Zwei Bergkamener vor dem Landgericht: Sie sollen zwei Raubüberfälle von Geldbotinnen geplant haben

Rund sieben Jahre liegen die beiden Taten zurück, die jetzt zwei 53 und 51 Jahre alte Bergkamener vor das Landgericht Dortmund gebracht haben. Der Anklagevorwurf lautet „Raub“ in zwei Fällen. Dabei wollten sie allerdings nicht selbst zu Tat schreiten, sondern vielmehr andere dazu überreden.

Am 16. November 2010 soll der heute 53-jährige Beschuldigte in Bergkamen versucht haben, einen in seinem Betrieb arbeitenden Angestellten zu überreden, gegen ein Entgelt von 15.000,- € zusammen mit einer weiteren bisher unbekannten Person eine Frau auf ihrem Weg zu einer Bankfiliale in Dortmund zu überfallen. Das Opfer sollte die Tageseinnahmen ihres Betriebs zur Bank bringen. Wer diese Frau ist, sollte er dann später durch diesen Unbekannten mittels eines Fotos erfahren.

Zu diesem geplant Raubüberfall ist dann nicht mehr gekommen, weil der Angestellte einen Tag später sein Arbeitsverhältnis gekündigt hatte. Wenige Wochen vor dem 16.11.2010 sollen beide Angeklagten versucht haben, einen anderen Mann zu einer Beteiligung an einem weiteren von ihnen geplanten Raubüberfall zu überreden. Es soll geplant gewesen sein, eine Mitarbeiterin eines Autohauses in Kamen auf ihrem Weg von ihrem Arbeitsplatz zur Bank in Dortmund mit Waffengewalt zu überfallen und die von ihr transportierten Tageseinnahmen in Höhe von 50.000,- – 100.000,- € zu rauben. Zu diesem Zweck soll der 53-jährige Angeklagte dem Zeugen eine Gaspistole 9mm nebst Magazin  übergeheben haben. Am folgenden Tag sollen die Angeklagten dem Zeugen die Wegstrecke von Bergkamen zur Bank in Dortmund gezeigt und die genaue Örtlichkeit des geplanten Überfalls in Augenschein genommen haben. Auch dieser Mann soll letztlich abgelehnt haben.

Die Verhandlung gegen die beiden Bergkamener beginnt am kommenden Dienstag. Bisher sind drei Verhandlungstage angesetzt worden.

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