiner Weise. Vielmehr zeigt sie, dass sich ein ehemals fast totes Gewässer durch aktives Handeln positiv entwickeln kann und wir diese Maßnahmen weiterverfolgen sollten“, betont Mario Sommerhäuser abschließend.

Infobox:

Im Laufe der letzten zehn Jahre haben sich in der Lippe seltene und sogar bedrohte Arten, die auf der „Roten Liste“ stehen, niedergelassen. Das Vorkommen dieser Tiere spiegelt die verbesserte Wasserqualität und die abschnittsweise vorhandenen naturnahen Bedingungen wider. Im Zuge der Renaturierung der Lippe haben sich so z.B. Güteanzeiger wie die Dänische Eintagsfliege (Ephemera danica), die Köcherfliegenarten Hydropsyche exocellata und Hydropsyche contubernalis, die Libellenart „Gemeine Keiljungfer“ (Gomphus vulgatissimus) und die bedrohte „Gemeine Kahnschnecke“ (Theodoxus fluviatilis) angesiedelt. Auch der Uferbereich der Lippe, d.h. der Grenzbereich zwischen Fluss und Land, dient in einigen Abschnitten bedrohten Tierarten von NRW als Refugialraum, so z.B. für die Laufkäferart „Gestreifte Ahlenläufer“ (Bembidion striata) oder für die Flussuferspinne (Arctosa cinerea).

Hintergrund

Wasserinsekten in der Lippe: Die Auswertung bezieht sich auf die 147 Fließkilometer der Lippe im Verbandsgebiet zwischen Lippborg und Wesel. Die Daten wurden durch das Kooperationslabor des Ruhrverbandes, der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes nach einem standardisierten Verfahren erhoben und im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit von Maren Christiane Deuster (Universität Duisburg-Essen) analysiert.

Beprobung: Ein Team von Hydrobiologinnen und -biologen nimmt und analysiert biologische Gewässerproben im gesamten Lippeverbandsgebiet. Für die Hydrobiologen erstreckt sich ein riesiges Arbeitsfeld entlang der Lippe – 431 Kilometer lang sind die Wasserläufe im Verbandsgebiet, 147 Kilometer davon macht allein die Lippe aus. Von März bis September sind die Teams in der Regel ein- bis zweimal pro Woche zur Probenentnahme an Gewässern.

An jeder Probestelle (30 Meter langer Gewässerabschnitt) werden 20 Teilproben genommen – alles nach einem genau festgelegten Schema, damit die Proben EU-weit vergleichbar sind. Die anschließende Bestimmung der Arten und deren Zählungen erfolgt im Labor. Die so ermittelte Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft verrät, in welchem Zustand das Gewässer ist. Für die Ermittlung des ökologischen Gesamtzustands werden dann weitere sogenannte biologische Qualitätskomponenten genutzt, z. B. Fische oder Wasserpflanzen. Auch Parameter wie Temperatur, Sauerstoff und Nährstoffe fließen in die Bewertung mit ein. Die Beprobungen dienen als Grundlage für Gewässergütekarten, die gemeinsam mit dem Land NRW erarbeitet werden – immer vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die bis 2027 eine „gute Qualität“ aller Gewässer in den Mitgliedsländern vorschreibt.

Programm „Lebendige Lippe“: Die Lippe ist ein 220 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt in Bad Lippspringe und mündet in Wesel in den Rhein. Auf der rund 147 Kilometer langen Strecke zwischen Lippborg und Wesel fließt die Lippe durch das Gebiet des Lippeverbandes. Hier hat das Land NRW die Unterhaltung und den Ausbau des Flusses an den Lippeverband übertragen. Der Wasserverband übernimmt auch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu hat das Land im Jahre 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ aufgelegt, das der Lippeverband umsetzt. Das übergeordnete Ziel des Programms „Lebendige Lippe“ ist die langfristige Verbesserung und Wiederherstellung eines intakten Fluss-Auen-Ökosystems mit einer Erhaltung und Entwicklung von fluss- und auentypischen Strukturen und Lebensgemeinschaften. Für das Landesgewässer Lippe werden zu 100 Prozent Landesmittel eingesetzt.

Europäische Wasserrahmenrichtlinie: Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) wird nicht nur ein „guter Zustand“ für alle Gewässer in den Mitgliedsstaaten der EU bis zum Jahr 2027 gefordert. Seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2000 ist auch die ganzheitliche Betrachtung von Fluss-Einzugsgebieten Allgemeingut geworden. Danach ist der gesamte Fluss von der Quelle bis zur Mündung als Einheit zu sehen. Maßnahmen, die an irgendeiner Stelle des Gewässersystems zu Veränderungen führen, wirken sich auch in anderen Teilen des Einzugsgebiets aus.

Der Lippeverband: Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.

Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren. www.eglv.de




Alle haben schon eine Stelle – Fachschule für Pflegeberufe: Neue Fachkräfte starten ins Berufsleben

Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer (rechts) und Pflegelehrerin Annette Müsch haben allen Absolventinnen und Absolventen ein Segenskreuz zur Erinnerung an die Ausbildungszeit mit auf den Weg gegeben. Foto: drh

Einen besonderen Grund zur Freude haben 20 Auszubildende der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg: Sie haben erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden und sind nun staatlich anerkannte Altenpflegerinnen  und -pfleger. Und nicht nur das: Alle haben schon eine Stelle im Umkreis gefunden. Viele wurden auch direkt von ihren Ausbildungsträgern übernommen.

Die feierliche Zeugnisübergabe mit Familien und Ausbildungsträgern konnte pandemiebedingt leider nicht stattfinden. Dafür wurde der Pflegenachwuchs jetzt nach und nach in kleinen Gruppen verabschiedet, natürlich unter Einhaltung aller Schutz- und Hygienemaßnahmen. „Über das bestandene Examen können Sie sich gleich doppelt freuen“, gratulierte Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer den Auszubildenden. „Sie mussten sich in der Corona-Krise unter besonderen Bedingungen zum größten Teil zu Hause auf ihre Prüfung vorbereiten. Natürlich war unsere digitale Unterrichts- und Lernplattform dabei  eine große Unterstützung. Aber Präsenzunterricht und direkter Kontakt wären in dieser Situation sicherlich noch besser gewesen.“ Auch Kursleiterin Annette Müsch wünschte ihren Schützlingen alles Gute für die Zukunft. Zum Schluss gab es für alle ein Segenskreuz als Andenken.

Ihre Zeugnisse erhielten: Khaled AlAlleiwi, Damian Blaas, Jillian-Christin Ehret, Sabrina Eichert, Franzisca Frigge, Jonas Glahn, Veronika Hirsch, Samara Inglis, Teresa Janda, Nicole Koch, Natalia Koscielak, Sylwia Mastalerz, Natalie Meinzer, Mariola Miemczyk, Xhesilda Nikolli, Jasmin Rohmann, Denise Stratmann, Denise Wolter, Hüseyin Yamak und Dennis Zakrzewski.

Der nächste Ausbildungskurs in Bergkamen hat bereits begonnen. Über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Pflegeschule können sich Interessierte gerne informieren und einen Platz reservieren lassen, Telefon 02307-98300-50. (drh)

Internet: www.diakonie-ruhr-hellweg.de




VKU-Schnellbus S30: Wegfall der Haltestelle Reinoldikirche

Ab dem Dienstag, 25. Mai findet auf der Kuckelke in Dortmund eine Baumaßnahme statt. Diese dauert voraussichtlich bis in den Herbst. Deshalb fährt die Linie S30 von Bergkamen nach Dortmund die Haltestelle „Reinoldikirche“ nicht an. Als Ersatz dient die Haltestelle „Brügmannplatz“.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:

Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).