Feuerzauber und Christbaumschmücken in Rünthe

Das Feuer stob in regelrechten Wolken aus seinem Mund. Der Mann, der eben noch ganz harmlos Luftballons in Papageien und Pudel verwandelt hatte, entpuppte sich als wahrer Action-Star des Abends. Dem Nikolaus lief er auf dem Rünther Weihnachtmarkt jedenfalls heimlich den Rang ab.

Feurige Darbietungen auf dem Rünther Weihnachtsmarkt.

Feurige Darbietungen auf dem Rünther Weihnachtsmarkt.

Leckere Reibekuchen waren auch im Angebot.

Leckere Reibekuchen waren auch im Angebot.

Am Donnerstag waren bereits die neun Hütten auf dem Schulhof der Regenbogenschule aufgebaut worden. Schon das war nicht ganz einfach, denn beim neuen Schulträger galt es, geänderte Vorgaben zu berücksichtigen. Die Schülerinnen und Schüler werden hier zu besonderen Zeiten abgeholt. Da konnten die Aufbauhelfer vom SuS Rünthe nur eingeschränkt und weniger flexibel als zuvor bei der Hellweg-Hauptschule auch bezüglich des Platzbedarfes zu Werke gehen.

In den Hütten wurde fleißig am nächsten Produkt gearbeitet.

In den Hütten wurde fleißig am nächsten Produkt gearbeitet.

 

 

Das waren aber nicht die einzigen Schwierigkeiten, mit denen der 2. Vorsitzende und Weihnachtsmarktorganisator Hans-Peter Pütz zu kämpfen hatte. Die Gema-Gebühren wurden auch hier verdreifacht und auf Einsprüche kamen keine Reaktionen. Es müssen viele freiwillige Helfer für die Stände mobilisiert werden und zu guter Letzt auch die Besucher. Unter dem Strich „hatten wir in diesem Jahr größere Schwierigkeiten“, so Pütz. Sorgen macht ihm vor allem die Zukunft. Wenn die Regenbogenschule noch wie diskutiert anbauen und erweitern sollte, kommen neue Probleme hinzu. „Wir werden zusammen mit dem Ortsvorsteher über ein neues Konzept nachdenken müssen“, resümiert er. „Die Tradition des Weihnachtsmarktes wollen wir auf jeden Fall erhalten.“

Nachdenken über ein neues Konzept

Einder der Weihnachtsbäume, die von den Kita-Kindern geschmückt wurde.

Einder der Weihnachtsbäume, die von den Kita-Kindern geschmückt wurde.

Denn auch wenn 120 Kinder aus allen Kindertagesstätten beim Schmücken der Weihnachtsbäume am Freitag Schlange standen und die Resonanz zur Eröffnung am ersten Tag gut war – zufrieden war Hans-Peter Pütz nicht mit dem diesjährigen Weihnachtsmarkt. Am Samstag trudelten die ersten Besucher nur zaghaft ein. Die ersten Stunden war man fast unter sich. „Das ist schade angesichts der vielen Arbeit, die wir hier investieren.“

Die Jugendabteilung des SuS Rünthe kümmerte sich einmal mehr um Kaffee und Kuchen in der Mensa und um die Tombola. Würstchen wurden gegrillt, es gab Reibekuchen und Glühwein. Die Saxophongruppe der Musikschule und die Tanzmäuse des TLV traten auf. Das Kinderkarussell drehte sich fleißig. Die Erlöse des Weihnachtsmarktes kommen insbesondere der Jugendabteilung des SuS und der Aktion „Lichtblicke“ von Antenne Unna zugute.

Alles handgemacht als Ergebnis von mehr als 20 Jahren Hobbyarbeit.

Alles handgemacht als Ergebnis von mehr als 20 Jahren Hobbyarbeit.

Marlies Helle hatte mit ihren Bastelarbeiten dennoch Freude am Weihnachtsmarkt. Die Rüntherin zaubert das ganze Jahr über Kerzen, Kugeln, Weihnachtskarten und detailverliebte Dekorationen. „Das ist einfach mein Hobby und macht mir viel Freude“, sagt sie bei ihrem zweiten Auftritt mit einer eigenen Hütte auf dem Rünther Weihnachtsmarkt. Seit weit mehr als 20 Jahren sind die Bastelarbeiten ihre Leidenschaft. „Angefangen hat es mit den eigenen Kindern“, erzählt sie. Sie ist dabei geblieben, „immer dann, wenn ich Lust und Zeit habe“.