NRW-Stiftung fördert Bau des Nordtores im Römerpark Bergkamen mit 150.000 Euro

Übergabe der Förderurkunde (v. l.): Beate Tebbe (Geschäftsführerin des Fördervereins), Jochen Baudrexl, Dr. Ute Röder, Bürgermeister Thomas Heinzel, Beigeordnete Sandra Diebel und Museumsleiter Mark Schrader.

Bis zu 15.000 römische Soldaten waren einst in einem Militärlager im heutigen Bergkamener Stadtteil Oberaden stationiert – im dortigen Römerpark wird unter anderem mit der Rekonstruktion eines Teilstücks der ehemaligen Befestigungsmauer daran erinnert. Nun soll hier der Nachbau einer stattlichen Toranlage entstehen. Die NRW-Stiftung fördert das Projekt des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e. V. mit bis zu 150.000 Euro. Bei einem Besuch in Bergkamen am Möntag überreichte Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand die Förderurkunde an den 1. Stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins.

„Das Römerlager Oberaden gehört mit über 56 Hektar Fläche zu den größten Bodendenkmälern in NRW“, sagte Dr. Röder. „Der dort entstandene Römerpark bietet einen hervorragenden Einblick in die römische Geschichte in Westfalen“. Darüber hinaus beeindruckte den Stiftungsvorstand die große Mitgliederzahl des Fördervereins und der Umstand, dass er bereits 160.000 Euro als Eigenmittel gesammelt hat. Den Förderverein gehöre nicht nur die Anlage. Bei dem Projekt bringen sich auch die zahlreichen Ehrenamtlichen des Vereins ein. Sie wollen sich im Rahmen von Mitmach-Aktionen am Aufbau des Nordtores beteiligen. Schon jetzt spielen sie beim Betrieb des Römerparks eine große Rolle: Sie führen die Aufsicht, betreuen die Gäste und halten die Bauten instand.

Konkret ist geplant, das Nordtor des Römerlagers an seiner ursprünglichen Stelle zu rekonstruieren. Es entsteht eine Holzkonstruktion, die zum Teil mit Lehm ausgefacht wird. Besucherinnen und Besucher werden die Toranlage künftig auf einem Wehrgang begehen können. Darunter entstehen Lagerräume, während die oberste Ebene im Bereich der Wachtürme dem Naturschutz vorbehalten ist: Hier sollen Fledermäuse und Vögel Unterschlupf finden.

Der Bau des Nordtores wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Wahrscheinlich werden auch die jetzt vorhandenen 310.000 Euro für den Bau nicht ausreichen. Weitere Mittel erhofft sich der Förderverein vom Land. Man könne auch bei der NRW-Stiftung über eine Nacförderung nachdenken. sagte Dr. Ute Röder.