SPD und CDU möchten Bergkamen über die Hamm-Osterfelder-Bahn ans Schienennetz anschließen

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Über die Hamm-Osterfelder Bahnlinie sollen künftig wieder Personenzüge rollen.

Die Stadt Bergkamen soll möglichst bald an das Schienennetz angeschlossen werden. SPD und CDU im Kreistag Unna schlagen jetzt vor, hierzu die bestehende Hamm-Osterfelder-Bahntrasse für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu reaktivieren. In einem gemeinsamen Antrag bitten sie den Landrat, die entsprechenden Weichen zu stellen.

Der Antrag soll im Ausschuss für Kreisentwicklung und Mobilität, im Kreisausschuss sowie im Kreistag beraten werden. Für SPD und CDU hat der Anschluss Bergkamens an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hohe Priorität. „Die Stadt Bergkamen ist eine der wenigen Städte mit 50.000 Einwohnern, die über keinen SPNV-Anschluss verfügt“, stellt Brigitte Cziehso, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, fest. Unter Mobilitäts- und Klimaschutzgesichtspunkten ist dies ein Zustand, der nicht hinzunehmen sei.
Ein Vorteil hierbei: Die notwendige Infrastruktur ist bereits vorhanden. „Während die Bahnlinie Kamen und Hamm im vergangenen Jahr für acht Wochen gesperrt war, sind Personenzüge – zwei RegionalExpress-Linien und eine ICE-Linie über die Hamm-Osterfelder-Bahntrasse umgeleitet worden“, erklärt Wilhelm Jasperneite, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Unna. Dies sei einer von mehreren Belegen, dass die Strecke nicht vollständig mit Güterzügen ausgelastet sei.

Den Zeitpunkt, das Vorhaben anzustoßen, halten SPD und CDU ebenfalls für ideal. So befänden sich der ÖPNV-Bedarfsplan des Landes NRW sowie der Nahverkehrsplan Westfalen-Lippe des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) aktuell in der Erarbeitung. „Es ist also angezeigt, frühzeitig auf die zuständigen Stellen zuzugehen und auf diese im Sinne der Realisierung eines SPNV-Anschlusses für die Stadt Bergkamen einzuwirken“, so die Antragsteller.

Einen ersten Bericht des Landrates über seine Bemühungen wünschen sich SPD und CDU am 11. März im Ausschuss für Kreisentwicklung und Mobilität unter Vorsitz von Günter Bremerich (CDU).

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