Erfolgreiche Aufzucht dreier Wanderfalken bei Bayer in Bergkamen

Artenschutz ist auch in einem Industrieunternehmen möglich. Das dokumentiert ein Wanderfalkenpärchen, das sich kürzlich den Schornstein des Bayer-Kraftwerks in Bergkamen als Brutplatz ausgesucht hat. Eine dort auf Initiative von Udo Bennemann von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz angebrachte Nisthilfe führte sofort zum gewünschten Ergebnis: Das Pärchen hat in dem Nest erfolgreich gebrütet und inzwischen mit der Aufzucht von drei Jungtieren begonnen.

Damit die Eltern beim Ausbrüten und Aufziehen nicht gestört werden, dürfen die Bayer-Mitarbeiter in dieser Zeit bestimmte Bereiche nicht betreten. „Daran haben sich bislang auch alle gehalten“, hebt Bennemann hervor. „Damit haben sie einen wertvollen Beitrag zur positiven Bestandsentwicklung einer seltenen, streng geschützten Vogelart geleistet, die in ganz Europa der Vogelschutzrichtlinie unterliegt.“

Die Natur will es, dass sich die Bayer-Mitarbeiter nur noch kurze Zeit an ihren gefiederten Freunden erfreuen können. Sobald die Jungtiere flügge sind, suchen sie sich woanders ein eigenes Revier. Dabei gibt es immer wieder erfreuliche Erfolge: Ein gebürtiger Bergkamener Falke wurde vor Jahren in Warschau (Polen) gesichtet. Und ein Weibchen, das 2015 im Bayer-Werk auf die Welt kam, hat inzwischen im thüringischen Gera eine eigene Familie gegründet.

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