Glaskunst und Tombola lockten nur wenige auf den Rünther Weihnachtsmarkt

Das Kinderkarussell war zeitweise verwaist. Der Basteltisch wartete auf kreative Kinder und die Bratwürstchen auf hungrige Münder. „Wir werden uns für den nächsten Weihnachtsmarkt wohl etwas überlegen müssen, das Konzept überdenken“, ist Hans-Peter Pütz fast ein wenig verzweifelt. Es ist die beste Zeit, schön weihnachtlich kalt, sogar Schnee liegt auf den Dächern der Hütten. Doch es verlieren sich nur wenige Besucher auf dem Weihnachtsmarkt in Rünthe.

 

Glasgravuren konnten die Besucher auf dem Weihnachtsmarkt in Rünthe live beobachten.

Heiße Leckereien mit Hochprozentigen fehlten ebenfalls nicht.

Dabei lief es eigentlich gut an am Freitagabend. Ordentlich geschneit hatte es. Die Kindergärten schmückten den Weihnachtsbaum. Es mussten die Schneeschippen und Streusalz herausgeholt werden, so weihnachtlich hatte sich der Himmel geöffnet. Gut war der Andrang. Doch am Samstag war man dann fast unter sich. Dabei hatte es auch für die 5. Auflage des Weihnachtsmarktes unter der Regie des SuS Rünthe viele Anstrengungen gebraucht, um wieder Helfer zu mobilisieren, die Hütten aufzubauen, Sponsoren für die Tombola zu finden.

Andrang bei der Tombola, bei der es 1.000 Preise zu gewinnen gab.

1.000 hatte die Jugendabteilung zusammengekommen. Ein gewaltiger Grill als Hauptpreis, viele Fußball-Trikots und andere Präsente lockten die Besucher und sorgten dafür, dass die Lose gefragt waren. Kinderschminken, Zuckerwatte, der Nikolaus mit Geschenken: Viel hat der SuS in um die zehn Weihnachtsbuden auf die Beine gestellt. „Schade, dass es so wenige Leute anspricht“, bedauert Pütze. Zumal sich auch die Aussteller viel Mühe gemacht hatten.

Kaum zu erkennen war das Ehepaar Fichtner hinter den vielen selbstgemachten Weihnachtsdekorationen.

 

 

Wie das Ehepaar Fichtner. Sie waren hinter den Unmengen von selbstgemachter Weihnachtsdekoration kaum noch ihrer Hütte zu erkennen. Birgit Fichtner schneidet abends vor dem Fernseher bunte Pappen aus, klebt und bastelt. Martin Fichtner hat seinen Hobbykeller voll und ganz nach den weihnachtlichen Bedürfnissen ausgerichtet. Hier entstehen Engel, Rentiere und andere Motive aus Holz. Den beiden macht ihr Hobby Spaß. Dass nur wenige Besucher kamen und kauften, schmerzte auch sie.

Wem es zu kalt war, der wurde ebenfalls in den Weihnachtsbuden fündig.

In der Hütte nebenan konnten die Besucher sogar zuschauen, wie mithilfe von Geräten, die auch durchaus in der Fußpflege zum Einsatz kommen, filigrane Motive im Glas entstehen. Nur wenige Handgriffe und Bewegungen, schon flitzten Rentiere über die kleine Glasschüssel. Diese Kunst hat sich die junge Frau aus Hamm, die hier die Apparate in den der Hand hielt, selbst beigebracht.

Für Musik sorgte der Saxophonverein.

Mützen, Kissen, Schmuck, selbstgemalte Dekobilder: Auch in Rünthe wurde fündig, wer nach einem hübschen Weihnachtspräsent suchte. Dazu gab es Auftritte von Vereinen, wie die weihnachtlichen Lieder vom Saxophonverein. Und viel ehrenamtliches Engagement, denn ohne das und ein gutes Verhältnis zur gastgebenden Regenbogenschule wäre auch der 5. Weihnachtsmarkt in Rünthe nicht möglich gewesen.

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