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Bergkamen blüht auf: Vorboten der Stadtbildpflege erstrahlen

Blühende Frühlingsboten auf dem Ernst-Flüß-Platz in Weddinghofen.

Im Dezember hatte bekanntlich der Rat der Stadt Bergkamen die Maßnahme Stadtbildpflege und schnelles Eingreifteam beschlossen. Auch wenn seitens des Baudezernates die Einzelheiten aufgrund der ausgefallenen Ausschuss-Sitzungen nicht im Detail vorgestellt werden konnten, sind die ersten Vorboten bereits erkennbar.

An insgesamt sechs Standorten hatte der Baubetriebshof aus Restbudgetmitteln Ende vergangenen Jahres, gemeinsam mit einer Fachfirma, maschinell Blumenzwiebeln eingepflanzt. Wie man nach der sommerlichen Witterung der vergangenen Wochen erkennen konnte, mit buntem Erfolg. Gärtnermeister Michael Bartusch (52): „Wir hoffen, dass diese und weitere Maßnahmen im Rahmen des Projektes Stadtbildpflege seitens der Bergkamener Bevölkerung positiv begleitet werden.“




Über 2.100 Betriebe haben im März Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angezeigt

Die Agentur für Arbeit Hamm liefert eine erste Einschätzung zur wirtschaftlichen Auswirkung der Corona-Krise. Danach haben bis vergangenen Freitag über 2.100 Betriebe in Hamm und im Kreis Unna eine Anzeige auf Kurzarbeit gestellt. Bei den Zahlen handelt es sich jedoch um erste vorsichtige Hochrechnungen.

Mit der Anzeige von Kurzarbeit versuchen Betriebe, ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten und vor Arbeitslosigkeit zu bewahren. „Deshalb ist es gut, dass viele jetzt davon Gebrauch machen und in der Folge von den gelockerten Regelungen profitieren“, betont Agenturchef Thomas Helm.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise mit dem Höhepunkt der Nutzung von Kurzarbeitergeld im Mai 2009, zeigten knapp 780 Betriebe für rund 16.600 Menschen im Agenturbezirk Kurzarbeit an. Diese Marke scheint jetzt schon überschritten. Jedoch handelt es sich bei den aktuellen Zahlen um erste vorsichtige Hochrechnungen mit beschränkter Aussagekraft: „Wir werden die tatsächlichen Anträge abwarten müssen, um statistisch korrekt quantifizieren zu können. Derzeit laufen die Anzeigen auf Kurzarbeit auf verschiedenen Kanälen bei uns auf, teilweise auch mehrfach. Erst, wenn wir diese Ungenauigkeiten bereinigt haben, werden wir ein schärferes Bild erhalten. Die aktuellen Werte verstehen wir lediglich als ersten Indikator“, so Helm. Eins ist dem Agenturleiter jedoch besonders wichtig: „Kurzarbeitergeld ist eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält die Leistung. Ohne Wenn und Aber.“




35 neue Coronavirus-Fälle im Kreis Unna – Allein 24 in einem Seniorenheim in Fröndenberg

Am Dienstag  sind insgesamt 35 neue Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Damit hat das Gesundheitsamt insgesamt 235 Fälle verzeichnet. Die Neuinfizierten aus Fröndenberg/Ruhr (24) sind alle dem Schmallenbachhaus zuzuordnen. Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Bergkamen liegt weiterhin konstant bei 12.

Hier der Überblick zu den Fällen in den Kommunen des Kreises Unna.

30.03.2020 | 15 Uhr 31.03.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 12 12 +0
Bönen 8 8 +0
Fröndenberg 19 43 +24
Holzwickede 5 7 +2
Kamen 7 7 +0
Lünen 32 35 +3
Schwerte 42 45 +3
Selm 37 36 -1
Unna 26 28 +2
Werne 12 14 +2
Gesamt 200 235 +35

Infizierte stationär

29.03.2020 30.03.2020 Differenz (+/-)
Kreisweit 20 21 +1

Gesundete

13. KW
Kreisweit 38



Stadtverwaltung veröffentlicht Liste zu „Hilfen im Corona-Alltag“

Wie Bürgermeister Roland Schäfer bekannt gab, hat die Stadt Bergkamen unter der Überschrift „Hilfe im Corona-Alltag“ allgemeine Informationen sowie Hilfs- und Dienstleistungsangebote zusammengetragen, die in diesen Tagen allen Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere den Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne – dabei helfen können, ihren Alltag zu organisieren. Diese Angebote finden Sie auf der Homepage der Stadt Bergkamen mit dem Link https://www.bergkamen.de/hilfe-im-corona-alltag.html

Aufgrund der Vielzahl von Servicedienstleistungen, die teilweise auch schon vor der Corona-Krise existiert haben, war es nicht möglich, alle im Detail aufzulisten. Daher wurde in einem ersten Schritt der Schwerpunkt auf Hilfen bei der Grundversorgung und auf bislang bekannte ehrenamtliche Bürgerdienste gelegt. Über die Wirtschaftsförderung der Stadt Bergkamen sollen in einem weiteren Schritt alle Bergkamener Unternehmen die Möglichkeit bekommen, Ihren Service während der Corona-Krise auf der Homepage der Stadt Bergkamen kostenfrei vorzustellen. Eine ergänzende Pressemitteilung hierzu folgt.

„Wir wollen unsere Bürgerinnen und Bürgern in diesen Zeiten so gut es geht informieren und dabei unterstützen, ihren Alltag zu organisieren.“ Gleichzeitig wollen wir aber auch unseren lokalen Unternehmen in diesen Zeiten bestmöglich unter die Arme greifen.“ so Bürgermeister Roland Schäfer.

„Es ist eine schwierige Zeit, die uns alle trifft. Deshalb ist es wichtig zusammenzuhalten! Ich danke Ihnen allen. Bleiben Sie gesund!“ so Roland Schäfer abschließend.

Bürgerdienste:
Sie sind ein Verband, eine Organisation, ein Unternehmen, ein Verein oder eine neu gegründete Initiative, der / die in der Corona-Krise die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergkamen mit gezielten Hilfsangeboten unterstützt und wollen in die Liste aufgenommen werden? Dann melden Sie sich im Bürgermeisterbüro unter c.feldkamp@bergkamen.de oder 02307 / 965 – 237.

Unternehmensservice:
Sie haben einen Gastronomie-, Dienstleistungs- oder Handwerksbetrieb und wollen ihren Unternehmensservice während der Corona-Krise auf der Homepage der Stadt Bergkamen platzieren? Dann wenden Sie sich an die Wirtschaftsförderung der Stadt Bergkamen unter wirtschaftsfoerderung@bergkamen.de, Tel. 02307 / 965 – 215 oder nutzen Sie das Kontaktformular auf der Seite www.bergkamen.de/informationen-zum-corona-virus.html.




Freiwilliges Ökologisches Jahr: Kreis Unna hat noch freie Plätze

So könnte der neue Arbeitsplatz aussehen: Die Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen. Foto: Ralf Sänger

Umweltpädagogik, Landschaftsbau oder Natur- und Gewässerschutz – ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bietet viele Möglichkeiten. Interessierte können sich wieder online bewerben und den Freiwilligendienst im Kreis Unna absolvieren.

Willkommen sind vor allem Schulabgänger mit Haupt- oder Realschulabschluss zwischen 16 und 27 Jahren. Ab August können sich die FÖJler dann für den Natur- und Umweltschutz engagieren und dabei nicht nur in Sachen Umwelt Erfahrungen sammeln. Ermöglicht werden Einblicke in verschiedene ökologische Berufsfelder. Es gibt sogar ein kleines Taschengeld und geregelten Urlaub.

Einsatzstellen und Aufgaben
Einsatzstellen sind in der Waldschule Cappenberg und beim Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen – Haus Villigst in Schwerte. Auch der Kreis Unna bietet mit der Biologischen Station und dem Umweltzentrum Westfalen in der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen die Möglichkeit, das FÖJ zu absolvieren.

Das Aufgabenspektrum umfasst im Wesentlichen die praktische Naturschutzarbeit wie Landschaftspflege, Artenschutz und Gewässerpflege aber auch umweltpädagogische Arbeit. Außerdem nehmen die FÖJler an begleitenden Bildungsseminaren teil.

Bewerbungen sind ausschließlich über das Online-Bewerbungsverfahren des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe unter https://lwl-foej-bewerbung.de/ möglich. PK | PKU




Weitere mit Coronavirus Infizierte: Quarantäne für Schmallenbach-Haus angeordnet

Ende vergangener Woche verstarben zwei gesundheitlich vorbelastete und auch mit dem Coronavirus infizierte Bewohner des Schmallenbachhauses in Fröndenberg (Jahrgang 1932 und 1935). Die Gesundheitsbehörde des Kreises führte deshalb am Samstag (28. März) u.a. eine ärztliche Sichtung durch und nahm außerdem knapp 60 Abstriche von Personen (Bewohner und Pflegepersonal), die auf Corona hinweisende Symptome zeigten.

Nach Eingang der ersten Laborbefunde (beauftragt war ein Labor in Gelsenkirchen) steht fest, dass sich noch weitere Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung mit Sars-Cov2 infiziert haben. Da die Infizierten in verschiedenen Wohnbereichen untergebracht sind, ordnete die Kreisgesundheitsbehörde in Abstimmung mit der WTG-Behörde (früher Heimaufsicht) am heutigen Dienstag (31. März) an, die Einrichtung sowie das Schwesterhaus in der Fröndenberger Innenstadt mit sofortiger Wirkung unter Quarantäne zu stellen.

Parallel dazu und in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung begannen Gesundheitsbehörde und WTG-Behörde mit der Ermittlung von Kontaktpersonen innerhalb des Hauses (u.a. Pflegepersonal, hausinterner Pflegedienst, Servicekräfte), aber auch externer Kontaktpersonen wie etwa Hausärzten oder Dienstleistern.
Außerdem wird die bereits seit 27. März mit Schutzkleidung belieferte Einrichtung mit weiterer persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet. Im Laufe des Tages läuft darüber hinaus vor Ort die Testung weiterer Personen (Bewohner, Personal, Dienstleister) an.
PK | PKU




Corona hat den Arbeitsmarkt auch bei uns schwer getroffen

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 368 auf 14.292. Im Vergleich zu März 2019 ging die Arbeitslosigkeit um 199 (-1,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,9 Prozent. In Bergkamen ging die Zahl der Arbeitslosen um 25  auf 2.174 zurück. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 8 Prozent.
„In diesem Monat hat Corona mit großer Wucht das gesamte Leben erschüttert und zum Teil stillgelegt. Dies gilt natürlich auch für den Arbeitsmarkt im Kreis Unna, wenngleich es in den aktuellen Zahlen noch nicht zum Ausdruck kommt“, beschreibt Thomas Helm, Leiter der Hammer Arbeitsagentur.

„Stichtag für die Zahlen, die uns aktuell vorliegen, war der 12. März und damit ein Zeitpunkt, zu dem die Einschränkungen noch moderat waren. Was seither wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch geschehen ist, spiegelt sich in den Zahlen noch nicht wider, das wird erst im April der Fall sein. Somit ist die Aussagekraft der Statistik gerade sehr eingeschränkt und wir müssen mindestens den kommenden Monat für eine richtungweisende Aussage abwarten.“

An den generellen Effekten lässt der Arbeitsmarktexperte jedoch schon heute keine Zweifel aufkommen: „Corona hat den Arbeitsmarkt auch bei uns schwer getroffen und wird zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkender Beschäftigung führen. Entscheidend für das Ausmaß ist, wie lange der derzeitige Stillstand andauern wird. Können wir in den nächsten sechs bis acht Wochen zur Normalität zurückkehren, rechnen wir ab der zweiten Jahreshälfte mit einer Entspannung und sinkender Arbeitslosigkeit. Dann profitieren wir davon, dass der Arbeitsmarkt vor Corona im Kreis Unna sehr stabil und die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch war.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat nahezu homogen im Kreis Unna. In neun der zehn Kommunen sank sie. Den prozentual höchsten Rückgang verzeichnete Bönen (7,8 Prozent bzw. 52 auf 616). Danach folgen Holzwickede (-5,4 Prozent bzw. 26 auf 458), Unna (-3,1 Prozent bzw. 58 auf 1.808), Kamen (-3,1 Prozent bzw. 49 auf 1.554), Werne (-3,0 Prozent bzw. 24 auf 788), Lünen (-2,3 Prozent bzw. 102 auf 4.415), Selm (-1,8 Prozent bzw. 16 auf 859), Fröndenberg (-1,3 Prozent bzw. sieben auf 537), Bergkamen (-1,1 Prozent bzw. 25 auf 2.174). In Schwerte stieg die Arbeitslosigkeit leicht an (+0,9 Prozent bzw. 11 auf 1.282).    




Dritter Coronavirus-Todesfall im Kreis Unna: Frau aus Lünen verstorben

Im Kreis Unna gibt es im Zusammenhang mit dem Corona-Virus einen dritten Todesfall. Es handelt sich um eine Frau aus Lünen (Jahrgang 1945). Sie litt unter verschiedensten Vorerkrankungen und wurde am 21. März stationär in einem Krankenhaus aufgenommen, wo sie am 29. März verstarb.

Wie die Gesundheitsbehörde mitteilt, war die Frau nicht Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung.
PK | PKU




Im Kreis Unna sind jetzt 200 Coronavirus-Fälle gemeldet worden

Dem Gesundheitsamt des Kreises Unna sind am Montag (Stand 15 Uhr) elf weitere Coronavirus-Fälle gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl aller gemeldeten Fälle auf 200 an. Die Zahl der Fälle in Bergkamen liegt weiterhin bei 12.

Die meisten Infizierten befinden sich in häuslicher Quarantäne (179). 21 Erkrankte müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Hier der Überblick auf die Kommunen des Kreises Unna:

29.03.2020 | 12 Uhr 30.03.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 12 12 +0
Bönen 8 8 +0
Fröndenberg 16 19 +3
Holzwickede 5 5 +0
Kamen 6 7 +1
Lünen 32 32 +0
Schwerte 39 42 +3
Selm 35 37 +2
Unna 24 26 +2
Werne 12 12 +0
Gesamt 189 200 +11

Infizierte stationär

29.03.2020 30.03.2020 Differenz (+/-)
Kreisweit 20 21 +1

Gesundete

13. KW
Kreisweit 38



Bayer in Bergkamen und der Kreis Unna kooperieren bei der Herstellung von Desinfektionsmittel: Eine Hand wäscht die andere

Bayer-Mitarbeiter Wilfried Hannemann lagert 26 Kanister mit Desinfektionsmittel im Magazin ein. Der Kreis Unna erhielt eine noch etwas größere Menge. Foto: Bayer AG

Jede Ausnahmesituation hat auch ihre stillen Helden und kleinen Anekdoten, die Hoffnung machen. Eine dieser ermutigenden Geschichten, die sich jüngst zugetragen hat, verbindet Bergkamen mit Unna und Iserlohn und begann mit einer einfachen Frage. Angesichts des unübersehbaren Mangels an Desinfektionsmittel überlegte sich der Kreis Unna „Warum nicht selbst welches herstellen?“ und wandte sich an Bayer in Bergkamen – wohl wissend, dass das Unternehmen über Isopropanol verfügt; eine alkoholische Verbindung, die wesentlicher Bestandteil vieler Desinfektionsmittel ist.

Damit setzte er eine Kettenreaktion in Gang: Bayer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter prüften den Bestand und den Bedarf des Standortes, klärten Gebindegröße und die Frage nach der geeigneten Gefahrgut-Verpackung sowie die Etikettierung, gaben schließlich den Startschuss für das Abfüllen, bereiteten die vorgeschriebenen Begleitpapiere vor und koordinierten den Transport. Nachdem all das erledigt war, machten sich rund 700 l Isopropanol auf die Reise nach Iserlohn. Dort ist ein Unternehmen ansässig, das über eine amtliche Herstellerlaubnis für Desinfektionsmittel verfügt.

Bereits kurze Zeit später waren mehr als 1.000 l davon fertig. Etwas mehr als die Hälfte erhielt der Kreis Unna, der Rest ging an Bayer. „Selbst in schwierigsten Zeiten sind unter Einhaltung aller gesetzlichen Regelungen schnelle, flexible Lösungen möglich“, freut sich Thomas in der Weide, Pandemie-Beauftragter bei Bayer in Bergkamen. „Bayer hat den wichtigsten Rohstoff gespendet und der Kreis Unna die Produktionskosten übernommen – ein tolles Beispiel für Zusammenarbeit.“ Getreu dem bekannten Motto: Eine Hand wäscht die andere – was in diesen Zeiten bekanntlich besonders zu empfehlen ist.




Mehr illegale Müllkippen: Kreis leitet über 200 Verfahren ein

Die Zahl illegaler Abfallkippen ist gestiegen. Der Kreis Unna als Untere Abfallwirtschaftsbehörde hat im vergangenen Jahr 219 (2018: 181) ordnungsbehördliche Verfahren eingeleitet. Die Ermittlung der Täter ist oft schwierig.

Gartenabfälle, Haus- und Sperrmüll, metallische Abfälle, Bauschutt, Altfahrzeuge, Elektronikschrott, Verpackungsabfälle und sogar Sondermüll wie Fahrzeugbatterien und Altöle werden immer noch in großer Zahl auf Privatgrundstücken oder in der freien Landschaft entsorgt. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern belastet auch die Umwelt. Häufig sorgen die Verursacher für weitere Probleme: Wird der Müll nicht innerhalb kurzer Zeit beseitigt, stellen weitere Schmutzfinken noch mehr Abfall dazu.

Auch mehr Bußgeldverfahren
Die Zahl der eingeleiteten Bußgeldverfahren ist im vergangenen Jahr auf 113 gestiegen (2018: 100). Den Tätern auf die Schliche zu kommen, ist mitunter sehr aufwändig. „Häufig mangelt es an Zeugen, um die Verursacher ausfindig zu machen und diese zur Kostenerstattung heranziehen zu können“, berichtet Andreas Schneider, Sachgebietsleiter im Fachbereich Natur und Umwelt.

Die Mitarbeiter des Kreises verlassen sich aber nicht allein auf Augenzeugen, sondern recherchieren, ob der Abfall selbst Rückschlüsse auf den Verursacher zulässt.

Bürger zahlen die Zeche
Auf einem großen Teil des wilden Mülls bleibt die Allgemeinheit aber sitzen. „Das Entsorgen kostet viel Einsatz und Geld“, betont Andreas Schneider. „Und am Ende müssen alle Bürger die Zeche zahlen, weil diese Ausgaben in die Kalkulation der jeweiligen kommunalen Abfallgebühren einfließen.“

Wer eine illegale Abfallentsorgung im Kreisgebiet beobachtet und melden möchte, kann sich an den Kreis Unna wenden, Tel. 02303 / 27-1972 oder 27-2972. PK | PKU