Geburtsjahr des Angeklagten: Um 1385 herum

von Andreas Milk
Die Kundschaft der Strafrichter im Amtsgericht Kamen ist bunt gemischt – und sie bringt immer mal Einblicke in fremde Sitten und Gebräuche. So war es jetzt im Fall von Ahmad N. (Namen geändert), einem jungen Bergkamener. Seit drei Jahren lebt der Afghane in Deutschland, ohne seine Familie. Strafbar gemacht haben soll er sich im September 2023. Da legte er laut Anklage den deutschen Behörden ein falsches, weil verändertes afghanisches Personaldokument vor. Die Fälschung betraf das Geburtsjahr. Der afghanische Kalender hinkt sozusagen dem gregorianischen etwa 621 Jahre hinterher. Entsprechend weist das afghanische Dokument für Ahmad N. ein Geburtsdatum um 1385 herum aus. Nach deutscher Aktenlage ist er 2005 zur Welt gekommen. Er selbst sagt, dass er 2007 geboren sei.

Reichlich Verwirrung also. N. gibt an, er habe das Ausweispapier in seinem Herkunftsland von einem Angehörigen bekommen und nie Probleme damit gehabt. Den – aus seiner Sicht falschen – Eintrag seines Geburtsjahrs bei den deutschen Ausländerbehörden habe er wegen mangelnder Sprachkenntnis nicht korrigieren lassen. „Alles ’n bisschen merkwürdig“, fasste die Vertreterin der Staatsanwaltschaft den Fall zusammen. Das Verfahren wurde eingestellt – fertig. N. hat niemandem was getan. Er hat seinen Job als Lagerhelfer Ende Januar bei einer Kündigungswelle seiner Firma verloren. Er hat aber was Neues in Aussicht und will seine Familie in Afghanistan weiter mit Geld unterstützen.

Weit weniger kompliziert: Der Fall von Layla B. (20), die aus Syrien stammt und ebenfalls in Bergkamen zuhause ist. Die Berufsschülerin war im Frühjahr 2025 zwei Mal beim Schwarzfahren erwischt worden: einmal im VKU-Bus der Linie S40 auf dem Weg zur Haltestelle Wellenbad, einmal in einem Zug der Eurobahn zwischen Dortmund und Hamm. Den ohnehin kaum zu leugnenden Vorwurf gab die junge Frau unumwunden zu. Es habe Probleme bei der Beschaffung eines Deutschlandtickets gegeben. „Sie müssen sich kümmern“, mahnte die Anklagevertreterin. Das Urteil für Layla B.: Sie muss einen Nachmittagskurs absolvieren, der ihr die Notwendigkeit bestimmter Regeln nochmal verdeutlicht. Sie akzeptierte.




Kreativkurs für Eltern mit Babys im Alter von 3 bis 24 Monaten

Am Mittwoch, den 25. Februar beginnt im Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte ein Kreativkurs speziell für junge Eltern. Die Jugendkunstschule veranstaltet gemeinsam mit dem Familientreff ein Angebot, das sich an Eltern mit Babys im Alter von 3 bis 24 Monaten richtet.

Unter dem Titel „Kreativ mit Kind“ gibt es im Pestalozzihaus für junge Eltern einen kreativen Raum für ihre erlebte und turbulente Welt, ohne Zeitdruck und Organisation eines Babysitters, denn die Babys sind mit dabei.

Bei den wöchentlichen Treffen sollen keine großen Kunstwerke entstehen, sondern ein kreativer Austausch gefördert und stressfrei ein paar kreative Fähigkeiten erlangt werden, die auch mit Anwesenheit des Babys möglich sind. Frust, Übermüdung, Freude aber auch Wut können hier zu Papier gebracht werden.

Das Angebot findet an zwölf Terminen jeweils von 9:30 bis 10:30 Uhr in der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte statt. Das Teilnahmeentgelt beträgt 30,00 Euro. Eine vorherige Anmeldung zu dem Kurs ist erforderlich.

Alle Informationen zu den Angeboten der Jugendkunstschule und eine digitale Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Website www.jugendkunstschule.bergkamen.de.

Interessierte können sich bei Fragen an die Jugendkunstschule wenden telefonisch unter 02307/288848 und 965462, per E-Mail an jugendkunstschule@bergkamen.de oder an den Familientreff unter der Telefonnummer 02307/280333.




112-Tag: Verhalten im Notfall

Die 112 ist europaweit der direkte Draht zu schneller Hilfe. Um die Notrufnummer noch bekannter zu machen, hat die Europäische Kommission den 11. Februar, passend zum Format des Datums (11.2.), zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt.

Die Bedeutung der 112 als europaweit einheitliche „richtige“ Nummer für Notfälle unterstreicht Jens Bongers, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna: „Schnelle Hilfe in Unglücks- und Notfällen rettet Leben. Dabei kann es im Ernstfall entscheidend sein, dass wertvolle Zeit nicht mit der Suche nach der Notrufnummer vergeudet wird.“

Sprache rettet Leben
Überlebenswichtig ist auch die Sprache, in der im Notfall kommuniziert wird. Denn wenn Anrufer und Mitarbeiter in der Leitstelle nicht die gleiche Sprache sprechen, geht im Ernstfall wichtige Zeit verloren – Zeit, die über Leben und Tode entscheiden kann. Deshalb hat die Leitstelle Kreis Unna seit zwei Jahren eine neue Kommunikationsanlage in Betrieb.

Das System ermöglicht, Notrufe in Fremdsprachen live in die deutsche Sprache zu übersetzen. Der Disponent kann dann ebenfalls per Computerstimme und Textbausteinen in der jeweiligen Fremdsprache antworten, ohne dass er selber diese Fremdsprache sprechen können muss. „Das ermöglicht unseren Disponentinnen und Disponenten mit Anrufern zu kommunizieren, wenn diese weder Deutsch noch Englisch sprechen können“, erklärt Kreisbrandmeister Rene Wauro.

Richtiges Verhalten im Notfall
Wer über die 112 einen Notfall meldet, sollte vor allem Ruhe bewahren und dem Leitstellendisponenten die wichtigsten Informationen nennen. Im Kreis Unna meldet sich die Leitstelle grundsätzlich mit: Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst.

In welcher Stadt ist der Notfallort? Mit dieser Einstiegsfrage übernimmt der Leitstellendisponent die Gesprächsführung und stellt im weiteren Verlauf alle weiteren notwendigen Fragen. Nach Klärung der Einsatzörtlichkeit, benötigt die Leitstelle den Anrufernamen und wenn bekannt, den Namen der betroffenen Person. Im Normalfall dauert die Abfrage dieser wichtigen Informationen circa 20 Sekunden.

Wichtige W-Fragen
Als nächstes fragt die Leitstelle: Wie kann ich Ihnen helfen? Eine weitere Orientierung bieten dabei die so genannten „W-Fragen“, das heißt: Wo ist es passiert? Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte und welche Arten von Verletzungen gibt es? Wichtig: Auf Rückfragen warten und auch antworten!
Grundsätzlich gilt: „Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle alle für den Einsatz wichtigen Fragen geklärt hat“, betont Jens Bongers. Die 112 kann aus dem Festnetz, vom Handy oder über nora – die offizielle Notruf-App der Bundesländer – erreicht werden. Anrufer aus dem Handynetz oder Nutzer der nora–App werden automatisch mit der örtlich zuständigen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst verbunden.

Darüber hinaus können sich Bürger und Bürgerinnen auf der Homepage des Kreises Unna über aktuelle Warnmeldungen informieren. Neben Warnungen bei Unwetter, Hochwasser, Stromausfall und Feuer, werden auch Lebensmittel-, Produkt- und Reisemeldungen veröffentlicht. Mehr Informationen sind unter https://www.kreis-unna.de/Warnungen zu finden. PK | PKU




Vereinsvertretertreffen in den Bergkamener Ortsteilen 2026

Auch in diesem Jahr lädt die Stadtverwaltung Bergkamen in Zusammenarbeit mit den Ortsvorstehern zu den sog. Vereinsvertretertreffen in den Bergkamener Ortsteilen ein. Neben den Vereinsvorständen sind auch alle sonstigen Institutionen wie Schulen und Kindergärten und auch die Vertreter der Kirchen gern gesehene Gäste.

Die jährlichen Treffen dienen u.a. dazu, aktuelle Themen und Probleme der Stadtteile aufzugreifen bzw. Wünsche, Anregungen oder dergleichen zu erörtern. Darüber hinaus werden sämtliche öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungstermine zusammengetragen, um Überschneidungen zu vermeiden.

In diesem Jahr wird Bürgermeister Thomas Heinzel zu aktuellen Themen in Bergkamen und den jeweiligen Ortsteilen referieren. Der neue Rünther Ortsvorsteher Oliver Schäfer wird als zusätzlichen Tagesordnungspunkt die in 2027 anstehende 750-Jahr-Feier im selbigen Ortsteil ansprechen, in Weddinghofen berichtet Gastredner Volker Wagner vom Geschichtskreis Haus Aden/Grimberg ¾ über das neue Skulpturenensemble anl. des Grubenunglücks.

Zu den nachfolgend aufgeführten Terminen finden die Gespräche statt:

Heil: Mittwoch, 4. März, 19.30 Uhr, Naturfreibad Heil

Mitte: Montag, 23. März, 19.00 Uhr, Treffpunkt/VHS

Oberaden: Donnerstag, 12. März, 18.00 Uhr, Stadtmuseum (W.-Fräger-Raum)

Overberge: Montag, 9. März, 19.00 Uhr, Feuerwehrgerätehaus

Rünthe: Donnerstag, 2. April, 19.00 Uhr, „Bürgertreff Rünthe“ (Kanalstraße 4)

Weddinghofen: Mittwoch, 18. Februar, 19.00 Uhr, Albert-Schweitzer-Haus




Nächster Bauabschnitt am Kreisverkehr Landwehrstraße / Präsidentenstraße beginnt – GSW arbeiten am Gasversorgungsnetz in Bergkamen

Der nächste Bauabschnitt am Kreisverkehr Landwehrstraße / Präsidentenstraße in Bergkamen steht an. An dieser Stelle verstärken die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen ihr Gasversorgungsnetz. Nach der Verlegung der neuen Versorgungsleitungen und der Installation einer neuen Gasdruckregelanlage steht nun der Anschluss an das bestehende Netz an. Für diese Arbeiten muss die Landwehrstraße zwischen Kreisverkehr und Penny-Markt ab dem 18. Februar vollständig gesperrt werden.

Der Supermarkt ist erreichbar. Eine Umleitung wird über die Werner Straße, Erich-Ollenhauer-Straße und Landwehrstraße eingerichtet und ausgeschildert. Nach dem Anschluss der Versorgungsleitungen, der voraussichtlich bis Ende Februar beendet sein wird, stehen noch abschließende Tiefbauarbeiten an. Diese sollten nach jetzigem Stand bis 8. März abgeschlossen sein. Für die Zeit der Arbeiten bleibt die Landwehrstraße an besagter Stelle gesperrt.




Matinée mit Komikerin Vera Deckers im Treffpunkt: Kartenvorverkauf für den Frauentag läuft

Der Kartenvorverkauf für den 41. Bergkamener Frauentag läuft.  Unter dem Motto Gleichstellung – kein Extra, ein Recht! lädt das Frauentagsteam gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Elke Neumann am Sonntag, 8. März, ab 11 Uhr zur Matinée in den Treffpunkt, Lessingstraße 2, in Bergkamen ein. Mit dabei und künstlerisches Highlight des diesjährigen Frauentages ist Comedy-Star Vera Deckers mit Ihrem Programm „Probleme sind auch keine Lösung“.

Mit scharfer Beobachtungsgabe und ausgeprägter Selbstironie verdeutlicht die Diplom-Psychologin Kommunikationsmuster im Alltag und zeigt auf, in welche Fallen jede und jeder tappen kann. Mit Ihrem Fachwissen bietet sie aber auch Lösungen für das ein oder andere Problem in schwierigen Situationen und sorgt dafür, dass man dabei auch noch herzhaft lachen muss.

Im Anschluss freut sich das Bergkamener Frauentagsteam gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten auf einem ungezwungenen Austausch und spannende Begegnungen. Denn der Frauentag ist traditionell auch immer wieder eine Plattform, um neue Menschen kennenzulernen oder alte Bekannte wiederzutreffen und sich auszutauschen über Themen, die uns bewegen und so Gemeinschaft zu erleben.

Tickets zum Bergkamener Frauentag sind über die Gleichstellungsstelle unter Tel. 02307/965-339 oder el.neumann@bergkamen.de erhältlich. Der Preis für eine Karte beträgt 10 Euro und beinhaltet wahlweise u.a. Kaffee, ein Kaltgetränk, eine Waffel und Sekt. Der Frauentag beginnt um 11 Uhr im Treffpunkt an der Lessingstraße 2.

Der Internationale Frauentag wird traditionell am 8. März begangen. Bereits seit mehr als 100 Jahren wird an diesem Tag weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam gemacht. In diesem Jahr möchte das Frauentagsteam beim 41. Bergkamener Frauentag daran erinnern: Gleichstellung ist ein Recht, kein Extra!




Zigarettenautomat an der Erich-Ollenhauer-Straße aufgehebelt

In Bergkamen ist zwischen Samstag (07.02.2026), 08.00 Uhr und Montag (09.02.2026), 08.15 Uhr ein Zigarettenautomat an der Erich-Ollenhauer-Straße aufgehebelt worden.

Augenscheinlich sind alle Zigarettenschachteln entwendet worden.

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, meldet das gerne bei der Polizei Kamen unter 02307 921 3220 oder unter 02303 921 0 oder per Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de.




Anklage: Nachbarin beschimpft und bespuckt

von Andreas Milk
Tja, wer hat denn nun Quatsch erzählt vor dem Kamener Strafrichter – der angeklagte Markus K. (24, Namen geändert) oder die Zeugin Martina P. (59)? Vor einem Mehrfamilienhaus in Bergkamen-Rünthe soll K. die Frau am Morgen des 7. Oktober 2024 eine Schlampe genannt und sie angespuckt haben. Er selbst sagt: Stimmt nicht.

In besagtem Haus wohnt außer Martina P. auch Markus K.s Freundin. Er selbst wiederum lebt bei seiner Großmutter. Zwischen Martina P. und K.s Freundin gab und gibt es – vorsichtig gesagt – Spannungen. Die jüngere Frau sieht sich durch Martina P. haltlosen Anschuldigungen ausgesetzt, die sogar zu einer Kündigung ihrer Wohnung durch die UKBS führten. Diese Kündigung wurde später zurückgenommen; die Kreis-Baugesellschaft klappte die Akte zu. Von einer Befriedung der Situation kann aber keine Rede sein.

Zurück zum 7. Oktober 2024: Martina P. sagt, Markus K. habe an jenem Morgen sein Fahrrad aus dem Keller geholt, sie bei der Gelegenheit an der Haustür beschimpft und bespuckt, und zwar ausdrücklich mit dem Hinweis, sie habe ja nun niemanden als Zeugen dafür. K. bestreitet nicht nur die Tat an sich – er sagt sogar: Er habe gar nicht bei seiner Freundin übernachtet, sondern – wie immer – bei der Großmutter. Und von dort aus sei er an dem Tag auch – wie immer – mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Sein Arbeitgeber bestätigt schriftlich: Markus K. habe seinen Dienst am 7. Oktober pünktlich um 6.50 Uhr begonnen. Die Spuck-Attacke soll gegen 6.40 Uhr gewesen sein, die Polizei protokollierte einen Anruf gegen 6.45 Uhr.

Es passt also alles nicht zusammen. Andererseits: Warum sollte Martina P. den Vorfall erfunden haben, wissend, dass falsche Beschuldigungen strafbar sind? „Sie tyrannisieren mich immer noch“, sagte sie mit Blick auf K. und seine Freundin.

Im Zweifel für den Angeklagten: Markus K. wurde freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Landeskasse – die „Allgemeinheit“. Im besten Fall findet nun eine der beiden Frauen rasch eine neue Wohnung.

 




Internationaler Blues mit Seele: Sparkassen Grand Jam am 4. März

B. B. & The Blues Shacks . Foto: Felix Engel

Am Mittwoch, den 04.03.2026, um 20.00 Uhr verwandelt sich das Thorheim in einen brodelnden Blues-Tempel, wenn B. B. & The Blues Shacks zu einem unvergesslichen
Live-Abend einladen.

Über 35 Jahre weltweit auf Tour, das sind mehr als 4000 Konzerte. Die B. B.s lieben ihre Musik und spielen den Blues so gekonnt, dass selbst die Amerikaner inzwischen den Hut vor dieser deutschen Band ziehen. Mit ihrer Mischung aus Rhythm & Blues und einem Hauch Sixty Soul haben sie sich eine Fangemeinde um den ganzen Globus erspielt. Die Band erhielt zahllose Auszeichnungen wie den „German Blues Award“ und den Titel „beste Bluesband Europas“ durch französische Musikredakteure, ihre CD „Unique Taste“ wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik prämiert. B. B. & The Blues Shacks stehen für großartige Live-Auftritte und haben sich so auch als Top Act in Übersee etabliert. Sie spielten in Dubai, auf dem Doheny Festival in Los Angeles und beim Byron Bay Bluesfest in Australien mit Künstlern wie Bob Dylan, B.B. King und Elvis Costello vor Zehntausenden.

Sparkassen GRAND JAM – B. B. & The Blues Shacks

04.03.2026 | 20.00 UHR | Thorheim Bergkamen, Landwehrstraße 160
Ticket ab 17,00 € unter tickets.bergkamen.de oder 02307/ 965-464

 




Anträge der Fraktion Die Linke zum Haushaltsplan 2026: Keine Änderung der Elternbeitragssatzung

Die Fraktion Die Linke hat ihre Haushaltsplanberatungen abgechlossen. Die Ergebnisse fasst die Fraktion wie folgt zusammen.

Beibehaltung Elternbeitragssatzung
In einem Bürgerdialog haben die Eltern vorgeschlagen, die entstehenden Kosten für die Übernahme der Elternbeiträge für Kita und OGS durch die Stadt Bergkamen über die Grundsteuer B auf alle Bergkamener Haushalte als Solidargemeinschaft umzulegen, da dies eine gezielte Mehrbelastung von Haushalten mit Kindern vermeidet. Diesem Vorschlag folgen wir mit unserem Antrag.

• Beibehaltung der Schulsozialarbeit
Da die Schulsozialarbeit weit mehr als ein „zusätzliches Angebot“ an Schulen ist, weil diese einerseits dort wirkt wo Schule an ihre Grenzen stößt und es sich andererseits um eine präventive Schlüsselinvestition in Bildung, soziale Stabilität und langfristige gesellschaftliche Kostenersparnis handelt, wäre die Überlegung der Angebotskürzung aus Kostengründen aus vielerlei Hinsicht fatal. Wir fordern daher die Beibehaltung der städtischen Zuschüsse zur Schulsozialarbeit.

• Einführung eines städtischen DARP
Die zunehmende Nutzung digitaler Medien führt dazu, dass viele Menschen vermehrt mit falschen Informationen, manipulativen Inhalten und Cyberangriffen konfrontiert werden. Ein digitales Aufmerksamkeits und Resilienz-Programm (DARP) würde gezielt Aufklärungs und Bildungsmaßnahmen bereitstellen. Die erwarteten positiven Wirkungen umfassen eine stärkere persönliche Resilienz gegenüber Cyberangriffen und falschen Informationen, bürgernahe Angebote sowie verbesserte digitale Kompetenz.

• Erhöhung der Gewerbesteuer
Durch die Grundsteuerreform haben bei gleichbleibendem Hebesatz der Grundsteuer B gewerbliche Grundstücke durch geringere Bewertung stark profitiert. Die daraus entstehenden Mindereinnahmen der Stadt dürfen nicht auf Kosten der Privathaushalte ausgeglichen werden. Mit der Anpassung der Gewerbesteuer (von derzeit 480 % auf 520 %) können so gezielt Unternehmen als Profiteure der Reform in die Verantwortung gezogen werden.

• Priorisierung von Erbpacht im kommunalen Grundstücksmanagement
Grund und Boden ist eine nicht vermehrbare Ressource der Kommune und stellt einen zentralen Hebel der kommunalen Daseinsvorsorge dar. Mit der verstärkten Anwendung des Erbbaurechts erhält die Stadt Bergkamen, insbesondere mit Blick auf die Leitbild- und Stadtentwicklungsplanung, ein wirksames Instrument, um kommunale Steuerungsfähigkeit zu sichern, langfristige Einnahmen zu generieren und den Ausverkauf kommunalen Vermögens zu vermeiden.

• Einführung eines Arbeitskreises „Finanzmanagement“
In dem Arbeitskreis kann nicht nur der Prozess der Haushaltskonsolidierung aktiv begleitet und sich über die Finanzierung vieler Projekte ausgetauscht werden sowie der bestehenden Problematik zur Verbesserung der Einnahmen- und Reduktion der Ausgabenseite gewidmet werden. Durch die regelmäßige Berichterstattung und Beratung kann proaktiv gegengesteuert und schon jetzt Maßnahmen für den Haushaltsentwurf 2027 getroffen sowie für die mittelfristige Finanzplanung erarbeitet werden.

Die Anträge zum Haushaltsjahr 2026 sind über die Homepage der Linken nachzulesen:
https://www.dielinke-kreis-unna.de/1/ortsverbaende/ortsverband-mittelkreis/ratsfraktion-bergkamen/antraege/




Noch freie Plätze bei der VHS: „Feldenkrais – Bewusstheit durch Bewegung“

Am Freitag, 20. Februar, in der Zeit von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr und Samstag, 21. Februar 2026 in der Zeit von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr findet ein inspirierender Workshop unter dem Titel „Feldenkrais – Bewusstheit durch Bewegung“ in der Volkshochschule Bergkamen (Lessingstraße 2) statt.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ihre Körperwahrnehmung verbessern, Bewegungsabläufe verfeinern und mehr Leichtigkeit sowie Wohlbefinden in ihren Alltag integrieren möchten. Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit teilzunehmen – es sind aktuell freie Plätze verfügbar.

Die Feldenkrais-Methode ist eine sanfte, zugleich wirkungsvolle Lernmethode über Bewegung. Durch achtsame und bewusst ausgeführte Bewegungsabläufe entdecken die Teilnehmenden neue Möglichkeiten, Verspannungen zu lösen, die eigene Haltung zu verbessern und Bewegungen müheloser zu gestalten. Dabei sehen individuelle Erfahrungen und die Freude am Erkunden im Mittelpunkt – Leistungsdruck oder Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Teilnahmegebühr beträgt 19,20 Euro.

Anmeldungen sind jederzeit online möglich unter www.vhs.bergkamen.de. Das Team der VHS Bergkamen nimmt Anmeldungen auch gerne telefonisch unter 02307-285-3001 oder 285-3002, sowie per E-Mail unter vhs@bergkamen.de oder persönlich entgegen.