Himmelfahrtsgottesdienst mit Brunch

Auch wenn der Besuch aus Ghana nicht kommen kann, feiert die Martin-Luther-Kirchengemeinde das Fest Christi Himmelfahrt, so wie es angekündigt war, am kommenden Donnerstag um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche.

Der Gottesdienst wird gestaltet von der Gitarrengruppe und Freunden, anschließend ist die gottesdienstliche Gemeinde eingeladen zum gemeinsamen Bruch, um einen schönen Vormittag in fröhlicher Gemeinschaft zu erleben.




Kochen mit Wildkräutern in der Ökologiestation

Am Dienstag, 10. Mai, kann man in der Ökologiestation eine Einführung in das Kochen mit Wildkräutern erhalten. Die sind nicht nur gesund und billig, sondern auch eine schmackhafte Bereicherung des Speisezettels. Nach einem Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Verwendung geht es in die Praxis: Wolfgang Gaida führt den Teilnehmern vor, wie ein „Wildkräutermenü“ fachgerecht zubereitet wird, das dann alle gemeinsam verkosten.

Außer Interesse und Appetit ist von den Teilnehmern nichts mitzubringen! Der zweistündige Kurs beginnt um 19.00 Uhr und kostet 15,- € je Teilnehmer. Anmeldungen beim Umweltzentrum Westfalen unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

 




NABU Familienwanderung im Mühlenbruch

Am Donnerstag, 5. Mai, findet wieder die traditionelle Familienwanderung des NABU unter der Leitung von Udo Bennemann statt. Im Naturschutzgebiet Mühlenbruch in Bergkamen-Weddinghofen machen NABU-Mitglieder auf die sonst häufig übersehenen Naturschönheiten entlang des Wege aufmerksam.

Die Teilnehmer erfahren, welche Vogelstimme zu welchem Vogel gehört und was für heimische Pflanzen in diesem Naturschutzgebiet am Wegesrand zu sehen sind. Die Mitglieder des NABU Kamen/Bergkamen stehen nach der Wanderung bei Kaffee und Kuchen zu Fragen der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit zur Verfügung.

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr auf dem Gut Velmede in Weddinghofen an der Lünener Straße (B 61). Nicht-NABU-Mitglieder zahlen 2,- €.




18-Jährige stirbt nach Unfall auf der Münsterstraße in Lünen

Eine 18-jährige Dortmunderin ist am Sonntag nach einem Verkehrsunfall auf der Münsterstraße in Lünen gestorben.

Zum Unfallzeitpunkt gegen 15.20 Uhr war ein 28-jähriger Mann aus Lünen auf der Münsterstraße in Fahrtrichtung Werne unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet er zwischen den Einmündungen zur Oststraße und zur Straße Im Hoerm auf die Fahrspur des Gegenverkehrs. Dort kollidierte sein Auto frontal mit dem eines 20-jährigen Dortmunders.

Bei dem Unfall wurden beide Fahrer sowie die beiden Mitinsassen des Dortmunders – ein 19-Jähriger aus Werne sowie die 18-jährige Dortmunderin – schwer verletzt. Der 20-Jährige und die 18-Jährige mussten von der Feuerwehr aus ihrem Auto befreit werden. Alle Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern bzw. einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dort erlag die 18-Jährige ihren Verletzungen. Bei dem 20-Jährigen besteht Lebensgefahr.

Die Münsterstraße musste für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt werden. Gegen 18.15 Uhr wurde sie wieder für den Verkehr freigegeben.




Diakonie dankt Ehrenamtlichen

Sie begleiten oft schon seit vielen Jahren Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Für diese wichtige Arbeit bedankte sich die Diakonie Ruhr-Hellweg bei den ehrenamtlich Engagierten mit einem Karten- und Blumengruß.

Mit Blumen bedankte sich die Diakonie bei den Ehrenamtlichen für  ihren engagierten Einsatz in der Begleitung von Demenzerkrankten.
Mit Blumen bedankte sich die Diakonie bei den Ehrenamtlichen für ihren engagierten Einsatz in der Begleitung von Demenzerkrankten.

Eine dieser Ehrenamtlichen ist Helga Wagener (75). Es ist nicht so, dass sie keine Arbeit in ihrer eigenen Wohnung hätte. Und doch kümmert sich die Rentnerin aus Kamen seit über zehn Jahren um drei pflegebedürftige Senioren. „Ein Demenzpatient und zwei Personen über 80 Jahre, denen helfe ich gerne“, erklärt sie am Rande des Ehrenamtstreffens. Dabei unterstützt sie zusätzlich zur Pflege durch die Tochter den Demenzpatienten am Wochenende. Sonn- und Feiertage bedeuten für Helga Wagener liebevolle Hilfe bei Haushaltstätigkeiten, bei der Bereitung von Frühstück und Mittagessen, An- und Umkleiden und Begleitung zur Tagespflegeeinrichtung. Ans Aufhören denkt Helga Wagener nicht: „Es sind sehr nette und liebe Menschen, da mache ich weiter.“

Die Diakonie sucht weitere Menschen, die sich in diesem Bereich engagieren möchten. Kontakt und Information unter Tel. 02303 25024-610.

Auch das Team im „Café Yesterday“ in der Gemeinde Holzwickede sucht dringend regelmäßige ehrenamtliche Unterstützung am Dienstagvormittag und Freitagnachmittag. Ansprechpartnerin ist Joyce Hösch, Tel. 02301 942132

Zudem sucht die Diakonie Ruhr-Hellweg Begleiter für Reisen mit Demenzerkrankten und ihren Angehörigen in den Zeiträumen vom 27.05. 2016 – 06.06.2016 sowie 16.09.2016 – 26.09.2016. Weitere Infos unter Tel. 02303 25024-222.




IGBCE Oberaden wählt

Am Dienstag, 3. Mai, findet um 17:00 Uhr im IGBCE-Heim an der Rotherbachstraße 144 die Mitglieder- und Wahlversammlung der IGBCE Oberaden statt.




Ev. Martin Luther Kirchengemeinde befasst sich mit ihrer eigenen Geschichte.

Die Ev. Martin Luther Kirchengemeinde widmet drei Abende ihrer eigenen Geschichte.

Im Männerdienst am Freitag, 6. Mai, um 19 Uhr referieren Friedhelm Hüsing und Horst Hiddemann über die Geschichte des Ortsteil und der Kirche in Heil, am 3. Juni geht es dann um Oberaden, Referent ist Friedrich Potthoff und im September ist Anita Rewinkel zu Gast und es wird Rünthe in den Mittelpunkt gestellt.

Ort ist jeweils das Martin-Luther-Zentrum. Interessierte sind herzlich willkommen.




28 Bestzeiten für Wasserfreunde in Dortmund

Erfolgreiche TuRa-Schwimmer: Jana Vonhoff, Lisa Weber, Marco Steube und Felix   Wieczorek
Erfolgreiche TuRa-Schwimmer: Jana Vonhoff, Lisa Weber, Marco Steube und Felix
Wieczorek

Vier Schwimmerinnen und drei Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen starteten auf ihrem letzten Wettkampf vor den Südwestfälischen Jahrgangsmeisterschaften bei der 46. Internationale Schwimmveranstaltung des TuS 1891 e.V. Dortmund-Brackel.

Die sieben TuRaner erschwammen sich auf dem mit 645 Teilnehmern und 3214 Starts an zwei Tagen sehr stark besetztem Wettkampf auf der 50m Bahn gemeinsam zehn Medaillen und stolze 28 persönliche Bestzeiten.

Erneut bester TuRaner war Marco Steube (Jg.2003) mit Gold über 50, 100 und 200m Schmetterling. Er wurde zudem noch Dritter über 50m Brust in 37,28 Sek.. Mit dieser Zeit darf sich Marco über einen weiteren Start bei den kommenden NRW Jahrgangsmeisterschaften freuen.

Felix Wieczorek (Jg.2002) erhielt einmal Silber über 50 Schmetterling und einmal Bronze über 100m Rücken. Lisa Weber (Jg.2002) bekam je eine Bronzemedaille über 50m Brust und 50m Schmetterling. Victoria Reimann (Jg.2004) holte einmal Bronze über 50m Schmetterling. Jana Vonhoff (Jg.2004) wurde eine Bronzemedaille über 50m Rücken überreicht.

Kristina Jungkind und Maximilian Weiß glänzten mit vielen persönlichen Bestzeiten.




Lagersaison der Pfadfinder ist eröffnet

Am vergangenen Wochenende hat der Horst Ritter der Tafelrunde e.V.  zusammen mit drei weiteren Pfadfindergruppen aus Unna (Stamm Merlin), Kamen-Methler (Stamm Excalibur) und Bergkamen (Stamm Pendragon) die Lagersaison mit dem traditionellen St. Georgs-Lager eröffnet. Das Lager ist benannt nach dem Schutzpatron der Pfadfinder.

St.Georgslager2016Mit 50 Teilnehmern haben die Pfadfinder dem wechselhaften Wetter getrotzt. Trotz der schwankenden Temperaturen war es kein Problem, denn in der Jurte brannte fast rund um die Uhr ein Feuer. Tagsüber wurden die Teilnehmer bei einem Geländespiele und Postenlauf warm gehalten. Besonders stolz sind die Pfadfinder auf unsere sieben Biber (4 bis 6 Jahre), die sich bei ihrem ersten Lager hervorragend geschlagen haben und die wir in Zukunft sicher öfter bei Lagern begrüßen dürfen. Alle hatten sich das Biberhalstuch verdient, das sie am Samstagabend – rund um das Lagerfeuer – feierlich verliehen bekamen. Auch sonst gab es Neuerungen: Drei neue Träger des „Feldmeister“-Halstuchs (blau-rot) wurden als volljährige und voll in der Verantwortung stehende Gruppenleiter begrüßt. Sechs weitere Mitglieder des Pfadfindertrupps „Carpe Diem“ aus Unna rückten in die Roverstufe auf. Auch unter ihnen sind mehrere, die sich unterstützend in einer Gruppenleitung einbringen.

Nun freuen sich die Pfadfinder auf die nächsten Aktionen in ihrem Terminkalender: das Pfingstlager, das Drachenfestival „Kamen Kite“, das 24 Stunden Geländespiel und natürlich das Sommerlager welches in Altena stattfindet.

Weitere Informationen und Antworten auf speziellere Fragen zu den Pfadfindern aus dem Kreis Unna erhalten Interessierte auf der Internetseite www.RitterDerTafelrun.de




Wo Oldtimerträume in der Maisonne glänzen

Das Auge weiß nicht, wo es zuerst Halt machen soll. Neben dem Käfer steht der Topolino, daneben die Corvette Schnauze an Schnauze mit dem Chevy, der Cobra und dem museumsreifen Audi. Es gibt Menschen, die kriechen fast komplett in die Motorhauben auf Hochglanz polierter Acht-Zylinder. Andere fotografieren vom Kühlergrill bis zum Plüschwürfel alles, was zu kriegen ist. Auf dem Hof Keinemann schlagen Oldtimer-Herzen höher.

Ein Platz an der Sonne vor dem eigenen Oldie auf Hof Keinemann.
Ein Platz an der Sonne vor dem eigenen Oldie auf Hof Keinemann.

Hans-Jürgen Kampmann mit seinem Topolino.
Hans-Jürgen Kampmann mit seinem Topolino.

Zumal die Maisonne am Sonntag alles gab und nicht nur den Chrom, sondern auch Speziallack mit aller Mach zum Glänzen brachte. Auch den des 1972 gebauten Fiat 500, den Hans-Jürgen Kampmann vor gut einem Jahr von Sizilien nach Oberaden holte. Er fand den Winzling mit Spitznamen „Topolino“ schon immer „knuffig“. Als sich ein Kollege als heimlicher Besitzer eines solchen Schätzchens entpuppte, ließ er nicht locker. Viereinhalb Liter Verbrauch, Zwischengas und Kupplung, Gepäckträger samt Koffer aus dem Internet und das Modell in der Originalfarbe nachgespritzt in der Heckscheibe: Für ihn ist ein Traum in Erfüllung gegangen. „Wenn ich damit durch Oberaden fahre, bleiben die meisten stehen und schauen“, erzählt er. Gleichzeitig ist der Zwerg eine Wertanlage, schon jetzt fast doppelt so viel wert. Einzig die 18 PS stören ein wenig. Der neue Motor liegt aus Sportausgabe mit 50 PS schon bereit.

Augenschmaus für Käferfans.
Augenschmaus für Käferfans.

Spitze Begeisterungsrufe werden von aufheulenden Motoren und tiefem Blubbern übertönt. „Schau doch mal hier“, ruft eine Frau dort. „Komm mal lieber hierher und sieh dir das rein“, ruft das männliche Pendant vom Fahrersitz eines anderen Vehikels. Vor ihrem Chevy machen es sich derweil zwei entspannte Gäste mit Campingstühlen für ein Sonnenbad bequem. Auch hier bildet sich eine kleine Schlange, um diese Szene für die Ewigkeit festzuhalten.

 

 

Mit der Cobra den Porsche stehen lassen

Thomas Schneider ist stolz auf seine Cobra.
Thomas Schneider ist stolz auf seine Cobra.

Bei Thomas Schneider formiert sich ein ganzer Pulk Schaulustiger, als er die Motorhaube seiner Cobra öffnet. Ein 8-Zylinder-Chevymotor steckt dort drin. Ungefähr 250 PS bedeutet das. Da braucht man einen nervenfreien Fuß, um das Jaguar-Fahrwerk auf Spur zu halten. Die Cobra ist ein Nachbau des Originals und ein echter Augenschmaus. Eigentlich wollte Thomas Schneider vor rund zehn Jahren eine Corvette Stingray. Als er damit eine Probefahrt unternahm, „bekam ich echte Angst“. Dann lieber dieses „Spaßauto“, dessen Sitze sich nicht verstellen lassen, dessen Armaturenbrett auf das Nötigste reduziert ist und das Scheibenwischer nur zur Zierde trägt. „Ganz ehrlich: So ein Auto macht einfach keinen Sinn, aber Unmengen Spaß – gerade dann, wenn man an der Ampel den Porsche hinter sich stehen lässt.“ Da kann man auch die 15 Liter Verbrauch bei moderater Fahrt verkraften.

Ein amerikanischer Autotraum.
Ein amerikanischer Autotraum.

Mancher mochte sich kaum lösen von dem, was dort den Nachmittag über auf Hof Keinemann eintrudelte. Der eine Oldtimer fuhr, der nächste kam. Genau der richtige Ort, um eine gute Portion Träume mit zurück in den Alltag zu nehmen. Denn inzwischen ist die Oldtimer Remise mit ihrem Oldtimertreff auf dem ehemaligen Bauernhof längst an jedem ersten Sonntag im Monat zum Geheimtipp geworden.

 

 




Bergkamener demonstrieren bei Maikundgebung für „mehr Solidarität“

Ein schwächelndes Europa, Flüchtlingskrise, drohendes Rentendrama, Ausbeutung von Leiharbeit und Werkverträgen, Energiewende: Es ist „Zeit für mehr Solidarität“, meint die IG BCE. Auch wenn die Gewerkschaften schon zum 125. Mal zur traditionellen Maikundgebung aufriefen und viel erreicht haben, ist „der 1. Mai heute noch aktuell“, glaubt auch der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann, und schlug als Hauptredner bei der Maikundgebung in Oberaden die Faust gleich mehrfach zu einer Reihe von Aktualitäten hart auf das Rednerpult.

Traditioneller Demonstrationszug vom Museumsplatz zur Römerbergsporthalle.
Traditioneller Demonstrationszug vom Museumsplatz zur Römerbergsporthalle.

Mit wehenden Fahnen in Bewegung.
Mit wehenden Fahnen in Bewegung.

Bei prachtvollem Maiwetter hatte sich wieder eine stattliche Demonstrationsgemeinschaft auf dem Museumsplatz eingefunden. Mehr als noch im Jahr zuvor wollen für das Motto von „mehr Solidarität“ auf die Straße gehen. Zu „einer der größten Kundgebungen der Region“, wie Bürgermeiser Roland Schäfer stolz betonte. Einig waren sich alle am Rednerpult, dass es noch immer reichlich zu tun gibt. Gastgeber Mario Unger vom IG BCE-Regionalforum trat besonders engagiert für Solidarität in der Flüchtlingskrise ein, die Bergkamen mit vielen Ehrenamtlichen beeindruckend bewältigt habe. „Die Gewerkschaften gehörten zu den ersten Opfern der Nazis: Wir lassen unser Land nicht von Minderheiten spalten!“, rief er laut seinen rund 500 Zuhörern in der Römerbergsporthalle entgegen. Als die Maikundgebung in Bergkamen ihre Blütezeit erlebte, nannte sich Bergkamen noch die größte Bergbaustadt Europas, so Bürgermeister Roland Schäfer. Geblieben sind die Chemieindustrie, die Spuren des Strukturwandels und neue Probleme mit schwindenden Flächen für Gewerbegebiete, dem Steilmann-Konkurs. Der Leiter des IG BCE-Bezirks Hamm, Lothar Wobedo, forderte Taten: Es müssten Mehrheiten organisiert, den Wählern die richtige Orientierung mit klarer Benennung im Wahlprogramm für das gegeben werden, was angepackt werden muss.

Analyst mit Optimismus und Eleganz

Mai_18Als Thomas Oppermann schließlich als Hauptredner ans Mikrophon trat, waren alle Schwerpunktthemen schon benannt. So blieb dem SPD-Fraktionsvorsitzenden die Rolle als eleganter Analyst mit viel Optimismus. Erreicht habe man mit dem Mindestlohn bereits viel, „wir haben unsere Gesellschaft damit ein bisschen gerechter gemacht“. Es bleibe aber noch viel Arbeit, das Kernziel zu erreichen: „Arbeit muss Wert und Würde haben – gute Arbeit braucht gute Tariflöhne.“ Den Missbrauch der ursprünglich zur Bewältigung von Auftragsspitzen gedachten Leiharbeit „werden wir bekämpfen“, versprach er. Das Kippen der hier bislang erreichten Kompromisse durch die CDU „machen wir nicht mit“.

Gut besucht war die Maikundgebung in der Römerbergsporthalle.
Gut besucht war die Maikundgebung in der Römerbergsporthalle.

Tariflöhne, Kampf gegen Leiharbeit und Wildwuchs bei Werkverträgen sei nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft. Erstmals seien wieder die Nettolöhne gestiegen. Halbierung der Arbeitslosenzahl seit 2005, aktuelles Wirtschaftswachstum, Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse: Das bedeute wachsende Kaufkraft, wachsende Binnenkonjunktur, Unabhängigkeit von internationalen Märkten. „Wir wollen eine Fortsetzung der erfolgreichen Tarifpolitik“, betonte er und lobte den jüngsten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst.

 

Von der Rente über die Flüchtlingskrise zum Rundumschlag

Symbolik am Rande.
Symbolik am Rande.

Wer 45 Jahre gearbeitet hat, muss davon leben können. Oppermann will keine Verschiebung der Rentenaltersgrenze, fordert eine Stabilisierung des Rentenniveaus. Das könne aber nur seriös erarbeitet werden, „und das werden wir tun“ – etwa mit der Forderung nach einer Solidarrente, einer Reform der Betriebsrenten, Verbesserung der Riesterrente. Wichtig ist Oppermann, dass an den Ursachen gearbeitet wird. Die Defizite im Bildungssystem müssen beseitigt werden, es brauche Nachqualifizierungen, eine Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Ausbildung, Chancen für alle.

Der Bergbau setzt noch immer Zeichen - wenn auch nur als Kulisse.
Der Bergbau setzt noch immer Zeichen – wenn auch nur als Kulisse.

Es gelte auch, die Flüchtlinge mit ihrem Potenzial in den Arbeitsmarkt zu integrieren – solidarisch ohne Benachteiligung anderer. Wer nach Deutschland komme und gefördert werde, müsse aber auch die Spielregeln der Gesellschaft beachten. Unerträglich sei vor diesem Hintergrund die Hetze der AfD gegen „friedliche Muslime“.Die Flüchtlingskrise stellt Europa vor eine Zerreißprobe. Froh sei er deshalb über das Abkommen mit der Türkei, die weitaus mehr Flüchtlinge aufnehme als Europa und auch bei der Sicherung der Außengrenzen mithelfe. Dennoch dürften hier „keine Kompromisse an der falschen Stelle gemacht werden – bei den Menschenrechten und bei der Pressefreiheit“, machte er unmissverständlich klar.

Hat nicht weniger Tradition: Die Erbsensuppe nach der Kundgebung.
Hat nicht weniger Tradition: Die Erbsensuppe nach der Kundgebung.

„Froh sein können die Bergkamener über ihren Bürgermeister“, betonte Oppermann. Schäfer setzte sich für die Interessen der Kommunen ein. Investitionsprogramm für die Kommunen, Schutz der Kohlekraftwerke und Verhinderung weiterer Strompreisanstiege, Zukunft der Stahlindustrie, Kampf gegen Steueroasen und Panama-Auswegen: Zum Abschluss bot Oppermann einen Rundumschlag, für den es viel Applaus und spezielles Bergbau-Geschenk aus Bergkamen gab. Geschätzte 1.000 Bergkamener feierten anschließend den Mai mit einem Familienfest, bei dem die klassische Erbsensuppe neben Hüpfburg, Karussell, Live-Musik und türkischen Köstlichkeiten nicht fehlen durfte.