Ausstellung zum Mauerfall vor 30 Jahren

Anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren zeigen Inge Strauß, Ingrid Weiland und Horst Ingolf Zeise aus Bergkamens Partnerstadt Hettstedt ab Sonntag, 3. November, um 11.30 Uhr in der Galerie sohle 1 in Oberaden, Jahnstr. 31, Werke, in denen sie ihre ganz individuellen Wege nach der Wende spiegeln und gleichzeitig ihre Verarbeitung der politischen Umwälzungen.

Unter dem Titel „Individualität und Vielfalt“ wird die Ausstellung ergänzt durch Skulpturen zum Thema Mauer von Wolfgang Kerak, Gitta Nothnagel, Klaus Scholz, Jutta Schürmann, Klaus Wleklik und Dietrich Worbs, allesamt Mitglieder der Künstlergruppe kunstwerkstatt sohle 1.

Zur Vernissage der Ausstellung „Individualität und Vielfalt“ am Sonntag, 3. November, um 11.30 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen. Die Begrüßung machen Bürgermeister Roland Schäfer sowie Dirk Fuhlert, Bürgermeister Stadt Hettstedt. Die Einführung übernimmt Silke Kieslich (kunstwerkstatt sohle 1), die musikalische Umrahmung Buck Wolters (Musikschule Bergkamen). Die Ausstellung ist bis zum 8. Dezember zu sehen.




Immer mehr Menschen im Kreis in Lohn und Brot

„Wir können Strukturwandel“, sagt Landrat Michael Makiolla und sieht sich durch aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit bestätigt. Danach stehen im Kreis Unna im Vergleich zu den Vorjahren immer mehr Menschen in Lohn und Brot. Der Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt deutlich über dem Bundes- und Landesschnitt.

Arbeitsplatz für Arbeitsplatz – stetig geht es im Kreisgebiet mit der Zahl der Arbeitnehmer nach oben. 132.947 im Kreis Unna sozialversicherungspflichtig Beschäftigte weist der aktuelle Regionalreport der Agentur für Arbeit zum Stichtag 31. März 2019 aus. Das sind glatte 3 Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag (129.079). Im selben Zeitraum wuchs die Zahl bundesweit um 1,9 Prozent und in Nordrhein-Westfalen um 2 Prozent. Der Kreis Unna hat also ein überproportionales Wachstum hingelegt.

Wirtschaftlich neu aufgestellt

Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet, kann sich die Kreis-Statistik mehr als sehen lassen: Vor zehn Jahren gab es nur 104.890 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kreis Unna. Das sind gut 28.000 weniger als heute. Im selben Zeitraum (März 2009 – März 2019) verringerte sich die Arbeitslosenquote übrigens von 9,8 auf 6,9 Prozent.

„Nach dem Rückzug des Bergbaus, der uns hart getroffen hat, haben wir die Ärmel hochgekrempelt und uns wirtschaftlich neu aufgestellt“, erklärt Landrat Michael Makiolla, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna ist. „Vor allem haben wir zigtausende von Arbeitsplätzen neu geschaffen.“

Mit 19 Prozent liegt knapp ein Fünftel aller Arbeitsplätze im Kreisgebiet derzeit im Verarbeitenden Gewerbe. Weitere große Wirtschaftszweige sind der Kfz-Handel, -Instandhaltung und -Reparatur (16,5 Prozent), die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (13,8 Prozent) sowie der Logistik-Sektor mit Verkehr und Lagerei (11,2 Prozent). PK | PKU




Integrationspauschale: 1,3 Mio. Euro für Bergkamen

Die Landesregierung hat jetzt die Verteilung der Mittel aus der Integrationspauschale für 2019 konkretisiert. Der Verteilschlüssel sieht vor, dass die Mittel anteilig nach Flüchtlingsaufnahmegesetz und Anzahl der Personen mit Wohnsitzauflage für die Kommunen berechnet werden. Zudem erhalten neben den Städten und Gemeinden dieses Jahr auch die Kreise einen Anteil für ihre koordinierenden Aufgaben.
Die FDP-Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Unna, Susanne Schneider, begrüßt die Unterstützung des Landes bei der Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. „Die Städte, Gemeinden und Kreise in unserem Land standen und stehen bei der Flüchtlingsaufnahme und bei der Integrationsarbeit vor großen Herausforderungen“, sagt Schneider. Die NRW-Koalition von FDP und CDU hat mit der Verabschiedung des Landeshaushalts für 2019 die Weiterleitung der Mittel aus der Integrationspauschale in vollerHöhe von 432,8 Millionen Euro beschlossen, nachdem 2018 in einem ersten Schritt bereits 100 Millionen Euro zur Verfügunggestellt wurden. Schneider: „Dies ist ein wichtiges Signal des Landes zur Unterstützung der Kommunen bei der Erfüllung der Integrationsaufgaben vor Ort. Die unbürokratische Verteilung nach den unterschiedlichen Belastungen aufgrund der tatsächlichen Flüchtlingszahlen wird dabei fortgesetzt.“ So wird Bergkamen in diesem Jahr 1.300.747 Euro aus der Integrationspauschale erhalten. „Mit diesen Mitteln stärken wirdie Integration vor Ort“, so Schneider.



Frühzeitig fürs lange Wochenende mit Lesestoff eindecken

Die Stadtbibliothek bleibt am Samstag, 2. November, geschlossen. Ab Dienstag, 5. November, steht die Stadtbibliothek ihren Besucherinnen und Besuchern dann wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung



Ehemaliger Oberkreisdirektor Landwehr verstorben

Er förderte und forderte, hatte ebenso viele Ideen wie Ideale. Er schob Dinge an, war ein Macher, ein Gestalter. Er richtete die Kreisverwaltung in seiner weit über 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Oberkreisdirektor neu aus, machte sie zum Vorbild für andere Kommunen. Nun ist Karl-Heinrich Landwehr im Alter von 84 Jahren verstorben.

2010 entstand das Foto mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor Karl-Heinrich Landwehr (r.), dem ersten hauptamtlichen Landrat Gerd Achenbach und dem heute noch amtierenden Landrat Michael Makiolla (l.) Foto: Kreis Unna

Der gebürtige Kamener (Jahrgang 1935) war studierter Jurist, Staatsanwalt und Dezernent bei der Zentralstelle für die Bearbeitung von NS-Verbrechen in NRW, ehe er 1975 zum Kreis Unna wechselte und 1976 zum Oberkreisdirektor – also Leiter der Verwaltung und der Kreispolizei – gewählt wurde. Dieses Amt hatte Karl-Heinrich Landwehr bis Ende 1999 inne – und er füllte es aus.

Erstes kommunales Umweltamt angeschoben

Mit Landwehrs Namen verbindet sich der Strukturwandel nach dem Wegbrechen des Bergbaus, die Gründung des ersten kommunalen Umweltamtes Deutschlands (1982), die Einrichtung der ersten Gesundheitshäuser im Bundesgebiet in Lünen und Unna (1991).

Der Oberkreisdirektor, begeisterter Reiter und Musiker, setzte sich immer engagiert für das Sinfonieorchester des Kreises Unna (Neue Philharmonie Westfalen) ein, ebnete den Weg für das kulturelle Engagement des Kreises auf Schloss Cappenberg und den Erwerb von Haus Opherdicke, heute ein immer mehr an Strahlkraft gewinnender Ort von Kunst und Kultur, auch die „gute Stube“ des Kreises.

Partnerschaften im Osten gefördert

Besonders am Herzen lag Karl-Heinrich Landwehr auch das Zusammenwachsen beider Teile Deutschlands. Er trieb persönlich die kommunale Partnerschaft des Kreises Unna mit dem damaligen Kreis Templin (Brandenburg) voran und engagierte sich Anfang der 1990er Jahre für die Verbindung zum heutigen polnischen Partnerkreis Nowy Sacz. PK | PKU




Bergkamen mit der Lauschtour-App erkunden

In Kooperation mit einer Mainzer Firma hat die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Bergkamen eine sogenannte Lauschtour-App entwickelt, einen digitalen Stadtführer, der ruhrgebietsweit bislang einzigartig ist.

Die App bietet eine Führung zu zehn wichtigen Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet an, die zu Fuß oder mit dem Rad (z. B. Radweg A8/Römer-Lippe-Route) ganzjährig und individuell erkundet werden können. Dazu gehören u.a. die Öko-Station, die Bergehalde Großes Holz, Beversee und Marina Rünthe oder der Römerpark. Nutzer der App bekommen an den Stationen über Audiobeiträge Informationen. Das Besondere: Die Hörbeiträge wurden von Geschichts- und Naturkennern aus Bergkamen und der näheren Umgebung gesprochen.




Laternenumzug der AWO-Kitas

Zum siebten Mal organisieren die AWO-Kindertageseinrichtungen Flohzirkus, Sonnenblume, Traumland, Villa Kunterbunt, Vorstadtstrolche und Wackelzahn wieder einen gemeinsamen Lichterumzug zu St. Martin. Dieses Jahr findet der Umzug am 8. November statt. Um 17 Uhr beginnt der Umzug auf dem Marktplatz. Der Chor der Bodelschwinghschule und St. Martin hoch zu Ross sorgen für eine entsprechende Atmosphäre.

Anschließend werden die Musikschule und ein DJ zusätzlich für musikalische Begleitung der vielen kleinen Sängerinnen und Sänger sorgen. Nach dem Umzug kommen alle wieder auf dem Marktplatz zusammen. Dort gibt es die Möglichkeit, bei Musik, bei Speisen und Getränken den Umzug ausklingen zu lassen.




Musikalisch in die Weihnachtszeit

Die Neue Philharmonie kann nicht nur Klassik. Foto: Pedro Malinowski – Neue Philharmonie Westfalen

„Last Christmas“ fast vergessen, aber Lust, die Erinnerung an Weihnachten mit wohlgesetzten Tönen aufzufrischen? Dann ist das Weihnachtskonzert der Neuen Philharmonie Westfalen genau das Richtige. Die musikalische Einstimmung aufs Fest findet am Freitag, 20. Dezember, in der Erich Göpfert Stadthalle in Unna statt.
Das moderierte Konzert beginnt um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr). Dann sorgen die Musiker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann mit weihnachtlichen Klassikern für besinnliche Weihnachtsstimmung. Am Konzertprogramm wird in diesen Tagen noch gefeilt. Sicher ist bereits, dass der Kinder- und Jugendchor der Stadt Recklinghausen wieder mit im Rampenlicht stehen wird.

Tickets an Vorverkaufsstellen
Der Kartenvorverkauf (nummerierte Plätze) beginnt am 16. Oktober. Tickets können beim Hellweger Anzeiger (Wasserstraße 20 in Unna), im i-Punkt (Lindenplatz 1 in Unna) oder online auf www.proticket.de zum Preis von je 37 Euro käuflich erworben werden. Ermäßigte Karten gibt es zum Preis von je 15 Euro. PK | PKU




A44: Ausfahrt in der Anschlussstelle Unna-Ost Donnerstagnacht gesperrt

In der A44-Anschlussstelle Unna-Ost wird Donnerstagnacht (17./18. Oktober) von 20 bis 6 Uhr die Ausfahrt von der A44 aus Dortmund auf die B233 nach Iserlohn gesperrt. Der Verkehr wird mit Rotem Punkt umgeleitet. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm saniert dort die Fahrbahn und investiert dafür 1.450.000 Euro aus Bundesmitteln.




Noch Karten für die Weltmusik

Der Musikstil der Gruppe kommt dem „Hot Club de France“ sehr nahe. Dennoch hat das Romeo Franz Ensemble seine ganz eigene Note. Für den Auftritt am Donnerstag, 17. Oktober, im Rahmen der Reihe WeltMusik MusikWelt auf Haus Opherdicke bekommen Kurzentschlossene noch Karten.

Das Repertoire ist breit gefächert: Swing, Jazz der 1930er, 40er und 50er Jahre, Latin, Walzer, ungarische Folklore, Filmmusik und Eigenkompositionen stehen auf dem Programm. Die Instrumentierung des Romeo Franz Ensemble – kurz RFE – besteht aus zwei Violinen, einer Rhythmusgitarre, einer Sologitarre und einem Kontrabass.

Die Karten kosten 14 Euro. Zu haben sind sie in der Buchhandlung Hornung, Markt 6 in Unna, im Büro des Verwaltungsvorstandes der Gemeinde Holzwickede, Allee 4 sowie an der Museumskasse von Haus Opherdicke. Vorbestellungen sind im Kulturbereich des Kreises bei Heinz Kytzia, Tel. 0 23 03 / 27-25 41, E-Mail: heinz.kytzia@kreis-unna.de möglich. PK | PKU




Echt wanderbar: Tourenvorschläge im Kreis Unna

Wer Tipps für eine Wanderung benötigt, ist beim Kreis an der richtigen Adresse. Bild von Hermann Traub auf Pixabay

Herbstzeit ist Wanderzeit. Und sie eröffnet mitunter ganz neue Ausblicke – zum Beispiel im Ruhrtal oder an der Lippe, wenn Nebelschwaden die Landschaft früh morgens in eine verwunschene Märchenwelt verwandeln.

Dazu raschelt das Laub nicht nur unter den Füßen, sondern malt an den Bäumen auch eine farbenfrohe Kulisse. Die Temperaturen sind so angenehm, dass Sonnenstrahlen eine Rast im Grünen möglich machen. Wer noch Tipps für die perfekte Wanderung benötigt, ist beim Kreis Unna an der richtigen Adresse: Auf der Internetseite www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Wandertouren) finden sich 16 Tourenvorschläge von 4 bis 18 Kilometer. Echt wanderbar!

Alle Routen liegen entweder direkt vor der Haustür oder können bequem mit Bus oder Bahn erreicht werden. Die Beschreibungen der Tourenvorschläge sind zum Teil echte Insider-Tipps. Entstanden sind sie unter anderem aus Wettbewerbsbeiträgen von Bürgern, andere Strecken haben Studenten erarbeitet.

Von Fröndenberg bis Selm – die malerischen Landschaften zwischen Münsterland, Hellweg und Sauerland bieten abwechslungsreiche Eindrücke ganz nah. Broschüren erhältlich bei der Stabsstelle Planung und Mobilität unter Tel. 0 23 03 / 27-21 61 oder per E-Mail an birgit.heinekamp@kreis-unna.de. PK | PKU