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Landrat Michael Makiolla: Gruß zum Jahreswechsel 2016 – 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso – Kreis Unna
Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso – Kreis Unna

das Jahr 2016 ist noch nicht ganz zu Ende, da richten wir unsere Blicke, unsere Wünsche und Erwartungen schon auf das neue Jahr. Bevor wir uns mit den Chancen, Aufgaben und Herausforderungen beschäftigen, die sich 2017 für uns im persönlichen Umfeld, im Arbeitsleben oder in der Gemeinschaft stellen, lassen Sie uns die Tage rund um den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, um zur Ruhe zu kommen. Entspannung und Besinnlichkeit tun gut in einer Zeit, die immer schneller zu vergehen scheint.

Und in der Tat – es hat sich vieles bewegt im nun endenden Jahr 2016. Vielerorts im Kreis Unna habe ich in den vergangenen Monaten eine Stimmung wahrgenommen, die mir Mut weit über die Jahreswende hinaus macht: Wir sind eine Region im Aufbruch, in der sich viele Menschen mit den für sie, für uns alle wichtigen Fragen beschäftigten. Wie sichern wir unsere persönliche Zukunft – und die soziale und wirtschaftliche Zukunft der Gesellschaft, in der wir leben? Wie meistern wir die Integration der in den letzten Jahren zu uns gekommenen und weiter kommenden Menschen? Und wie schaffen wir es, gute Bildung und damit gute Chancen gerade für Jüngere zu organisieren?

In der Kreisverwaltung haben wir die vergangenen Monate wieder genutzt, um Antworten zu finden auf diese zentralen Fragen und den Kreis bestmöglich für die Zukunft auszurichten. In vielen Bereichen ist ein deutliches Fortkommen sichtbar.

4.000 neue Arbeitsplätze

Beispiel Wirtschaft. Mit dem Wegfall des Bergbaus verschwanden bekanntlich zigtausende von Arbeitsplätzen. Die haben wir – und mit „wir“ meine ich unsere Wirtschaft und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna – längst wieder herbeigeschafft. Innerhalb nur eines Jahres, zwischen 2015 und 2016, ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mehr als 4.000 Menschen gestiegen.

Mit knapp 123.000 Frauen und Männern, die einen festen Arbeitsplatz haben, ist diese Zahl im Zehn-Jahres-Vergleich sogar um satte 20 Prozent gestiegen. Vor einem Jahrzehnt gab es im Kreis Unna rund
100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Engagement, Ausdauer und gute Ideen haben diese Erfolgsgeschichte möglich gemacht und sind solide Bausteine der von mir eingangs beschriebenen Aufbruchstimmung.

Junge Menschen sind die Zukunft

Damit wir auch in Zukunft in der Wirtschaft an diese Erfolge anknüpfen können, müssen wir schon jetzt an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von morgen denken. Und die drücken zurzeit noch die Schulbank oder gehen in die Kindertagesstätten.

Wie groß der Wissensdurst beim Nachwuchs ist und wie engagiert schon die Jüngsten bei der Sache sind, erlebe ich immer wieder. Zum Beispiel bei der 100. Kinder-Uni des Kreises, mit der wir rund 1.000 Kinder, Eltern, Lehrer und weitere Interessierte begeistert haben. Seit der ersten Kinder-Uni 2007 haben wir fast 12.900 Teilnehmer (inklusive Exkursionen) gezählt. Das sind immens viele erste Kontakte zur Wissenschaft.

Mit Blick auf die Sicherung des Lebens- und Wirtschaftsraumes kommt es natürlich nicht nur auf diejenigen an, die nach der Schule ein Studium aufnehmen. Genauso wichtig ist es, dass die Jugendlichen, die nach der Schule direkt in den Beruf einsteigen wollen, einen passenden Ausbildungsplatz finden. Dazu müssen sie wissen, was sie wollen und was sie gut können. Mit dem Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bekommen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Kreis ab Klasse 8 eine fundierte Berufs- und Studienorientierung, um genau das herauszufinden.

Es gibt aber Bereiche, in denen wir uns noch mehr anstrengen müssen. Ich denke da beispielsweise an die Initiative zur Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit bis zum Jahr 2020. Trotz aller Bemühungen stagnierte die Zahl der jungen Arbeitslosen im Kreis Unna 2016. Das hängt mit veränderten Rahmenbedingungen zusammen: Es sind inzwischen zahlreiche zugewanderte Menschen als Flüchtlinge anerkannt und damit auf dem Arbeitsmarkt angekommen – und viele von ihnen sind jung. Erste Erfahrungen zeigen, dass wir sie und alle anderen arbeitslosen Jugendlichen recht schnell in den Arbeitsmarkt integrieren können. Weil nun aber insgesamt mehr junge Menschen Hilfe beim Start ins Berufsleben brauchen, werden wir an der einen oder anderen Stelle nachjustieren müssen.
Wir wissen auch, dass längst nicht alle Menschen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Das spiegelt auch der Kreishaushalt wider, der 2016 ein Sozialhaushalt war und dies im kommenden Jahr auch bleiben wird. Dass wir für die Schwachen unserer Gesellschaft viel Geld ausgeben, belegt, dass bei uns kein Hilfebedürftiger ohne Hilfe bleibt oder gar durch das soziale Netz fällt.

Dank und Anerkennung für ehrenamtliches Engagement

Dieses Netz wird nicht nur von offiziellen Stellen geknüpft. An diesem Netzwerk arbeiten all diejenigen mit, die sich für Menschlichkeit und Miteinander in unserer Gesellschaft stark machen. Sie haben im zurückliegenden Jahr in besonderer Weise deutlich gemacht, dass ehrenamtliches Engagement ein wesentlicher Stützpfeiler unserer Gesellschaft ist.

Ich erinnere an den Einsatz der vielen Freiwilligen, die die vor Krieg und Verfolgung Geflüchteten begleiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ohne sie hätten wir die angemessene Unterbringung, die bisherige Betreuung und die nun beginnende und gelingende Integration der Flüchtlinge ganz sicher nicht geschafft.

Meine Anerkennung gilt dabei nicht nur denen, die aus Flüchtlingen Angekommene machen, sondern auch den zahlreichen Menschen, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz ausdrücklich erneut für das große, von Mitmenschlichkeit, sozialen Werten und Hilfsbereitschaft getragene Engagement der ungezählten, oft ehrenamtlich Tätigen bedanken.

Dank sagen möchte ich auch den zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen, die beispielsweise bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, bei Hilfsdiensten oder auch bei der Polizei dafür sorgen, dass wir sicher leben können. Sie leisten Tag für Tag Außerordentliches und verdienen dafür unsere Wertschätzung.

Für eine weltoffene Gesellschaft

Sie alle festigen durch ihren engagierten Einsatz das Fundament unseres menschlichen Miteinanders und stehen für eine Wertegemeinschaft, die Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und das Recht eines jeden auf freie Entfaltung garantiert. Das sind die Grundlagen für sozialen Frieden in unserem Land, und wir brauchen in dieser herausfordernden Zeit viele Menschen, die unsere Demokratie und unsere weltoffene Gesellschaft verteidigen.

Lassen Sie uns auch daran gemeinsam weiter arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, unsere Zukunft bei allen Veränderungen, die auf uns zukommen, mutig und gut zu gestalten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien geruhsame Tage, einen guten Rutsch und ein glückliches und gesundes Jahr 2017.

Ihr

Michael Makiolla

Landrat des Kreises Unna




Praxislehrgang „Arbeiten mit der Motorsäge“

Die Biologische Station Kreis Unna/Dortmund bietet am 20. und 21. Februar auf der ökologiestation in Heil wieder einen Lehrgang für den sicheren Umgang mit der Motorsäge an. Geleitet wird der Kurs, der 140 Euro pro Teilnehmer kostet, von Volker Guse. Anmeldungen sind bis bis zum 13. Februar 2017  unter 0 23 89 – 98 09 50 oder info@biostation-unna-dortmund.de möglich

Die Motorsäge findet neben dem ‚Brennholz machen’ auch im praktischen Naturschutz verschiedentlich Einsatz. Hierbei ergeben sich viele Gefahrenmomente. Forstwirtschaftsmeister Volker Guse wird den Lehrgangsteilnehmern den sachgemäßen und sicheren Umgang mit der Motorsäge fachkundig vermitteln. Die am Montagabend (20.02.) im ersten Teil des Lehrganges erlernten theoretischen Grundlagen werden im zweiten Teil am Dienstag (21.02.) praktisch umgesetzt. Inhalt des Kurses sind insbesondere:

– Einschlägige Unfallverhütungsvorschriften
– Persönliche Schutzausrüstung
– Die Sicherheitseinrichtungen an der Motorsäge
– Die Motorsägenbauteile u. die Handhabung der Motorsäge
– Einfache Wartungsarbeiten, Kettenschärfung
– Grundlegende Schnitttechniken und Schneideübungen
– Fälltechnik unter einfachen Bestandesverhältnissen
– Werkzeuge und Geräte für die Motorsägenarbeit
– Naturschutzgerechtes Verhalten bei Motorsägearbeiten im Wald

Kursteilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Der Kurs findet mit zehn Teilnehmern pro Gruppe statt. Für die Teilnahme ist eine persönliche Schutzausrüstung (Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsschnittschutzschuhe, Jacke mit Signalfarbpartien oder Warnweste, Handschuhe) erforderlich. Motorsägen werden bereitgestellt bzw. können auch selbst mitgebracht werden. Die Teilnehmer erhalten eine Kursbescheinigung.




Einbrecher stehlen neben Schmuck und Geld auch den Tresor

Im Laufe des Freitagnachmittags hebelten zwischen 13 und 18.45 Uhr unbekannte Täter die Terrassentür eines Reihenhauses in der Straße ‚In der Schlenke‘ auf. Im Haus wurden sämtliche Räume betreten und Schränke durchwühlt. Neben dem erbeuteten Schmuck und Bargeld entwendeten die Täter zusätzlich einen kompletten Kleintresor.

Wer etwas Verdächtiges festgestellt hat, kann Hinweise bei der Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307-921-7320 oder bei der Polizei in Kamen unter den Rufnummern 02307-9210 oder 921-3220 abgeben.




Unfall auf spiegelglatter Straße – Schwerverletzter muss eine Stunde auf Rettung warten

Etwa eine Stunde musste ein Unfallfahrer in der Nacht zu Freitag auf seine Rettung warten. Gegen 23.30 Uhr war ein 23-jähriger Selmer in Werne in Richtung Selm losgefahren. Auf der Selmer Landstraße kurz vor der Gaststätte Mutter Stuff geriet er auf spiegelglatter Fahrbahn ins Schleudern und verlor die Kontrolle über seinen Pkw. Er kam nach rechts von der Straße ab, durchbrach den Zaun einer Pferdekoppel und überschlug sich mehrere Male. Hier blieb das nun unbeleuchtete Fahrzeug mit dem schwerverletzten Fahrer auf der leeren Koppel liegen.

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Foto: Feuerwehr Werne

Gegen 0.50 Uhr bemerkte ein vorbeifahrendes Pärchen aus Selm das Auto. Die beiden jungen Leute öffneten gewaltsam die Fahrertür und nahm die Erstversorgung vor. Der Rettungsdienst sowie der Notarzt kümmerten sich anschließend um den unterkühlten sowie schwer verletzten Mann und brachten ihn in den Schockraum des Marienhospitals nach Lünen.

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere Personen im Fahrzeug befunden haben könnten, wurden Suchmaßnahmen mit Unterstützung der Feuerwehr Werne im Umfeld durchgeführt. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz.

Abschließend konnte der Unfallfahrer nach seiner Versorgung im Krankenahaus angeben, dass er allein im Fahrzeug gewesen sei.

Es entstand ein Sachschaden von etwa 4500 Euro. Die Selmer Landstraße musste für den Zeitraum der Unfallaufnahme bis gegen 3 Uhr gesperrt werden. Im Einsatz waren 18 Einsatzkräfte des Löschzugs 1 der Feuerwehr Werne der Rettungsdienst und der Notarzt aus Werne, mehrere Streifenfahrzeuge der Polizei sowie der Suchhubschrauber.




Hund des Nachbarn vertrieb am Preußenweg die Einbrecher

Unbekannte versuchten am Donnerstag zwischen 12 Uhr und 20.30 Uhr eine Terrassentür am Preußenweg aufzuhebeln. Als dieses nicht gelang, versuchten sie mit einem Steine das Glas der Tür einzuschlagen. Hierbei ging aber lediglich die äußere Scheibe zu Bruch. Möglicherweise hat das Bellen des Nachbarhundes die Täter vertrieben.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




VKU-10er-Ticket feiert den ersten Geburtstag mit der tollen Geburtstags-Umtauschaktion für Bus-Einzel-Tickets

Mit Rabatt in die Stadt. Seit einem Jahr bietet die VKU ein günstiges 10erTicket für Fahrten innerhalb einer Stadt und für Fahrten in die Nachbarstadt an – und schon heute ist das Ticket für zahlreiche Fahrgäste nicht mehr wegzudenken. Viele haben das preiswerte Ticket zum Anlass genom-men, auf den Bus oder die Bahn umzusteigen. Die Zahlen sprechen für sich: Jeden Monat erwerben rund 600 Kunden ein 10erTicket.

S30 Schnellbuslinie Schnellbus VKU„Unsere Kunden haben verstanden, dass man mit dem 10erTicket beim Bus- und Bahnfahren ordentlich sparen kann“, so der VKU-Bereichsleiter Dr. Uwe Rennspieß. Eine Fahrt innerhalb der Stadt (Preisstufe A) kostet aus dem 10erTicket 1,95 € statt 2,60 € als EinzelTicket im Bus. Ein 10erTicket gibt es außerdem für Fahrten in die Nachbarstadt (Preis-stufe 3). In diesem Fall liegt der Preis bei 2,95 € statt 3,60 €. Für diese satten Rabatte wird von den Kunden auch der Gang in eine der rund 70 Vorverkaufs-Agenturen im Kreis Unna gerne in Kauf genommen.

Zum 1. Geburtstag des 10erTickets startet die VKU im Neuen Jahr für ihre Kunden eine Tauschaktion. Alle Fahrgäste, die sich ab dem 01.01.2017 bis 28.02.2017 beim Fahrer ein EinzelTicket kaufen, erhalten einen Gutschein. Mit diesem können sie sich dann in einer der Vorverkaufs-Agenturen beim Kauf eines 10erTickets den Preis für das EinzelTicket er-statten lassen.

Die Vorverkaufs-Agenturen-Anschriften sind auf der VKU-Internetseite unter www.vku-online.de/vorverkauf zu finden oder beim Busfahrer zu erfragen. Auch an vielen Haltestellen finden sich Tarifinformationen mit der Angabe der nächsten Vorverkaufs-Agenturen.

Die Vorverkaufsstellen in Bergkamen:

Vorverkaufsstelle Lotto-Toto Pollmüller
Haltestelle: Auf der Alm
Am Roggenkamp 1, 59192 Bergkamen

Vorverkaufsstelle Buch Schreibwaren Lotto Best-Harder
Haltestelle: Oberaden Bahnhof
Am Bahnhof, 59192 Bergkamen-Oberaden

Vorverkaufsstelle Reisebüro Brinkmann
Haltestelle: Am Römerberg
Jahnstr. 91, 59192 Bergkamen-Oberaden

Vorverkaufsstelle K-Kiosk im Kaufland
Haltestelle: Busbahnhof
Töddinghauser Straße 150, 59192 Bergkamen

Vorverkaufsstelle Lotto-Toto Veenstra
NUR 10erTicket
Hochstraße 22, 59192 Bergkamen




„Das Jahrhundert der Virtuosen“: Pianist Johannes Wolff lässt Musikgeschichte mit Klavierspiel und Anekdoten lebendig werden

Die Kunst des Klavierspielens im 19. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der Veranstaltung der Musikakademie Bergkamen am Dienstag, 17. Januar 2017, in der Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum Bergkamen, Jahnstr. 31, in Bergkamen-Oberaden.

Johannes Wolf
Johannes Wolf. Foto: Ursula Dören 

Johannes Wolff, Pianist und Dozent der Musikschule Bergkamen, lässt in seinem Vortrag „Das Zeitalter der Klaviervirtuosen“ ein Stück Musikgeschichte lebendig werden. Der Vortrag wird ergänzt durch live gespielte Beispiele der Musik des 19. Jahrhunderts. Die Veranstaltung kostet 8,00 € Eintritt, Beginn ist um 19.30 Uhr.

Im 19. Jahrhundert ab es in Deutschland über 700 Klavierfabriken. Die Kunst des Klavierspielens gehörte zur bürgerlichen Allgemeinbildung. Parallel dazu entwickelte sich die Spieltechnik der Pianisten rasant, sie wurden zu den Pop-Stars ihrer Zeit.

„Als der zwölfjährige Franz Liszt seine ersten Konzerte in Paris gab, verursachte dies eine solche Begeisterung beim Publikum, dass man in vielen Geschäften der Stadt kleine Bilder von ihm kaufen konnte. Bei den Konzerten kam es immer wieder zu Ohnmachtsanfällen, und die weißen Handschuhe, die er zu Beginn des Konzertes auszog und ins Publikum warf, verursachten wilde Raufereien unter den Zuhörerinnen. Liszt war – wie auch der große Geiger Paganini – ein großer Pop-Star des frühen 19. Jahrhunderts“, berichtet Johannes Wolff. In seinem Vortrag zeichnet der Pianist mit zahlreichen Musikbeispielen und amüsanten Anekdoten die Entwicklung des Klavierspiels im 19. Jahrhundert nach.

Anmeldungen für die Veranstaltung der Musikakademie Bergkamen am 17. Januar 2017 nimmt die Geschäftsstelle der Musikschule ab sofort unter der Tel.-Nr. 02306/307730 entgegen. Anmeldeschluss ist der 9. Januar 2017.




Pflege- und Wohnberatung informiert: So werden die neuen Pflegegrade ermittelt

Das neue Pflegestärkungsgesetz bringt viele Änderungen für Pflegebedürftige. Die bisherigen drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade abgelöst. Die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna erklärt, worauf es zum 1. Januar ankommt.

Pflegeberaterin Andrea Schulte. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Pflegeberaterin Andrea Schulte. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

„Bisher wurde zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit der tägliche Hilfebedarf in Minuten ermittelt“, berichtet Pflegeberaterin Andrea Schulte. Ab 2017 wird ein völlig neues Begutachtungsverfahren eingeführt. „Dann steht die Selbstständigkeit eines Menschen im Mittelpunkt“, so Schulte.

Es werden dabei sowohl körperliche als auch geistige und psychische Beeinträchtigungen einbezogen. Unter Selbstständigkeit versteht man die Fähigkeit, eine Aktivität alleine ohne Unterstützung ausführen zu können. Folgende sechs Lebensbereiche werden bei der Ermittlung des Pflegegrades berücksichtigt:

  • Mobilität (Gewichtung: 10 %)
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Gewichtung:15 %)
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlage (Gewichtung: 15%)
  • Selbstversorgung (Gewichtung: 40 %)
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen (Gewichtung 20 %)
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (Gewichtung: 15 %)

Die Bestimmung des Pflegegrades erfolgt in mehreren Schritten: In jedem Bereich werden je nach Selbstständigkeit des Antragstellers Punkte vergeben. „Im Anschluss werden die einzelnen Punktwerte gewichtet und zu einem Gesamtpunktwert addiert. Daraus ergibt sich dann der jeweilige Pflegegrad“, erläutert Andrea Schulte.

Alle, die ab 2017 erstmals einen Pflegeantrag stellen, werden nach dem neuen System begutachtet. Im Pflegegrad 1 erhalten jetzt auch Personen mit leichten Einschränkungen Leistungen der Pflegeversicherung. Diejenigen, die bereits in eine Pflegestufe eingestuft sind, werden ab dem 1. Januar automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet. Zudem genießen sie für die Zukunft Bestandschutz, d.h. sie können nicht schlechter gestellt werden – es sei denn, eine Pflegebedürftigkeit liegt nicht mehr vor.

Informationen zum neuen Pflegestärkungsgesetz gibt es bei der kostenfrei und anbieterunabhängig arbeitenden Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna. Eine Kontaktaufnahme ist unter der Servicenummer 0800 / 27 200 200 oder unter Tel. 0 23 07 / 28 99 06 0 sowie per E-Mail an pwb@kreis-unna.de möglich. Informationen gibt es natürlich auch im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung).




Erste Pflege- und Wohnberatung im neuen Jahr

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 5. Januar von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Anne Kappelhoff ist im Rathaus, Rathausplatz 1, Raum 600, zu erreichen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter Tel. 0 23 07 / 965 218 möglich.

Bei der Beratung geht es um alle Fragen rund um das Thema Pflege. Anfang 2017 wird die gesetzliche Pflegeversicherung reformiert. Es werden ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und neue Begutachtungsrichtlinien eingeführt. Außerdem ersetzen Pflegegrade die bisherigen Pflegestufen. Zu diesen Neuerungen können sich Ratsuchende bei der Pflege- und Wohnberatung informieren.

Auch wer einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige, einen ambulanten Pflegedienst, eine Tages- oder Kurzzeitpflegeeinrichtung oder ein Pflegeheim sucht, bekommt Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote. Außerdem werden Fragen zur Finanzierung dieser Hilfeangebote beantwortet. Pflegende Angehörige können sich auch über den Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen informieren. Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung).




Während des Einsatzes: Kinder-Notfallrucksack aus Rettungswagen gestohlen

Während eines Einsatzes des Rettungsdienstes am Wiehagen am Mittwoch in Werne wurde gegen 18.45 Uhr aus einem Rettungswagen der Kinder-Notfallrucksack gestohlen. Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Werne unter der Rufnummer 02389 921 3420 oder 921 0.




Bürger sammelten 1,2 Tonnen Flaschenkorken für guten Zweck

Noch immer fallen größere Mengen an Flaschenkorken aus Naturkork an – auch wenn die Verwendung von Schraubverschlüssen und Kunststoffstopfen seit einigen Jahren zu einem kontinuierlich sinkenden Aufkommen führt. In diesem Jahr haben die Bürger im Kreis Unna rund 300.000 Flaschenkorken gesammelt.

KorkenFlaschenkorken aus Naturkork sind zu schade, um sie in der Restmülltonne zu entsorgen und schließlich in der Müllverbrennungsanlage zu verbrennen. Denn bei getrennter Sammlung lässt sich das Naturmaterial zu 100 Prozent wiederverwerten. Beispielsweise lassen sich die Korken zu einem ökologischen Dämmstoff für Hausbau verarbeiten.

Bereits seit 1994 unterstützt die GWA-Abfallberatung die Aktion „Korken für Kork“, eine Recycling-Aktion des Epilepsie-Zentrums in Kehl-Kork. Dabei hat sie im Laufe der Jahre ein großes Sammelnetz im Kreis Unna eingerichtet. Im Rahmen dieser mittlerweile über 20 Jahre andauernden Sammelaktion wurden im gesamten Kreisgebiet bisher insgesamt rund 64,6 Tonnen Korken gesammelt, das entspricht rund 16,3 Millionen Einzelkorken. Die gesammelten Korken werden am GWA-Standort in Kamen-Heeren-Werve zwischengelagert, bis sie durch eine Spedition als Beiladung abgeholt werden.

Die Abfallberatung bittet ausdrücklich darum, dass ausschließlich Flaschenkorken aus Naturkork in die Sammelsäcke gegeben werden. Fremdstoffe wie Glas, Metallbügel oder Verschlüsse aus Kunststoff gehören nicht in die Sammlung, da sie das Recycling stören bzw. die Charge ggf. unbrauchbar machen können.

 

Im Kreis Unna steht ein großes Netz von Kork-Sammelstellen zur Verfügung, welches von der GWA-Abfallberatung betreut wird, zum Beispiel:

 

Bergkamen:           Wertstoffhof, TREFFPUNKT an der Lessingstraße

Bönen:                   Wertstoffhof, Bürgerbüro

Fröndenberg:         Rathaus, Kompostwerk Fröndenberg-Ostbüren

Holzwickede:         Wertstoffhof, Bürgerbüro

Kamen:                  Wertstoffhof Kamen-Heeren-Werve, Wertstoffannahmestelle Hemsack (März
bis November), Verbraucherzentrale, Gesamtschule

Lünen:                    WBL-Wertstoffhof, Verbraucherzentrale, Hof Schulze-Wethmar

Schwerte:              Wertstoffhof, Paul-Gerhardt-Haus, Friedrich-Bährens-Gymnasium, Gesamtschule

Selm:                      Wertstoffhof

Unna:                     Umweltberatungszentrum im Rathaus, Servicehof der Stadtbetriebe, GWA-Abfallberatung (Friedrich-Ebert-Straße 61)

Werne:                   Rathaus