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Start der Pulsschlagreihe: Veranstaltungspogramm im Hellmig-Krankenhaus steht

Das neue Programm der Vortragsreihe Pulsschlag zu medizinischen Themen legen jetzt VHS und Klinikum Westfalen vor. Die Einzelveranstaltungen bieten erneut kostenlosen Rat in Gesundheitsfragen zu konkreten Krankheitsbildern mit vielen Tipps zur persönlichen Vorbeugung.

Orte der Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau, aber auch Ort der Information und des Dialogs sind die vier Krankenhäuser im Klinikum Westfalen, so Hauptgeschäftsführer Andreas Schlüter. Dies unterstreicht erneut das jetzt frisch vorliegende Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2016. Insgesamt 54 Informationsveranstaltungen sind darin für alle vier Krankenhausstandorte des Unternehmens in Kamen, Lünen und Dortmund aufgelistet.

In Kamen finden im Hellmigium, dem Vortragsraum des Hellmig-Krankenhauses erneut sechs Veranstaltungen innerhalb des bis Januar reichenden VHS-Semesters statt.  Zwei weitere Veranstaltungen organisiert das Hellmig-Krankenhaus gemeinsam mit der Familienbande in deren Räumen an der Bahnhofstraße. Die Themen sind breit gesteckt. Behandelt werden Gefäß- und Krebserkrankungen, Erkrankungen der Schilddrüse und Sodbrennen, aber auch schmerzende Gelenke. Bei der Familienbande geht es um naturheilkundliche Möglichkeiten gegen Schmerz und um natürliche Geburtskonzepte.

Alle Vorträge richten sich an Laien und sind gut verständlich gehalten, natürlich sind trotzdem Fragen im Anschluss willkommen. Neben der Erläuterung von Krankheitsbildern, von Diagnostik und therapeutischen Möglichkeiten liegt der Fokus immer auch auf der Krankheitsvorbeugung. Die gedruckten Programme liegen ab sofort im Hellmig-Krankenhaus aus. Das Programm ist auch auf der Internetseite www.klinikum-westfalen.de einzusehen.

Die Veranstaltungen

Mittwoch, 14. September, 18.30 Uhr
„Sodbrennen und andere Refluxerkrankungen“
Referent: Dr. Andreas Ludwig, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:          Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 18.30 Uhr
„Krebs im hohen Lebensalter – was kann, was darf man tun?“
Referent: Dr. Peter Ritter, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie,
Gastroenterologie und Palliativmedizin
Ort:           Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 9. November 2016, 18.30 Uhr
„Aktuelles aus der Gefäßmedizin 2016 – moderne Untersuchungsverfahren von kleinsten bis großen Gefäßen“
Referent: Dr. Marcus Rottmann, Chefarzt der Klinik für Angiologie, Diabetologie,
Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin und Intensivmedizin
Ort:          Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

 
Mittwoch, 23. November 2016, 18.30 Uhr
„Schilddrüse – moderne Diagnostik und Therapie“
Referent: Arthur Eduard Matuschek, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:          Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 18.30 Uhr
„Hüfterkrankungen – wenn es mit dem Laufen nicht mehr klappt“
Referent: Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:          Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 11. Januar 2017, 18.30 Uhr
„Rehabilitation nach Knie- und Hüftgelenksersatz“
Referent: Dr. med. Ulrich Oberschelp, Ltd. Arzt der Reha Kamen
Ort:          Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Kooperation mit der Familienbande Kamen

Donnerstag, 15. September, 18 Uhr
„Wege aus dem Schmerz – neue (alte) Therapieansätze“
Referentin: Kristin Neuhäuser, Painnurse am Knappschaftskrankenhaus Dortmund
Ort:             Familienbande Kamen, Bahnhofstraße 46

Donnerstag, 17. November, 18 Uhr
„Natürliche Geburt und Stillen als optimaler Start in ein neues Leben – Die Geburtsklinik des Knappschaftskrankenhauses Dortmund stellt ihr Konzept vor“
Referent: Dr. Frank Schmolling, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe
am Knappschaftskrankenhaus Dortmund und das
Hebammenteam des Klinikums Westfalen
Ort:              Familienbande Kamen, Bahnhofstraße 46




GSW-Kunden beschweren sich über fremde Anrufer

Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) erhalten derzeit wieder vermehrt Hinweise aus der Bevölkerung, dass fremde Anrufer persönliche Daten abfragen. Nicht selten werden die Anrufer äußerst frech, wenn sie die gewünschten Daten nicht erhalten.

Die Kunden, die sich bei den GSW melden, sprechen von fadenscheinigen Begründungen, wegen derer sie ihre Daten preisgeben sollten. Die Anrufer üben sogar Druck aus, um Daten zu sammeln, mit denen sich auf elektronische Weise automatisch Versorgerwechsel durchführen lassen. Wenige Angaben reichen und betroffene Kunden erfahren möglicherweise erst von einem Vertrag mit einem fremden Versorger, wenn die Zeit zum Widerruf bereits verstrichen ist.

Am besten kann man sich schützen, indem man am Telefon keine persönlichen Informationen gegenüber einem Fremden preisgibt. Die GSW weisen darauf hin, dass Verbraucher die Möglichkeit haben, sich gegen unseriöse Geschäftspraktiken zur Wehr zu setzen. Die Bundesnetzagentur nimmt Beschwerden beispielsweise unter der Rufnummer 0291 9955-206 entgegen. Wichtig ist die Angabe der Rufnummer des fremden Anrufers.

Besorgte Kunden können sich auch jederzeit durch einen Anruf bei den GSW unter der Rufnummer 02307 978-280 informieren, ob ein Betrugsversuch vorliegt.




Fahrerflucht: Langer Prozess um zwei Dellen im Bulli

Von Andreas Milk

Fest steht: Es hat gekracht am Abend des 23. Februar auf einem Parkplatz an der Hochstraße. Aber war das Krachen so laut, dass eine junge Frau am Steuer eines Kleinwagens es hören musste? Wegen Unfallflucht war sie heute vor dem Kamener Amtsgericht angeklagt. Und sie versicherte: Sie habe nichts bemerkt.

Den Schaden – zwei Dellen am Radkasten – hatte an jenem Abend der Besitzer eines VW-Bullis. Der Mann stand in einer Pizzeria gut 20 Meter entfernt, als eine Bekannte hereinkam und ihn informierte, gerade habe es seinen Bulli erwischt. Die Verursacherin, die junge Frau, war weg.

Sie habe sich im Auto mit ihrer Freundin unterhalten, Musik gehört und den Unfall beim Ausparken nicht wahrgenommen, sagte sie dem Richter. Vorher waren die beiden Frauen im Sonnenstudio gewesen. Dessen Betreiberin gab seinerzeit bei der Polizei an, einen Knall gehört zu haben.
Die Unfallfahrerin – Mitte 20 – hatte noch nie mit dem Gericht zu tun. Ihre Anwältin erklärte, das Verfahren belaste sie sehr. Und das wird noch eine Weile dauern. Zwar hatte Richter Martin Klopsch vorgeschlagen, das Verfahren gegen Zahlung von 600 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung einzustellen. Das hätte bedeutet: keine Vorstrafe, „nur“ eine Art Lehrgeld für Unachtsamkeit. Aber da machte der zuständige Dortmunder Staatsanwalt nicht mit: Der will den Vorwurf der Fahrerflucht aufgeklärt haben.

Es geht also weiter. Wohl im Herbst wird es einen neuen Termin geben – mit Zeuginnen und einem Sachverständigen, der Auskunft darüber geben soll, ob er denn nun zu (über-) hören war oder nicht, der Knall beim Ausparken.

Übrigens: Der Bulli mit den Dellen war ein Leasingfahrzeug und musste deshalb für 1.600 Euro repariert werden, sagte der Besitzer dem Richter. Wäre es sein eigener gewesen, „wäre es mir vielleicht egal gewesen“.




Angestellte eines Supermarktes gefesselt

Unbekannte drangen am Freitag, 29. Juli um 22.10 Uhr gewaltsam in einen Lebensmittelmarkt auf der Klöcknerstraße in Werne ein. Die beiden Täter bedrohten die Angestellten des Lebensmittelmarktes, die gerade im Begriff waren, den Lebensmittelmarkt zu schließen, mit einem Messer und forderten die Herausgabe der Tageseinnahmen. Nach der Tat wurden die Angestellten gefesselt, die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete polizeiliche Fahndungsmaßnahmen verliefen negativ.

Beschreibung der Täter: Täter 1: 175 cm groß, schlank, dunkler Kapuzenpulli, schwarz-weißer Schal als Maskierung, dunkler Kapuzen-Pulli, Kappe, blaue Jeans, schwarzer Rucksack.
Täter 2: 170 cm groß, schlank, gemustertes Tuch als Maskierung, dunkle Jacke, Jeans, Kappe, schwarzer Rucksack, auffällig dunkle Augen mit langen Wimpern. Beide Täter hatten einen dunklen Teint und sprachen akzentfreies Deutsch.

Relevante Hinweise erbittet die Polizei in Werne unter 02389-921-3420 oder 921-0.




Auto in Flammen

Aus bisher noch ungeklärter Ursache fing ein geparktes Auto auf einer Hofeinfahrt in der Westfalenstraße in Rünthe am Samstag, 30. Juli, um 17.55 Uhr Feuer.

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Glücklicherweise konnte der Besitzer den Wagen noch von der Hofeinfahrt rollen lassen.  Foto: Feuerwehr

Der Besitzer konnte das Fahrzeug noch rückwärts von der Hofeinfahrt rollen lassen und verhinderte damit, dass das Feuer auf die angrenzenden Gebäude übergreifen konnte. Als das erste Einsatzfahrzeug der alarmierten Löschgruppe Rünthe an der Einsatzstelle eintraf, stand der Pkw bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr löschte mit Wasser und Schaum ab.

Im Einsatz befanden sich 17 Einsatzkräfte der Löschgruppe Rünthe mit drei Fahrzeugen. Nach 35 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.




Mit Axt und Beil 2000 Jahre alte Baukunst wieder lebendig werden lassen

Die Blase in der linken Handfläche ist bereits recht stattlich. „Das ist doch nichts“, winkt Museumsleiter Mark Schrader ab und greift wieder zum Beil. Wenig später fliegen erneut die Holzspäne und bedecken den Boden an der Holz-Erde-Mauer mit einer stattlichen hellbraunen Schicht. Der kapitale Baumstamm verwandelt sich dabei ganz allmählich in einen Pfosten.

Würdige Nachfolger der römischen Bautrupps: Das Team der freiwilligen Experimentler um Museumsleiter Mark Schrader und Besucher.
Würdige Nachfolger der römischen Bautrupps: Das Team der freiwilligen Experimentler um Museumsleiter Mark Schrader und Besucher.

Sägen bis die Arme lahm werden: Auch die Praktikantin packt als Archäologiestudentin mit an.
Sägen bis die Arme lahm werden: Auch die Praktikantin packt als Archäologiestudentin mit an.

Jeder Hand sieht man an diesem Wochenende an, was sie geschafft hat. Kein Wunder, denn zur Ruhe kommt keine von ihnen. Die eine Hand schiebt unablässig die Säge immer tiefer hinein in das Holz. Die nächste Hand schwingt die Axt, um lästige und knochenharte Astlöcher zu bezwingen. So ähnlich, wie die Römer vor gut 2.000 Jahren hier am Römerlager zu Werke gegangen sein müssen. Mit dem Unterschied, dass sie nicht „nur“ ein Gefache für die Erweiterung der Mauer bauen wollten. Sie mussten mal eben in Windeseile 2,7 Kilometer Mauer mit Türmen, Toren, Spitzgräben und noch diverse Lagerbauten aus dem Boden stampfen. Zudem hatten sie ein Potenzial an Arbeitskräften, das möglicherweise aus drei Legionen bestand. Hier packten also zwischen 9.000 bis 18.000 Männer mit an. Bei diesem neuzeitlichen Ausflug in die experimentelle Archäologie ist es ein Dutzend freiwilliger Helfer.

Da fliegen die Späne beim mühseligen Nachbebeilen der Stämme.
Da fliegen die Späne beim mühseligen Nachbebeilen der Stämme.

Wie lange braucht man 2.000 Jahre später ohne das Know-how, die Übung und die ausgefeilte Logistik der Römer, um Baumstämme in Balken zu verwandeln? Schafft man das in modernen Zeiten überhaupt in Eigenleistung? Wie vermisst man überhaupt das, was man dort baut, ohne Zollstock? Mit dem römischen Fuß, dem Finger, der Elle? „Wir stellen uns bei dieser Aktion auch einige wissenschaftliche Fragen“, schildert Mark Schrader, der auch Archäologe ist. Ganz allein geht es dann doch nicht. Jörg Steinhauer ist dazukommen. Er hat Werkzeuge mitgebracht, die jenen der Römer am nächsten kommen. Außerdem hat er als Tischler und Bildhauer viel Erfahrung und Experimente mit alten Handwerkstechniken und Werkzeugen im Gepäck. Er zeigte der engagierten Oberadener Truppe zunächst, wie die Schlagtechnik mit dem Beil funktioniert und klärte sie über ihr Grundmaterial, das Holz auf.

Einen kleinen Film über die Arbeiten gibt es hier

Längst vergessenen Techniken auf der Spur

Hobeln, Vorbebeilen, Nachbebeilen, mit der Axt die grobe Vorarbeit leisten: Da kommt man ganz schon ins Schwitzen.
Hobeln, Vorbebeilen, Nachbebeilen, mit der Axt die grobe Vorarbeit leisten: Da kommt man ganz schon ins Schwitzen.

Wie genau die Römer vor mehr als zwei Jahrtausenden mit dem Werkzeug umgingen und welche Techniken sie anwendeten, ist nicht überliefert. Vieles muss Spekulation bleiben und lässt sich nur vage mit Hilfe der Archäologie erahnen. Deshalb bleibt vieles von dem, was der Bautrupp jetzt an der Holz-Erde-Mauer in Oberaden wagt, pures Experiment. Das ist allerdings so spannend, dass es Besucher von weit her anlockt. Da ist beispielsweise Dr. Guiseppe Garo. Er ist eigentlich Arzt in Rimini in Italien, im zweiten Leben jedoch Römer der Legio XIX, deren antike Urahnen mit Drusus in Germanien und auch in Oberaden unterwegs waren. Er hat schon einige Male die engagierten Römerfreunde in Oberaden und den Nachbau der Holz-Erde-Mauer besucht. Dieses experimentelle Wochenende wollte er sich nicht entgehen lassen. Mit der Kamera verfolgte er jeden Arbeitsschritt vom Spalten der Stämme bis zum Nachbebeilen. „Das ist fantastisch“, kommentiert er fasziniert, bevor er noch das Museum besucht und auch dem Römerlager in Haltern am See einen Besuch abstattet.

Da braucht es schon moderne Handschuhe, um bei so viel Handarbeit die Blasen in den Griff zu bekommen.
Da braucht es schon moderne Handschuhe, um bei so viel Handarbeit die Blasen in den Griff zu bekommen.

Aus Deventer in den Niederlanden kommt ein anderer Römerfreund, der sogar gerade erst in den Förderverein in Oberaden eingetreten ist. Er greift unverzagt zum Beil und schlägt kräftig zu. Nach 20 Minuten läuft bei ihm der Schweiß in Strömen. „Das ist ganz schön anstrengend“, kommentiert er. Römer haben es ihm generell schon immer angetan. Darüber hat er auch die Oberadener kennen gelernt, wurde zu Vorträgen und Vorführungen eingeladen, bekam beim letzten Vorbereitungslager in Oberaden sogar eine Tunika geschenkt. „Seitdem gehöre ich zur Familie“, erzählt er schmunzelnd  und schlägt wieder kräftig auf die Oberfläche des Holzstamms ein.

Vorher und nachher: Bis sich ein Baumstamm in einen verwertbaren Pfosten verwandelt, ist es per Handarbeit ein weiter Weg.
Vorher und nachher: Bis sich ein Baumstamm in einen verwertbaren Pfosten verwandelt, ist es per Handarbeit ein weiter Weg.

Ohne derartige Freundschaften und ein intensives Familiengefühl geht es auch nicht, wo es so viel Engagement braucht. Die ganze Woche über ist Mark Schrader mit Helfern bereits im Einsatz, um etwa die von Haus Velmede gespendeten Eichen und eine gestiftete Kastanie auf das Gelände zu transportieren und mit der Kettensäge überhaupt transportfähig zu machen. Denn spätestens hier setzt die Realität allen Experimenten auch verkehrstechnische Grenzen. Wie am Ende das neue Gefache mit Führungsschiene und vorbereiteten Pfostenlöchern aufgerichtet werden soll, das wird auch noch zu lösen sein. Ohne Kran wird es nicht gehen, denn eine Tonne bringt der neue Teil der Holz-Erde-Mauer sicherlich auf die virtuelle Waage. Auch das wird noch mehr als spannend werden, wie so einiges an diesem Wochenende.




Industrie 4.0: Durch Qualifizierung den Sprung in die Zukunft schaffen

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch: Wirtschaftsstrukturen verändern sich – Arbeitsplätze gehen verloren, neue entstehen. Die Produktion ist aufgrund von Maschinen und Robotern schneller geworden. Die neuen Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden komplexer. Um nicht den Anschluss zu verpassen, bietet die Agentur für Arbeit Hamm Unterstützung in Form von Umschulungen und Teilqualifikationen an.

Digital, vernetzt und flexibel: Diese drei Eigenschaften sind Bestandteil von Industrie 4.0. In der sogenannten vierten industriellen Revolution werden die Wertschöpfungsketten verändert. Die Verknüpfung von Produkten und Produktionsprozessen wird mit Diensten über das Internet beschleunigt. Das hat zur Folge, dass sich die Arbeits- und Alltagsorganisation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer grundlegend ändert. Bestimmte Berufsgruppen werden weniger, andere erfinden sich komplett neu. Schulung ist wichtig, damit eine Anpassung an die neuen Anforderungen erfolgen kann. „Die Nachfrage nach gut qualifiziertem Personal steigt. Helfertätigkeiten werden immer weniger angeboten“, sagt Claudia Hermsen, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hamm. „Eine der wesentlichen Aufgaben der Arbeitsagentur besteht, darin unseren Kundinnen und Kunden durch Umschulungen oder den Erwerb von Teilqualifikationen eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“

Schon seit mehreren Jahren ist der demografische Wandel im Gespräch. Auch in Hamm und Kreis Unna gehen die Zahlen der Schulabgänger zurück. Es fehlt der Nachwuchs und es fehlt vor allem an Fachkräften. Durch das Förderprogramm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) können Unternehmen schon heute ihr eigenes Personal nachqualifizieren. Zusätzlich kann der Online-Service ben.arbeitsagentur.de genutzt werden. Der Berufsentwicklungsnavigator gibt erste Informationen zum Thema Weiterbildung und Beschäftigungschancen.

„Durch veränderte Arbeitsplatzstrukturen haben viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Es muss aber keiner auf der Strecke bleiben. Es lohnt sich immer neue Wege zu gehen – unabhängig vom Alter“, appelliert Claudia Hermsen. „Ich möchte jedem Mut machen, unsere Angebote zu nutzen. Gut qualifiziertes Personal wird benötigt und ständiges Lernen ist heute so selbstverständlich wie nie zuvor. Wer Bedarf hat kann sich unter der Hotline 0800 4 5555 00 informieren.“




Hoher LWL-Besuch auf der Ökostation

Hoch erfreut zeigt sich Ralf Sänger als Leiter der Ökologiestation darüber, dass ausgerechnet die Ökologiestation ausgewählt wurde, damit sich die Dezernentin für die Bereiche „Jugend und Schule“ beim Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL), Birgit Westers, musterhaft ein Bild vom „Freiwilligen Ökologischen Jahr“ (FÖJ) machen konnte. Mit dabei Mareille Kalscheuer, Sachbereichsleiterin Jugendförderung, Guido Stadelmann, Fachberater für das FÖJ, sowie vier der aktuellen FÖJlerInnen, Annika Risken, Nico Primer, Maximilian Nippa und Sören Pollmann. Die beim LWL Landesjugendamt angesiedelte FÖJ Zentralstelle ist verantwortlich für die Verwaltung der 150 FÖJ Plätze und die Betreuung der ca. 75 Einsatzstellen in Westfalen Lippe.

Auf der Ökologiestation haben sowohl das Umweltzentrum Westfalen als auch die Biologische Station Stellen inne. Die Arbeitsschwerpunkte sind grundverschieden. Während bei der Biologischen Station in erster Linie klassische Landschaftspflegearbeiten in den Schutzgebieten anstehen, dreht sich beim Umweltzentrum alles um den Betrieb der Ökologiestation mit ihren Außenanlagen und Veranstaltungen und schließt auch pädagogische Tätigkeiten mit ein. Wie alle Freiwilligendienste gilt auch im FÖJ die Arbeitsmarktneutralität, was bedeutet, dass beim Einsatz der Freiwilligen der Bildungscharakter eindeutig im Vordergrund steht.

Der Zeitpunkt des Besuchs von Birgit Westers war gut gewählt, denn die aktuellen Stelleninhaber haben das Jahr fast hinter sich und konnten gut und üppig berichten. Ab dem 1. August fangen die nächsten jungen Menschen an. Demzufolge waren die aktuellen FÖJlerInnen Hauptgestalter eines sehr informativen Nachmittags. Voller Begeisterung sprudelte es aus ihnen heraus, und sie schilderten ihre ganz persönlichen Erfahrungen. Ob es schon immer ein Kernanliegen von Frau Westers gewesen war, das Innenleben einer Motorsäge im zerlegten Zustand kennen zu lernen, weiß man nicht, aber spätestens seit dem Besuch wird sie denken, dass sie es schon immer gerne gewusst hätte. Überrascht vom Ausmaß des Engagements der jungen Menschen für ihre Arbeit und die ökologische Ideen folgte sie hoch interessiert der Führung über das Gelände und fragte an jeder Stelle neugierig nach. Für die Verantwortlichen war es ein sehr angenehmer Tag, denn viel zu tun hatten sie selber nicht. Sie verließen sich ganz auf die jungen Protagonisten, die jeden Beweis für die Sinnhaftigkeit derartiger Stellen lieferten.

Abschließend kamen alle zum gleichen Ergebnis: Ein FÖJ ist eine ungemein große Bereicherung für das spätere Leben junger Menschen, wobei es nicht einmal die erworbenen Fachkenntnisse sind, die im Vordergrund stehen, sondern allgemeine Kompetenzen wie der Umgang mit Menschen, mit Verantwortung, Durchhaltevermögen, Problembewältigung, Rückschlägen, Kommunikation. Letztendlich geht jeder gestärkt und selbstbewusster aus einem solchen Jahr hervor. Auf „Neudeutsch“ könnte man von einer „Win-Win-Situation“ sprechen.

Ab dem 1. August beginnen die neuen FÖJler ihr Jahr. Interessenten für 2017 können sich bereits jetzt bei der Ökostation (02389 98090) melden.




Ausstellungsschiff MS Wissenschaft in der Marina

Am kommenden Mittwoch, 3. August, kommt die MS Wissenschaft, das schwimmenden Science Center des Bundesforschungsministeriums, in die Marina Rünthe.

Eröffnung der MS Wissenschaft 2016/17 Meere und Ozeane
Mit einer Virtual Reality-Brille können Ausstellungsbesucher ins tropische Korallenriff abtauchen und nebenbei erfahren, warum Korallenriffe so wichtig sind. Fotos: Ilja Hendel / Wissenschaft im Dialog

An Bord des Schiffes können Besucherinnen und Besucher ihre ganz persönliche Expedition starten und selbst zu Forschenden werden. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie die Ozeane geschützt und sinnvoll genutzt werden können, ohne sie auszubeuten.

Hier gibt’s bildliche Eindrücke der Exponate und kurze Interviews: https://youtu.be/hqtuIEXkyIg

Die „MS Wissenschaft“ liegt vom 3. bis zum 8. August in der Marina und ist an allen drei Tagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Ausstellung, die insbesondere Kinder, Jugendliche und Familien anspricht, ist zentraler Bestandteil des vom Bundesforschungsministerium ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2016/17.

Der Eintritt ist frei. Der Zugang ist barrierefrei. Rollstuhlfahrer/-innen werden um Anmeldung unter 0172 1765936 gebeten. Gruppenanmeldungen sind möglich auf ms-wissenschaft.de/ausstellung/tour-2016/




Zertifizierte Hilfe bei schmerzenden Gelenken

Unsere Gelenke werden bis ins hohe Alter stark gefordert. Im gerade erneut zertifizierten Endoprothetikzentrum am Hellmig-Krankenhaus nimmt die Bedeutung der alterstraumatologischen Versorgung immer weiter zu. Als Kooperationsmodell innerhalb des Klinikums Westfalen hat die Fachklinik von Chefarzt Dr. Dieter Metzner dafür neue Konzepte entwickelt.

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Chefarzt Dr. Dieter Metzner mit Implantaten. Fotos: Hellmig-Klinik

„Wir werden immer älter. Immer mehr Menschen benötigen daher auch in fortgeschrittenem Alter für fortgesetzte Mobilität künstliche Gelenke“, so Dr. Metzner. Gerade in Verbindung mit Schwächung von Knochensubstanz durch alterstypische Osteoporose treten speziell nach Stürzen Schädigungen auch an Knochen auf, die  mit Gelenkimplantaten verbundenen sind. Diese perioprothetischen Frakturen stellen höchste Anforderungen an die medizinische Versorgung, so der Chefarzt.

Keineswegs sei immer auch das künstliche Gelenk selbst geschädigt. Die Knochensubstanz aber müsse schnellst möglich stabilisiert und belastbar werden, damit die fortgesetzte Mobilität Betroffener nicht gefährdet wird. Dr. Metzner und sein Team am Endoprothetikzentrum des Hellmig-Kankenhauses stellen sich dem mit besonderer Erfahrung. Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Dr. Metzner erhielt als erste Klinik in der Region und als 30. bundesweit die Bestätigung der hier garantierten Qualität durch eine Zertifizierung als Endoprothetikzentrum. Grade erst wurde diese Zertifizierung ohne jede Einschränkung erneut durch externe Fachexperten bestätigt.

Bei der Versorgung älterer Patienten setzt die Kamener Fachklinik auf die enge Kooperation mit der altersmedizinischen Fachklinik am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, die ebenfalls zum Klinikverbund Klinikum Westfalen gehört. Schon bei der Patientenaufnahme wird in enger Abstimmung mit den Experten dort der Patient gescannt auf Vor- und Begleiterkrankungen und auf ein eventuelles Gesamtensemble verschriebener Medikamente. Durch Konsultationen vor Ort und durch Videokonferenzen wird die kontinuierliche Abstimmung der Therapie mit den altersmedizinischen Experten, den verschiedenen Fachpflegebereichen, der Physio- und Ergotherapeuten und dem Sozialdienst sichergestellt. Bei Bedarf kann eine altersmedizinische Weiterbehandlung durch diese in der gleichen Kontinuität erfolgen. „Das Konzept hat sich bestens bewährt“, so Dr. Metzner.




Feuerwehr Rünthe unterstützt Löscharbeiten an Reitanlage in Olfen-Vinnum

Am Mittwoch, 27. Juli, unterstützen mehrere Einheiten der Feuerwehren und des Rettungsdienstes die Löscharbeiten an einem Reitstall in Olfen-Vinnum im Kreis Coesfeld. Nachdem die Feuerwehr der Stadt Selm zur überörtlichen Hilfe durch die Kreisleitstelle Coesfeld zur Einsatzstelle angefordert wurde, ist der örtlichen Einsatzleitung auch das Vorauslöschfahrzeug (VLF) mit dem Kaltschneidlöschsystem, das zur Zeit im Rahmen des Projektes FeuerwEHRENsache des Innenministeriums NRW und des Verbands der Feuerwehren von der Feuerwehr Werne und Bergkamen erprobt wird, angeboten worden.

Gegen 17.15 Uhr rückten das sogenannte VLF und der Einsatzleitwagen der Löschgruppe Rünthe nach Olfen aus, um das neue Löschsystem in Stellung zu bringen. Um 17.45 Uhr wurden schließlich auch die noch verbliebenen Rünther Feuerwehrleute angefordert. Wegen des Ausmaßes des Brandes und der örtlichen Gegebenheiten waren Löschfahrzeuge mit großem Löschwassertank bzw. Wasserwerfer erforderlich. Aus diesem Grund wurde von der Rettungsleitstelle Unna das Tanklöschfahrzeug aus Rünthe mit einem Schaumwasserwerfer-Anhänger und der Abrollbehälter Wasser der Berufsfeuerwehr Lünen nach Olfen entsendet, um die Löscharbeiten dort zu unterstützen.