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Feuerwehr im Einsatz: Brandmeldeanlage verhindert Schlimmeres im Seniorenheim

Durch die Brandmeldeanlage wurde die Feuerwehr Bergkamen mit den Einheiten Mitte, Overberge und Weddinhofen am Freitagabend um 19.04 Uhr zu einem Seniorenheim an der Albert-Einstein-Str. gerufen.

Dort hat die verbaute Brandmeldetechnik vermutlich Schlimmeres verhindert. Im Bereich des betreuten Wohnens stellte die Feuerwehr bei ihrer Erkundung eine leichte Verrauchung in einer der Wohnungen fest. Die Ursachen wurde hier schnell lokalisiert: Eine Steckdosenleiste lag so nahe an den angelassenen Herdplatten, dass der Kunststoff schmurgelte.

Durch die Feuerwehr wurde die Steckerleistung stromlosgeschaltet und die Wohnung belüftet. „Durch das frühzeitige Auslösen der Brandmeldeanlage wurde hier Personen- und Gebäudeschaden verhindert“, betont Stadtbrandmeister Dirk Kemke.




Bunte Vogelhäuser im Stadtgebiet: Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule sind aktiv

Die Garten-AG der Gesamtschule mit ihrer Lehrerin Christiane Heuelmann. Projektmanager Norman Raupach sowie sowie Stephan Polplatz und Michael Bartusch vom Baubetriebshof.

Klimaschutz = Artenschutz. Die Garten AG der Willy-Brandt-Gesamtschule hat ihren Teil zum Schutz der Vögel im Stadtgebiet beigetragen. Unter der Leitung von Christiane Heuelmann haben Schüler der 5. und 6. Klasse insgesamt zehn Vogelhäuser gebaut und diese anschließend der Stadt Bergkamen übergeben.

Dies geschah ganz zur Freude von Norman Raupach als Projektmanager Klima und Umwelt der Stadt sowie Stephan Polplatz und Michael Bartusch vom Baubetriebshof, welche die Vogelhäuser in Empfang nahmen. „Eine tolle Zusammenarbeit mit der Gesamtschule in Person von Frau Heulmann und ein wunderbares Ergebnis der Schülerinnen und Schüler“, freut sich Raupach über die bunten Vogelhäuschen und versichert nun innerhalb des kommenden Monats aufhängen zu lassen.

Hierzu werden die Nistkästen im gesamten Stadtgebiet an geeigneten Bäumen aufgehängt, so dass sie für die anstehende Brutzeit einen geeignet Nistplatz für die heimischen Vogelarten bieten. Dabei werden die Vogelhäuser nicht nur neue Bewohner anlocken, auch die Blicke der Menschen werden von den auffällig farbenfroh bemalten Vogelhäusern angezogen werden. „Abschrecken lassen sich die Vögel von den vielfältigen Farben jedoch keineswegs“ verspricht Frau Heulmann, welche bereits zahlreiche ähnlich gestalteter Vogelhäuser erfolgreich in ihrem Garten beheimatet.

Bevor die Häuschen jedoch so kreativ bemalt werden konnten mussten die Schülerinnen und Schüler selbst zu Hammer und Nagel greifen und die Nistkästen nach einer Anleitung des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) erbauen. Egal ob der Umgang mit Werkzeug, die kreative Gestaltung oder die gelernten Inhalte zum Thema der heimischen Vogelarten, die Garten AG von Christiane Heulmann bildet einen besonderen Baustein im Lehrangebot der Willy-Brandt-Gesamtschule, so dass „wir uns auch im nächsten Jahr auf Nistkästen der Garten AG freuen können und die anfallenden Kosten dafür selbstverständlich erneut übernehmen“ bestätigt Raupach.




B233: Sperrung der Geh- und Radwegbrücke über die Lippe in Rünthe

Die parallel zur Lippe-Brücke (B233/Kamener Straße) verlaufende Geh- und Radwegbrücke zwischen Bergkamen und Werne ist von Dienstag, 4. Februar, um 8:30 Uhr bis Mittwoch, 5. Februar, um 16 Uhr in beide Richtungen gesperrt.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr baut am nördlichen Ufer der Lippe (Stadtgebiet Werne) eine Behelfsrampe. Damit können Verkehrsteilnehmende trotz einer für den Neubau der Lippe-Brücke notwendigen Baugrube die Rad- und Gehwegbrücke weiterhin nutzen.
Die Radwegbrücke ist ein wichtiges Bindeglied für den überregionalen Radverkehr. Eine Umleitung führt über die Lippestraße, die Freiherr-von-Stein-Straße und die Kamener Straße (B233), siehe auch angehängter Plan.

Während der Sperrung legt Straßen.NRW das Fundament für die Rampe, die neben der Baustelle vormontiert wird, und hebt sie im Anschluss mit einem Autokran in die richtige Position.




NGG ruft zur Betriebsratsgründung in Restaurants und Bäckereien auf

Betriebsräte sind das Sprachrohr der Belegschaft. Sie gestalten den Berufsalltag – von Pausenzeiten bis zur Unfallprävention –
mit. In Kleinbetrieben gibt es aber noch viel zu wenige Arbeitnehmervertreter, kritisiert die NGG. Foto: NGG

Sich nicht alles vom Chef gefallen lassen: Beschäftigte, die sich im Kreis Unna über schlechte Arbeitsbedingungen ärgern, sollen sich stärker um ihre Interessen kümmern – und einen Betriebsrat gründen, wo es noch keine Arbeitnehmervertretung gibt. Dazu hat die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Betriebsräten in Deutschland aufgerufen.

„Gerade in kleinen Bäckereien, Restaurants und Pensionen brauchen wir mehr Betriebsräte. Denn ohne das Sprachrohr der Belegschaft ziehen Beschäftigte oft den Kürzeren – von der Arbeitszeit bis zur Personalplanung“, betont Manfred Sträter von der NGG Dortmund. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Kreis Unna 40.700 Menschen in Kleinbetrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern – Kleinstbetriebe mit bis zu fünf Beschäftigten ausgenommen. Die Gründung eines Betriebsrats ist in Firmen ab fünf Beschäftigten möglich.

„Betriebsräte helfen nicht nur, Jobs zu sichern. Sie geben auch kreative Impulse aus der Belegschaft an die Chefetage weiter und tragen dazu bei, Firmen fit für die Zukunft zu machen“, unterstreicht NGG-Geschäftsführer Sträter. Mit Blick auf die Digitalisierung seien die
Arbeitnehmervertreter wichtiger denn je. Von neuen Rezepturen in der Lebensmittelherstellung bis hin zur Software-Umstellung in der Gastro-Kasse – „am Ende profitiert auch das Unternehmen“, so Sträter. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind Firmen mit
Betriebsrat durchschnittlich 18 Prozent produktiver als solche ohne. Der Grund: Arbeitnehmervertretungen erkennen Probleme im Arbeitsalltag schneller und sorgen für einen besseren Austausch zwischen Belegschaft und Management. Trotzdem ging die Zahl der Betriebsräte in den letzten Jahren zurück. Konnten in NordrheinWestfalen im Jahr 2002 noch 51 Prozent aller Beschäftigten auf einen Betriebsrat zählen, so waren es im Jahr 2018 nur noch 44 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Nach Einschätzung von Gewerkschafter Sträter ist dafür auch der raue Umgangston in vielen Kleinbetrieben verantwortlich. „In Bäckereien, Hotels und Metzgereien schrecken Beschäftigte oft vor einer Betriebsratsgründung zurück. Doch niemand sollte sich um sein gutes Recht bringen lassen.“ Die NGG bietet Mitgliedern Unterstützung beim Aufbau einer Arbeitnehmervertretung.

Am 4. Februar 1920 trat das Betriebsrätegesetz, der Vorläufer der heutigen Mitbestimmung, in Kraft. Die Nationalsozialisten schafften die Arbeitnehmervertretungen 1934 ab. Seit 1952 sind die Pflichten und Rechte der Betriebsräte im Betriebsverfassungsgesetz festgeschrieben.




Musikschule lädt ein: Schnupperangebot bei den „Musikmäusen“

Seit vielen Jahren erfreuen sich nun die „Musikmäuse“, ein Kursangebot der Musikschule für Kleinkinder ab 18 Monaten mit ihren Familien, in Bergkamen großer Beliebtheit. Singen, Musik hören, Tanz, elementares Instrumentalspiel, Übungen für Rhythmus, Bewegung und Wahrnehmen füllen wöchentlich 45 abwechslungsreiche Minuten. Das Motto der Musikmäuse, „gemeinsam musizieren“, ist hier übrigens gleich in zweierlei Hinsicht zu verstehen. Zum einen soll das Musizieren in der Familie durch den gemeinsamen Unterrichtsbesuch Teil des Alltags werden. Hinzu kommt die gute Eignung des Konzeptes für integrative Arbeit.

In folgenden Kursen sind noch Plätze frei:

  • dienstags um 15.30 Uhr im Familientreff Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte, Pestalozzistr. 6
  • oder freitags um 15.00 Uhr im Familienzentrum „Tausendfüßler“ in Bergkamen-Oberaden, Im Sundern 7

Es darf gerne erst „geschnuppert“ werden.

Das Kursentgelt beträgt monatlich 21,00 €. Informationen und Anmeldeunterlagen können Sie an der Musikschule Bergkamen, Tel. 02306/307730 oder e-mail info@musikschule-bergkamen.de, anfordern.




„Nationalen Projekt des Städtebaus“: 12 Meter hohes Grubenwasserhebewerk soll den Förderturm von Haus Aden ersetzen

Ehemaliges Bergwerk Haus Aden

Die Tage des Förderturms auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Haus Aden sind offensichtlich gezählt. Er soll abgerissen und durch ein 12 Meter hohes Grubenwasserhebewerk ersetzt werden. Geplant ist, dass dort nicht nur einfach das Grubenwasser gehoben wird, vielmehr soll seine geothermische Energie für die Versorgung der künftigen Wasserstadt Aden mit klimafreundlicher Wärme genutzt werden.

Einig sind sich Stadt. die RAG und die RAG Montan Immobilien, das neue Grubenwasserhebewerk zu einem „architektonischen Identifikationsort für den tiefgreifenden Wandel der ehemaligen Bergbaufläche“ zu gestalten. Das wird nach einer ersten Schätzung rund 2,7 Millionen Euro kosten. Der Eigenanteil der Stadt betrüge rund 723.000 Euro.

Voraussetzung für die Umsetzung ist die Zahlung einer Zuwendung von rund 1,4 Mio. Euro. Dazu müsste das Grubenwasserhebewerk zu einem „Nationalen Projekt des Städtebaus“ werden.

Weiter heißt es in einer Vorlage für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 11. Februar:

„Der Standort der ehemaligen Zeche Haus Aden in Bergkamen wird aktuell zur „Wasserstadt Aden“ entwickelt. Hier entsteht ein innovatives Wohn- und Arbeitsquartier, das bereits heute nationale und internationale Aufmerksamkeit erzeugt.

Auch nach Abschluss der Bergbautätigkeit ist das Heben des Grubenwassers an diesem Standort dauerhaft notwendig. Damit bietet sich die einmalige Chance, die geothermische Energie des Grubenwassers zur Beheizung der Gebäude zu nutzen. Die Wasserstadt Aden wird somit zum Pilotprojekt für die Nutzung dieser geothermischen Energie.

Für die Grubenwasserhaltung muss ein Hebewerk errichtet werden, das den Abriss des Fördergerüstes notwendig macht. Damit verschwindet das letzte sichtbare Zeichen der Bergbaugeschichte an diesem Standort. Das neue Hebewerk – mit einer Höhe von etwa 12 Metern städtebaulich exponiert – bietet die Chance, einen neuen architektonischen Identifikationsort zu schaffen, der für den tiefgreifenden Wandel der ehemaligen Bergbaufläche und darüber hinaus der Stadt und der ganzen Region steht:

  • Es verweist auf die bergbauliche Geschichte und gleichzeitig auf die verbleibende „Ewigkeitsaufgabe“.
  • Das Hebewerk steht gleichzeitig für eine nachhaltige und CO2-neutrale Energieversorgung.
  • Das Hebewerk symbolisiert damit eine „Brücke“ zwischen der fossilen Energiegewinnung der Vergangenheit und der Verwendung erneuerbarer Energie in der Zukunft.
  • Es steht gleichzeitig für die Geschichte und die Zukunft dieses Ortes. Das Hebewerk wird als Bauwerk somit zu einem wichtigen Bedeutungsträger.

Die neue Landmarke steht in einem inhaltlichen und räumlichen Zusammenhang zu den regional, national und international bedeutsamen Vorhaben Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 und Wasserstadt Aden und kann als Impuls- und Beispielprojekt für  hnliche Entwicklungen auf bergbaulichen Konversionsflächen dienen.

Daher wird eine besondere architektonische Gestaltung dieses exponierten Gebäudes erwartet. Mit der Wasserstadt Aden und der IGA 2027 sind hohe Qualitätsstandards an Städtebau, Baukultur und Bürgerbeteiligung eingeführt. Die Architektur des Hebewerks soll an diesen Qualitätsanspruch anknüpfen.

Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung am 13.03.2018 hatte ein hochrangiger Vertreter der RAG die Bereitschaft erklärt, auf Gestaltungswünsche der Stadt bzw. der RAG MI einzugehen, damit das technische Bauwerk dem Premiumstandort der Wasserstadt gerecht wird.

Der Bau des Grubenwasserhebewerkes ist ein notwendiges Projekt im Zusammenhang mit den Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus. Die Planungen der technischen Anlagen sind nahezu abgeschlossen. Für die zwingende Einhausung des Hebewerkes liegt die Planung einer geschlossenen und farbig gestalteten Hülle vor, welche die Mindestanforderungen des Schutzes der technischen Einrichtungen bietet, darüber hinaus die oben geschilderten besonderen städtebaulichen und architektonischen Ansprüche jedoch bislang nicht erfüllt.

Mit dem städtebaulichen und architektonischen Anspruch an die Gestaltung des Grubenwasserhebewerkes sind Mehrkosten verbunden. Die Verwaltung hat daher Möglichkeiten der Förderung geprüft und eine Ideenskizze zur Fördermaßnahme „Nationale Projekte des Städtebaus“ an die Bundesanstalt für Bauwesen und Raumordnung eingereicht.“




Coronavirus – Verdachtsfall auch im Kreis Unna: Kamener in Isolierstation des Klinikums Lünen

Die Gesundheitsbehörde des Kreises Unna meldet in Sachen Coronavirus den ersten Verdachtsfall in ihrem Zuständigkeitsbereich. Es handelt sich um einen Mann aus Kamen (Jahrgang 1963). Er befindet sich seit heute Morgen (30. Januar) im Klinikum Lünen und ist dort isoliert. Sein Gesundheitszustand ist nach Mitteilung der Klinik nicht besorgniserregend.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Gesundheitsbehörde hielt sich der Betroffene mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend Wuhan auf und kehrte am 10. Januar nach Deutschland zurück.

Er litt unter Reizhusten, maß dem aber erst wohl keine besondere Bedeutung bei. Nach einem Arztbesuch in Kamen wurde er am 30. Januar in das Lüner Krankenhaus eingewiesen. Dort wurden verschiedene Proben genommen und in Labore zur Untersuchung weitergeleitet. Konkrete Ergebnisse werden nicht vor dem Wochenende erwartet.

Informationen rund um das Coronavirus gibt es beim Robert-Koch-Institut: www.rki.de.




Einheit Weddinghofen lädt alle fördernden Mitglieder ein

Die Jahresdienstbesprechung der Einheit Weddinghofen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen beginnt am kommenden Samstag, 1. Februar, um 17 Uhr im Gerätehaus am Häupenweg. Dazu sind ausdrücklich alle fördernden Mitglieder recht herzlich eingeladen.




Wochen der Kooperation in Weddinghofen vom 03. bis 14.02.2020

Es gibt im Ortsteil Weddinghofen viele Institutionen und Vereine, welche die verschiedensten Angebote für Familien machen. Auf unterschiedliche Art und Weise wird versucht die Bedingungen für die Familien im Sozialraum positiv und lebenswert zu gestalten.
Deshalb haben schon vor einigen Jahren, auf Einladung von Ludger Kortendiek vom Jugendamt Bergkamen, viele Weddinghofener Akteure beschlossen, stärker zusammenzuarbeiten und ihre Kräfte zu bündeln. Daraus ergaben sich regelmäßige Sozialraumkonferenzen, bei denen es stets zu einem anregendem Austausch und einzelnen Kooperationen kam. Um die gemeinsame Arbeit zu intensivieren, wurden bei der letzten Konferenz im Juli 2019, die „Wochen der Kooperation“ ins Leben gerufen, welche jetzt erstmals vom 3. bis zum 14. Februar in Weddinghofen stattfinden.

Verschiedene Einrichtungen laden die Mitarbeiter*innen anderer Institutionen aus Weddinghofen zu sich ein, präsentieren ihre Arbeit und Räumlichkeiten und sind offen für Fragen und Austausch. Sicherlich werden sich neue Themen finden und vielleicht sogar konkrete Projekte entwickeln.

Zum Auftakt wird es am Montag, dem 3. Februar, 16 bis 17:30 Uhr, ein offenes Café für die Akteure in den Räumen der Ganztagsbetreuung der Pfalzschule in Weddinghofen geben. Ganz ohne Tagesordnung gibt es die Möglichkeit für Gespräche und die verschiedenen gegenseitigen Einladungen werden ausgetauscht.

Auch die zuständige Beigeordnete der Stadt Bergkamen Christine Busch, der Jugendamtsleiter Ludger Kortendiek sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Martina Bierkämper haben ihr Kommen angekündigt.




Vortrag in der Ökologiestation: Die Birke – der weise Baum

Der Monat der Birke ist der Februar, die Zeit, in der sich die Natur auf das Wachsen vorbereitet. Gerade deshalb gab es bei unseren Vorfahren sehr viele Geschichten und Anwendungen über und mit der Birke.

Am Donnerstag, 13. Februar, berichtet ab 19 Uhr die Wildkräuter Expertin Claudia Backenecker in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil von solchen Zusammenhängen und über alles Weitere um diesen Birkenkult. Warum sind die Birken in Norwegen kleiner und was kann man aus der Birkenrinde gewinnen? Warum sind die Blätter so interessant? Dieses und vieles mehr, wird geklärt. Zusätzlich gibt es eine Birken-Leckerei. Eine Anmeldung zu der zweistündigen Veranstaltung, die 5,- € je Teilnehmer kostet, ist unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich.




25-Jährige vor Gericht: Lebensunterhalt? – „Ich klaue alles!“

von Andreas Milk
Offen, freundlich, dem Anschein nach guter Dinge saß die Bergkamenerin vor dem Kamener Strafrichter. „Ich klaue alles“, antwortete Sarah H. (25, Name geändert) auf die Frage, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreite. Und genau darum ging es in der Verhandlung auch: um Diebstahl.

Im September stahl Sarah H. bei Rossmann Waren für knapp 90 Euro, unter anderem Rasierer, die sie später weiterverkaufen wollte. Einige Tage später griff sie nochmal im Erotikmarkt Novum zu, diesmal Waren für rund 150 Euro: „Das war für mich selbst.“

Sarah H. ist ohne festen Wohnsitz, sie lebt bei einer Freundin. Sie ist drogenabhängig, „auch wenn man es mir nicht ansieht“ – seit einem Vierteljahr rauche sie „Shore“, Heroin. Einen Job hatte sie zuletzt im August. Danach bezog sie erst Arbeitslosengeld I, später ging sie zum Jobcenter. Seit Dezember sei sie nicht mehr „im System“, sagt sie: Die Drogensucht mache sie für den Arbeitsmarkt ja unbrauchbar.

Neben den Klauaktionen bei Rossmann und Novum war noch mehr: Es laufen weitere Ermittlungen, bloß haben die noch nicht zu Anklagen geführt. Das Urteil diesmal: eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 10 Euro. Eine solche Geldstrafe lässt sich in gemeinnützige Arbeit umwandeln. Weit härtere Alternative wäre das Absitzen: 40 Tage Gefängnis also. Der Richter riet der jungen Frau, sich ans Sozialamt zu wenden. Von Diebstahl zu leben – das könne es nicht sein.