1

15 neue Coronavirus-Fälle im Kreis Unna – In Bergkamen sind es insgesamt weiterhin 20

Die Zahl der Personen, die mit dem Coronavirus im Kreis Unna infiziert worden sind, hat sich auf 418 erhöht. Das sind 15 mehr als am Dienstag. In Bergkamen liegt die Zahl der Infizierte weiterhin bei 20.

Am Dienstag starb eine weitere 83-jährige Bewohnerin der Seniorenzentrums Schmallenbach-Haus in Fröndenberg. Somit hat sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Unna auf 10 erhöht.

Kassenärztliche Vereinigung eröffnet Behandlungszentren in Unna und Lünen
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übernimmt: Sie hat am 7. April in Lünen ein Behandlungszentren und am 8. April ein weiteres Behandlungszentrum in Unna eröffnet. Weitere Informationen gibt es unter www.kvwl.de/coronavirus.

Die beiden Einrichtungen der KVWL lösen die von der Kreis-Gesundheitsbehörde eingerichteten und betriebenen Abstrich-Stellen in den beiden Städten ab. Parallel zur Schließung dieser Abstrich-Stellen schaltet der Kreis am Donnerstag (9. April) die zur Vereinbarung eines Testtermins geschaltete Hotline ab.

Corona im Kreis Unna – Eine Bilanz in Stichwörtern
Anfang März gab es die erste bestätigte Corona-Infektion im Kreis. Seitdem hat der Kreis zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Pandemie vor Ort zu bekämpfen. Eine mit vielen Eckdaten und Stichworten unterlegte Bilanz zog Landrat Michael Makiolla am heutigen Mittwoch (8. April) in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern.

Erste bestätigte Infektion im Kreis Unna: 01. März 2020 | 19.45 Uhr Einberufung Krisenstab: 02. März 2020 | 11.40 Uhr Schließung der Kreisverwaltung für Publikum: 18. März 2020
Corona-Zahlen (Stand: 07.04.2020 | 18.00 Uhr)
Infizierte aufsummiert: 406 Aktuell infiziert: 250 Davon aktuell stationär: 35 Verstorben: 9
Gesundete: 147
In Quarantäne: über 2.000 Personen (Momentaufnahme)
Durchgeführte Tests Grundlage für Testungen: Vorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI, Maßnahmen und Testkriterien bei COVID-19-Verdacht)
Insgesamt: rund 2.500 Tests (bis einschl. 03.04.2020, ohne Hausärzte und Krankenhäuser)
davon: • rd. 1.500 Tests in den Abstrich-Stellen Unna, Lünen und Schwerte • rd. 850 Tests in Pflegeeinrichtungen in Fröndenberg, Lünen und Schwerte • rd. 150 Tests in zwei Schulen und einer Kita in Bergkamen

Von den rd. 1.500 Tests in den drei Abstrich-Stellen waren 143 positiv
Durchschnittlich über 400 Tests / Woche, davon: • 200 in Unna (Gesundheitsamt in Unna) • 140 in Lünen (Kreishaus Lünen) • 66 in Schwerte (Marienkrankenhaus Schwerte, Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe)
Kosten: rund 90 Euro / Test rund 33.750 Euro / Woche Gesamtkosten: knapp 225.000 Euro davon rund 90.000 Euro für Tests in Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kita Problem: keine 100-prozentige Sicherheit der Tests, deshalb ggf. Korrekturen in Statistiken

Corona im Kreis Unna – Bilanz 08 04 20
Infotelefon Infotelefon und Telefonzentrale: 44.500 Anrufe in drei Wochen Spitzenwert: 11.600 Anrufe / Tag Aktuell: rund 90 Anrufe / Tag
Personal (Kreisverwaltung) 7 Gesundheitsaufseher Zur Krisenbewältigung zusätzlich für • Kontaktmanagement: ca. 30-40 Personen • Bürgertelefon: ca. 40 Personen • Testungen / Termine: 30 Personen • Jobcenter: 10 Personen
Externe Helfer • Planungsstab (Mitglieder aus Feuerwehren, Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr, Rettungswachen, Kreis) • Deutsches Rotes Kreuz und Feuerwehren unterstützen lokal • Technisches Hilfswerk (Logistik, z.B. Aufbau von Zelten an bisher zwei Krankenhäusern) • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (4 Mitarbeiter*innen in Lünen und Unna)
Schutzkleidung • Grundsätzlich gilt: Arbeitgeber sind für die Ausstattung der Mitarbeiter*innen mit Arbeits- und Schutzausrüstung verantwortlich • Niemand kann sich aber auf Krisen wie diese vorbereiten oder dafür eine Vorratshaltung betreiben • Die Beschaffung erfolgt vom Kreis selbst sowie vom Land NRW • Der Kreis übernimmt auch Ressourcenverwaltung und Verteilung von Material
Ausgegebenes Material Stückzahl Mund-Nasen-Schutz ca. 64.000 FFP2-Masken ca. 6.000 FFP3-Masken 300 Desinfektion* (Hände) 400 Liter Schutzkittel 300
*Für das Desinfektionsmittel besteht eine Kooperation mit der Bayer AG in Bergkamen
Die Ausgabe der Materialen erfolgt insbesondere an Pflegeheime und mobile Pflegedienste
Ausblick: Material in ähnlicher Größenordnung ist avisiert